Können wir uns die Euro-Rettung leisten? Umstrittene Bürgschaften für Pleiteländer
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 R110064/104
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011 >> Unterlagen
8. September 2011
Immer höhere Summen kommen ins Spiel, um notleidenden Euro-Staaten zu helfen. Deutschland soll mit 211 Mrd. Euro bürgen, notfalls bis zu 253 Mrd. Das wären dann fast 12.500 ¿, mit denen zum Beispiel eine vierköpfige Familie für Länder wie Griechenland, Portugal oder andere zusätzlich haftet. Und das, obwohl auch bei uns Geld fehlt und der Staat sich vieles nicht mehr leisten kann. Jetzt schon ist Deutschland mit etwa 2.000 Milliarden Euro verschuldet, und in der Politik mehren sich die Zweifel, ob wir uns mit dem neuerlichen Rettungspaket nicht verheben.
Was passiert mit unseren Ersparnissen, mit unseren Lebensversicherungen? Und: Helfen die Bürgschaften Griechenland und anderen wirklich? Das jedenfalls bezweifeln selbst Teile der Regierungsfraktionen CDU und FDP in Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dagegen ruft zum Kampf für den Euro auf. Politisch bleibt die Hilfe also stark umstritten, selbst wenn das Bundesverfassungsgericht sie jetzt abgesegnet hat: Der EU-Rettungsschirm und die Griechenland-Hilfe seien rechtmäßig, nur müsse das Parlament die Möglichkeit zur Kontrolle und zum Ausstieg haben.
Doch woher soll das Geld kommen, wenn tatsächlich irgendwann Milliarden fließen müssen? Die SPD will die Reichen zur Kasse bitten. Und einige Unternehmer, wie der Chef des Ulmer Schmierölherstellers Liqui Moly, wären sogar bereit, eine Reichensteuer zu zahlen, um die Löcher im deutschen Staatshaushalt zu verkleinern. Ist das mehr als eine gutgemeinte Geste? Können wir es uns wirklich leisten, den Euro zu retten?
Zu Gast im Studio: Dirk Müller, Börsenexperte und Buchautor
Was passiert mit unseren Ersparnissen, mit unseren Lebensversicherungen? Und: Helfen die Bürgschaften Griechenland und anderen wirklich? Das jedenfalls bezweifeln selbst Teile der Regierungsfraktionen CDU und FDP in Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dagegen ruft zum Kampf für den Euro auf. Politisch bleibt die Hilfe also stark umstritten, selbst wenn das Bundesverfassungsgericht sie jetzt abgesegnet hat: Der EU-Rettungsschirm und die Griechenland-Hilfe seien rechtmäßig, nur müsse das Parlament die Möglichkeit zur Kontrolle und zum Ausstieg haben.
Doch woher soll das Geld kommen, wenn tatsächlich irgendwann Milliarden fließen müssen? Die SPD will die Reichen zur Kasse bitten. Und einige Unternehmer, wie der Chef des Ulmer Schmierölherstellers Liqui Moly, wären sogar bereit, eine Reichensteuer zu zahlen, um die Löcher im deutschen Staatshaushalt zu verkleinern. Ist das mehr als eine gutgemeinte Geste? Können wir es uns wirklich leisten, den Euro zu retten?
Zu Gast im Studio: Dirk Müller, Börsenexperte und Buchautor
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Audio-Visuelle Medien
Währung: Euro
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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