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Anspruch auf den Nachlaß des am 30. Okt. 1726 kinderlos verstorbenen Adolph von Trips zu Trips und Anstel. Die Appellanten fechten als nächste Verwandten (Johann Stephan von Eynatten ist ein Vetter väterlicherseits, die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram sind Vettern mütterlicherseits des Verstorbenen) das Testament vom 13. Dez. 1722 für den Appellaten unter Berufung auf die Kapitel 69, 83 und 102 des jül.-berg. Landrechts an, u. a., weil es bereits geschrieben und verschlossen dem Notar übergeben wurde. Streitobjekte sind im Hzm. Jülich, in den österreichischen Niederlanden und in Aachen gelegene Rittersitze, Allodial- und Lehengüter samt Erbpacht und Pfandschaft und eine Kiste mit Wertgegenständen (Juwelen, Silber, Bargeld) im Kloster Marienthal in Aachen. Eine große Rolle spielte der in der jül. Unterherrschaft Heyden gelegene lehnbare Hof Eigelshoven. Die Appellanten behaupten, der Appellat habe sich die umstrittenen Güter mit Ausnahme des keinem Testament unterworfenen Rittersitzes Trips, den von Eynatten zu Nuth als nächster Lehenserbfolger besitze, angeeignet. Der Appellat gibt dagegen vor, einen Teil bereits zu Lebzeiten des Adolph von Trips durch eine „donatio inter vivos“ erhalten zu haben. Das Testament des Adolph von Trips wurde in Aachen in 1. Instanz in Bezug auf die Immobilien für ungültig, in Bezug auf die Mobilien für gültig erklärt. Das RKG bestätigte 1730 das Aachener Urteil. Dagegen kassierte das RKG das Urteil des jül.-berg. Geheimen Rats und entschied, daß der Appellat das Gut Eigelshoven an von Eynatten zu Nuth abzutreten habe.
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Anspruch auf den Nachlaß des am 30. Okt. 1726 kinderlos verstorbenen Adolph von Trips zu Trips und Anstel. Die Appellanten fechten als nächste Verwandten (Johann Stephan von Eynatten ist ein Vetter väterlicherseits, die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram sind Vettern mütterlicherseits des Verstorbenen) das Testament vom 13. Dez. 1722 für den Appellaten unter Berufung auf die Kapitel 69, 83 und 102 des jül.-berg. Landrechts an, u. a., weil es bereits geschrieben und verschlossen dem Notar übergeben wurde. Streitobjekte sind im Hzm. Jülich, in den österreichischen Niederlanden und in Aachen gelegene Rittersitze, Allodial- und Lehengüter samt Erbpacht und Pfandschaft und eine Kiste mit Wertgegenständen (Juwelen, Silber, Bargeld) im Kloster Marienthal in Aachen. Eine große Rolle spielte der in der jül. Unterherrschaft Heyden gelegene lehnbare Hof Eigelshoven. Die Appellanten behaupten, der Appellat habe sich die umstrittenen Güter mit Ausnahme des keinem Testament unterworfenen Rittersitzes Trips, den von Eynatten zu Nuth als nächster Lehenserbfolger besitze, angeeignet. Der Appellat gibt dagegen vor, einen Teil bereits zu Lebzeiten des Adolph von Trips durch eine „donatio inter vivos“ erhalten zu haben. Das Testament des Adolph von Trips wurde in Aachen in 1. Instanz in Bezug auf die Immobilien für ungültig, in Bezug auf die Mobilien für gültig erklärt. Das RKG bestätigte 1730 das Aachener Urteil. Dagegen kassierte das RKG das Urteil des jül.-berg. Geheimen Rats und entschied, daß der Appellat das Gut Eigelshoven an von Eynatten zu Nuth abzutreten habe.
