Die der Zauberei beschuldigten Ehefrauen der Kläger, Maria Leyendecker und Maria Lampert, hatten während ihrer zehntägigen Haft unter der Folter nicht gestanden und waren unter Entrichtung von Geldleistungen zunächst freigekommen, später aber erneut verhaftet worden. Die Kläger erreichen unter Hinweis auf die der Halsgerichtsordnung Karls V. widersprechende unrechtmäßige Prozeßführung ein RKG-Mandat vom 18.9.1622, mit dem den Beklagten die Freilassung sowie die Restitution der geleisteten Geldzahlungen angeordnet wird. Die Beklagten weisen diesen Vorwurf zurück. Der Prozeß sei rechtmäßig geführt worden und das Urteil sei nicht appellabel.
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Die der Zauberei beschuldigten Ehefrauen der Kläger, Maria Leyendecker und Maria Lampert, hatten während ihrer zehntägigen Haft unter der Folter nicht gestanden und waren unter Entrichtung von Geldleistungen zunächst freigekommen, später aber erneut verhaftet worden. Die Kläger erreichen unter Hinweis auf die der Halsgerichtsordnung Karls V. widersprechende unrechtmäßige Prozeßführung ein RKG-Mandat vom 18.9.1622, mit dem den Beklagten die Freilassung sowie die Restitution der geleisteten Geldzahlungen angeordnet wird. Die Beklagten weisen diesen Vorwurf zurück. Der Prozeß sei rechtmäßig geführt worden und das Urteil sei nicht appellabel.
AA 0648, 130 - L 1587
AA 0648 Reichskammergericht, Teil X: Prozessakten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf im Rijksarchief Maastricht
Reichskammergericht, Teil X: Prozessakten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf im Rijksarchief Maastricht >> 11. Buchstabe L
1622-1633 (1621-1631)
Enthaeltvermerke: Kläger: Matthias Leyendecker und Hubert Lampert, Stablo Beklagter: Aegidius Dormael, Fiskal- bzw. Generalprokurator im Fürstentum Stablo und Kons.: Peter von Mean und Kaspar de la Roche, Schöffen von Lüttich, und die Schöffen des hohen Gerichts von Stablo Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Schaumberg 1622 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Wilhelm Fabricius 1622 Prozeßart: Mandati s.c. Instanzen: RKG 1622-1633 (1621-1631) Beweismittel: Strafprozeß gegen Maria Leyendecker wegen Zauberei, 1621 (Q 6). Attestationes der Gerichte von Chevron und Rahier betreffend die Rechtspraxis in Hexenprozessen, 1623 (Q 7). Strafprozeß gegen Maria Lanquet, Frau des Hubert Lampert, wegen Zauberei, 1623 (Q 17). Extractus rotuli attestationum ex actis Walraff ./. Dormael mandati s.c. (Q 19). Beschreibung: 3 cm, lose, 85 Bl., Q 1-20; die Originalurkunden Q 1 und Q 3-4 wurden der Akte entnommen.
Sachakte
Sonstiges: Für die Nutzung gesperrt bis 9999
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:14 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht, Maastricht AA 0648 (Bestand)
- 11. Buchstabe L (Gliederung)