Kläger: Lt. Dietrich Niebuhr, Ratsherr (Beklagter), Erich von Spreckelsen, Claus von der Fechte, Lucas Beckmann und Johann Borstelmann als Bevollmächtigter des Hans Odemann sowie als Nebenkläger weitere Eigentümer von Ländereien auf dem Billwerder Ausschlag.- Beklagter: Lt. Jacob Rotenburg (Rodenborg), Gilis und Harmen Rotenburg als Erben des Ratsherrn Johann Rotenburg, Eigentümer von Ländereien in Bullenhusen (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1648) citationis ad reassumendum; Gültigkeit eines Vergleichs und Schadensersatzforderungen in einem Streit um die Bezahlung der Reparaturkosten für den von der Kämmerei angelegten und dann durch eine Sturmflut zerstörten neuen Deich am Billwerder Ausschlag; Hinweis der Beklagten, dass sie zwar ohne Auftrag, aber zum Vorteil der Kläger gehandelt hätten (negotiorum gestio)
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Kläger: Lt. Dietrich Niebuhr, Ratsherr (Beklagter), Erich von Spreckelsen, Claus von der Fechte, Lucas Beckmann und Johann Borstelmann als Bevollmächtigter des Hans Odemann sowie als Nebenkläger weitere Eigentümer von Ländereien auf dem Billwerder Ausschlag.- Beklagter: Lt. Jacob Rotenburg (Rodenborg), Gilis und Harmen Rotenburg als Erben des Ratsherrn Johann Rotenburg, Eigentümer von Ländereien in Bullenhusen (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1648) citationis ad reassumendum; Gültigkeit eines Vergleichs und Schadensersatzforderungen in einem Streit um die Bezahlung der Reparaturkosten für den von der Kämmerei angelegten und dann durch eine Sturmflut zerstörten neuen Deich am Billwerder Ausschlag; Hinweis der Beklagten, dass sie zwar ohne Auftrag, aber zum Vorteil der Kläger gehandelt hätten (negotiorum gestio)
211-2_N 13
N 1241
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> N
1375,1633-1656
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Ulrich Stieber (1641) und Dr. Johann Goerg von Gülich (1648). Nebenkläger: Dr. Conras Blaufelder (1649). Beklagter: Dr. Jonas Eucharius Erhardt. Nebenbeklagter: Dr. Georg Goll.- Instanzen: 1. Obergericht 1637-1640. 2. Reichskammergericht 1641-1656.- Darin: Überlassung des Billwerder Ausschlags an Hamburger Bürger und Landleute aus dem Billwerder 1375 durch Adolph VII., Graf von Holstein und Stormann, gegen Abgaben; Vertrag von 1635 über den Verkauf von 59 Morgen Land bei Bullenhusen durch die Kämmerei an den Ratsherrn Johann Rotenburg; gerichtliche und andere Vergleiche zwischen den Parteien und den Einwohnern von Hammerbrook und Bullenhusen unter anderem über die Aufteilung des neuen Deichs aus der Zeit 1635-1638; Schadlosverschreibung von 1636 des Rats für die Einwohner des Billwerder; Rechnungen der Kämmerei und der Beklagten über die Kosten für die Reparatur des Deiches; Aktenstücke aus anderen Prozessen der Parteien und aus ähnlichen gerichtlichen Auseinandersetzungen 1633-1651; Auszug aus der schleswig-holsteinischen Landgerichtsordnung; Gutachten der Juristen-Fakultät der Universität Greifswald von 1637.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11278 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:56 MEZ