Anspruch auf den Nachlaß des am 30. Okt. 1726 kinderlos verstorbenen Adolph von Trips zu Trips und Anstel. Die Appellanten fechten als nächste Verwandten (Johann Stephan von Eynatten ist ein Vetter väterlicherseits, die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram sind Vettern mütterlicherseits des Verstorbenen) das Testament vom 13. Dez. 1722 für den Appellaten unter Berufung auf die Kapitel 69, 83 und 102 des jül.-berg. Landrechts an, u. a., weil es bereits geschrieben und verschlossen dem Notar übergeben wurde. Streitobjekte sind im Hzm. Jülich, in den österreichischen Niederlanden und in Aachen gelegene Rittersitze, Allodial- und Lehengüter samt Erbpacht und Pfandschaft und eine Kiste mit Wertgegenständen (Juwelen, Silber, Bargeld) im Kloster Marienthal in Aachen. Eine große Rolle spielte der in der jül. Unterherrschaft Heyden gelegene lehnbare Hof Eigelshoven. Die Appellanten behaupten, der Appellat habe sich die umstrittenen Güter mit Ausnahme des keinem Testament unterworfenen Rittersitzes Trips, den von Eynatten zu Nuth als nächster Lehenserbfolger besitze, angeeignet. Der Appellat gibt dagegen vor, einen Teil bereits zu Lebzeiten des Adolph von Trips durch eine „donatio inter vivos“ erhalten zu haben. Das Testament des Adolph von Trips wurde in Aachen in 1. Instanz in Bezug auf die Immobilien für ungültig, in Bezug auf die Mobilien für gültig erklärt. Das RKG bestätigte 1730 das Aachener Urteil. Dagegen kassierte das RKG das Urteil des jül.-berg. Geheimen Rats und entschied, daß der Appellat das Gut Eigelshoven an von Eynatten zu Nuth abzutreten habe.
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 1. Buchstabe E
1727 - 1767 (1456 - 1767)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Stephan von Eynatten zu Nuth und die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram von Eynatten zu Neuerburg, (Kl.) Beklagter: Johann Henrich Adam von Trips zu Lintern und Junkersdorf, (Bekl.); ab 1735 als Interessent PfalzgrafKarl Philipp Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Wilhelm Weylach 1727 - Subst.: Dr. Philipp Ludwig Meckel - Dr. Johann Goy 1732 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann - Lic. Johann Wilhelm Weylach 1751 - Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer - Dr. Franz Philipp Felix Gress 1766 - Subst.: Dr. Johann Georg Karl Vergenius - Subst.: Dr. Angelus Konrad Daniel Sipmann 1767 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1727 - Subst.: Dr. C. H. von Gülich - Subst.: A. J. Stephani 1735 - Lic. Johann Andreas Dietz [1751] 1752 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolf - Lic. Ferdinand Wilhelm Anton Helffrich 1752 - Subst.: Lic. J. Werner Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf 1726 und Schöffenmeister und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen 1726 - 2. RKG 1727 - 1767 (1456 - 1767) Beweismittel: Testament des Adolph von Trips zu Trips 13. Dez. 1722 (Q 7). Auszug aus der Aachener Stadtchronik 1456 ( „Fabula novae Legis“; Q 8). Auszug aus einem Vertrag zwischen Jülich und Aachen 1660 (Q 9, 86, 136, 168). Aachener Synodalbeschlüsse über Testamente 1727 (Q 10 u. 11). Botenlohnschein (Q 17). Auszüge aus Lehensregistern: kurköln. Mannkammer zu Heerlen, Herzogenrath, Klosterrath (Q 32). Auszug aus einem Urteil des Reichshofrates von 1683 in Sachen Schöffenstuhl zu Aachen ./. Rat von Aachen (Q 33). Schenkung des Adolph von Trips zu Trips an den Appellaten 1725 (Q 34). Auszug aus Abrechnungen des Freiherrn von Trips zu Trips mit seinen Pächtern zu Merzenhausen und Warden (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich und Kr. Aachen) 1724/26 (Q 41 - 42). Auszug aus dem Register der kurköln. Mannkammer zu Heerlen (Herlen, NL), 1653 ff. (Q 43). Acta priora (Q 45, 50a und b). Auszug aus dem Inventar des Besitzes des Adolph von Trips im Kloster Marienthal in Aachen (Q 48). Attest der Schöffen von Aachen über Testamente, lat. (Q 