Joß von Ratzenried zu Ratzenried leiht der ehrbaren Vigida Peurlin von Fulgenstadt, ehelicher Witwe des Martin Bösch, auf Lebenszeit zu rechtem Zinslehen ein Gut daselbst mit allem Zubehör, [einzeln aufgeführten und lokalisierten] Ackern, von denen einer gegen Zins Claus Paurer geliehen ist, mit gen. Wiesen und mit dem Stettholz gen. Bauholz, dazu ein kleines Gütlein, ebenfalls zu Fulgenstadt gelegen. Alle Stücke hatte der verst. Ehemann der Peurlin inne. Bei Ausf. vorliegender Urk. sind 100 fl. Landesw. als Ehrschatz bar bezahlt worden. Jährlich zu Martini sind dem A. bzw. seinen Erben gen. Geld- und Naturalabgaben in Fulgenstädter Maß und Ravensburger W. nach Ravensburg zu entrichten. Die Peurlin muß die Güter persönlich nutzen und in baulichen Ehren halten. Im Bauholz darf nur für den Bedarf des Hofes Holz geschlagen werden. Bei Säumnis der Abgaben und Verstoß gegen die Leihebedingungen tritt Heimfall ein.
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Joß von Ratzenried zu Ratzenried leiht der ehrbaren Vigida Peurlin von Fulgenstadt, ehelicher Witwe des Martin Bösch, auf Lebenszeit zu rechtem Zinslehen ein Gut daselbst mit allem Zubehör, [einzeln aufgeführten und lokalisierten] Ackern, von denen einer gegen Zins Claus Paurer geliehen ist, mit gen. Wiesen und mit dem Stettholz gen. Bauholz, dazu ein kleines Gütlein, ebenfalls zu Fulgenstadt gelegen. Alle Stücke hatte der verst. Ehemann der Peurlin inne. Bei Ausf. vorliegender Urk. sind 100 fl. Landesw. als Ehrschatz bar bezahlt worden. Jährlich zu Martini sind dem A. bzw. seinen Erben gen. Geld- und Naturalabgaben in Fulgenstädter Maß und Ravensburger W. nach Ravensburg zu entrichten. Die Peurlin muß die Güter persönlich nutzen und in baulichen Ehren halten. Im Bauholz darf nur für den Bedarf des Hofes Holz geschlagen werden. Bei Säumnis der Abgaben und Verstoß gegen die Leihebedingungen tritt Heimfall ein.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 398
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 16. Jahrhundert >> 1550 - 1559
1553 April 7
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: der A.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; stark abgegriffen; Legende:[...] ratzenried; gevierter Schild (1 und 4: Rose unter Wolkenschildhaupt, 2 und 3: übereinander 3 rennende Windspiele), darauf ein Helm mit 5 Straußenfedern als Helmzier.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; stark abgegriffen; Legende:[...] ratzenried; gevierter Schild (1 und 4: Rose unter Wolkenschildhaupt, 2 und 3: übereinander 3 rennende Windspiele), darauf ein Helm mit 5 Straußenfedern als Helmzier.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:47 MESZ
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