60). Attest des Schultheißen und der Schöffen des Dingstuhls und Gerichts Koslar und Barmen (Oberamt Jülich) über die Schenkungen des Adolph von Trips an den Appellaten in Floßdorf und Merzenhausen (Q 77). Erklärung der Schöffen des Palandischen modo von Tripsischen Landgerichts zu Prümmern (Hzm. Jülich, Amt Randerath) 1730 (Q 78). Auszug aus dem Protokoll dieses Gerichts zu 1658 (Q 79). Attest der Schöffen der jül. Unterherrschaft Warth (Warden) über das Gericht 1730 (Q 80). Gedruckte Beschreibung des Prozeßverlaufs mit einigen Beilagen, z. B. Littera A: Stammtafel Eynatten - Trips, Littera B: Urteil Aachen 1727, Littera C: Rechnungen wie Q 41, Littera D: Attest wie Q 60, Littera E/F wie Q 10 u. 11 sowie Dekrete des Pfalzgrafen Karl Philipp an die Vögte von Heyden und Geilenkirchen, 1727 (Q 84). Auszug aus der Aachener Chronik des Johannes Noppius (Q 87). Inventar einer Kiste mit Urkunden, Briefen, Testamenten, Quittungen, Heiratsverträgen, Obligationen, Vergleichen etc. des Adolph von Trips (Q 88). Abrechnungen wie Q 41 und in Q 84 Littera C (in Q 94). Auszug aus einem RKG - Prozeß Stadt Hildesheim ./. Kloster St. Michael in Hildesheim (Q 96). Auszüge aus den Empfangsbüchern des Freiherrn von Trips für Warden, Prümmern (Q 108, 109). Designatio aller Erb- und gereider beweglicher Güter (Q 113). Aufstellungen von Erbgut, Rechnungen etc. (Q 114 - 117). Obligation von 700 Rtlr. auf den Hof zu Eigelshoven 1618 (Q 119). Rentverschreibung von 700 Rtlr. auf das Gut des von Mansart zu Eigelshoven 1617 (Q 120). Inventar des Hauses Trips 1727 (Q 124). Gutachten über den Zustand des Eigelshofes (Q 127). Rentverschreibung von 4000 Rtlr. auf den Palander Hof zu Prümmern und den Eigelshof in der Herrschaft Heyden 1696 (Q 128). Auszug aus dem Transport- und Realisationsbuch der kurköln. Mannkammer zu Heerlen 1708 (Q 129). Kaufverträge 1623, 1627 (Q 133 - 135). Landvermesserrechnung für die Vermessung des Eigelhofes 1718 - 1721 (Q 143). Aachener Schöffenbescheid, Testamente betreffend 1669 (Q 148). Ertrag des Eigelhofes 1728/29 (Q 151). Zeugenbefragung (Q 163). Gutachten des Schultheißen der Herrlichkeit Schönau, des Landgerichts Zweibrüggen (Hzm. Jülich, Amt Geilenkirchen), des Landgerichts Berensberg, des Landgerichts des adeligen Hauses Uersfeld (Hzm. Jülich, Ländchen von der Heyden) und der Schöffen der Herrschaft Laurenzberg (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich) (Q 177 - 181). Inventar der Mobilien des Rittersitzes Trips (Q 193 - 196). Status perceptorum des Lehengutes Eigelhoven und des Meroder Hofes zu Prümmern (Q 197 - 98). Ertrag des Prümmerner Zehnten (Q 199). Weitere Aufstellungen, die Erträge der Güter in Merzenhausen und Floßdorf, die Palander Erbpacht zu Prümmern, die Erträge der Herrschaft Warden betreffend (Q 200 - 202). Auszug aus dem Erbbuch des Gerichts Freialdenhoven 1679 (Q 228). Wertgegenstände des Adolph von Trips nach Aussage seines Pfarrers Antonius Askens (Q 239). Botenlohnschein (Q 242). Protokoll der Zeugenaussagen vor der RKG - Kommission (Q 244). Auszug aus den Einnahmeregistern der Güter zu Prümmern, Merzenhausen, Warden und Floßdorf (Q 248). Botenlohnschein (Q 268). Status perceptorum der umstrittenen Güter (Q 270). Empfangsregister Prümmern u. a. 1756 (Q 271 - 274). Kaufvertrag über die Eynatten - Erbpacht zu Floßdorf 1675 (Q 279). RKG - Urteil 1757 (Q 286). 8 Schriftstücke, die umstrittenen Güter betreffend (Q 295b). Stammtafel Eynatten - Trips (2602). Einige der angeführten Beweismittel wurden mehrfach produziert. Das Protokoll enthält das Urteil von 1730 und weitere (Bei-)Urteile. Beschreibung: 3 Bde., 47 cm, 2606 Bl., lose; Q 1 - 304, Q 1 und 54 fehlen, Q 19, 159 und 196 unvollständig, 37, 37a, 37b, 50a und b, 295a, b, c, 33 Beilagen; Bd. I: 15 cm, Bl. 1 - 980, Q 1 - 89; Bd. II: 19 cm, Bl. 981 - 1966, Q 90 - 274; Bd. III: 13 cm, Bl. 1967 - 2606, Q 275 - 304 und Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.