Patienten müssen zu lange warten - Notärzte: Jede Minute zählt!
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/019 R080013/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/019 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2008
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2008 >> Unterlagen
3. April 2008
In Baden-Württemberg müssen Notärzte in maximal 15 Minuten am Einsatzort sein. Doch nach einer Umfrage des Sozialministeriums wird diese Frist in vielen Landkreisen nicht eingehalten.
Im Ernstfall zählt jede Minute. Je länger der Arzt braucht, desto mehr Patienten sterben. Der Bundesverband der Notärzte (BAND) schätzt, dass etwa 5-10% der Todesfälle vermieden werden könnten, wenn der Notarzt eher am Einsatzort wäre.
Tragische Konsequenzen
LÄNDERSACHE spricht mit dem Ehepaar Schwing aus Stuttgart. Deren 25 jährige Tochter ist vor drei Jahren beim Einkaufsbummel mit der Mutter zusammengebrochen. Zwar kamen nach 15 Minuten die Rettungssanitäter. Der gerufene Notarzt aber traf noch mal rund 15 Minuten später ein. Die junge Frau hatte einen Herzfehler und verstarb auf der Intensivstation.
Zu wenig Notärzte auf dem Dorf
Besonders auf dem Land droht in Baden-Württemberg ein Mangel an Notärzten. Für Einsätze des Rettungsdienstes abseits der Ballungsräume stehen nach Angaben der Landesärztekammer immer weniger Mediziner bereit. Der anstrengende und verantwortungsvolle Dienst sei unterbezahlt und deswegen unattraktiv, so die Kammer.
Weite Anfahrtswege
Neben einem Notarzt-Mangel gibt es weitere Gründe für das verspätete Eintreffen der Patienten in der Klinik, vor allem im ländlichen Raum: Wegen der Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre wurde die Zahl der Akut-Krankenhäuser und der Notarzt-Standorte reduziert. Und: wegen der Spezialisierung vieler Kliniken seien die Anfahrtswege zu den Notaufnahmen länger, so der Bundesverband der Notärzte.
Kein Einzelfall
Das Überschreiten der Hilfsfrist ist ein bundesweites Problem: nach neuesten Zahlen des Deutschen Rettungsdienstes trafen in Bundesdurchschnitt 95 Prozent der Notfallärzte erst nach rund 25 Minuten ein. 2001 waren es 22 Minuten. Dass es heute drei Minute länger dauert, bis der Arzt beim Patienten ist, führt der Bundesverband der Notärzte (BAND) auf Einsparungen im Gesundheitswesen zurück.
Was ist zu tun?
Die im Land zuständige Ministerin sieht das Problem. Mit besserer Bezahlung der Notärzte, Kooperation mit Arztpraxen und klarer Einsatz-Organisation will Sozialministerin Monika Stolz (CDU) gegensteuern. In LÄNDERSACHE wird sie ihren Maßnahmen-Katalog zusammen mit Ärzten und AOK-Vertretern diskutieren.
Im Ernstfall zählt jede Minute. Je länger der Arzt braucht, desto mehr Patienten sterben. Der Bundesverband der Notärzte (BAND) schätzt, dass etwa 5-10% der Todesfälle vermieden werden könnten, wenn der Notarzt eher am Einsatzort wäre.
Tragische Konsequenzen
LÄNDERSACHE spricht mit dem Ehepaar Schwing aus Stuttgart. Deren 25 jährige Tochter ist vor drei Jahren beim Einkaufsbummel mit der Mutter zusammengebrochen. Zwar kamen nach 15 Minuten die Rettungssanitäter. Der gerufene Notarzt aber traf noch mal rund 15 Minuten später ein. Die junge Frau hatte einen Herzfehler und verstarb auf der Intensivstation.
Zu wenig Notärzte auf dem Dorf
Besonders auf dem Land droht in Baden-Württemberg ein Mangel an Notärzten. Für Einsätze des Rettungsdienstes abseits der Ballungsräume stehen nach Angaben der Landesärztekammer immer weniger Mediziner bereit. Der anstrengende und verantwortungsvolle Dienst sei unterbezahlt und deswegen unattraktiv, so die Kammer.
Weite Anfahrtswege
Neben einem Notarzt-Mangel gibt es weitere Gründe für das verspätete Eintreffen der Patienten in der Klinik, vor allem im ländlichen Raum: Wegen der Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre wurde die Zahl der Akut-Krankenhäuser und der Notarzt-Standorte reduziert. Und: wegen der Spezialisierung vieler Kliniken seien die Anfahrtswege zu den Notaufnahmen länger, so der Bundesverband der Notärzte.
Kein Einzelfall
Das Überschreiten der Hilfsfrist ist ein bundesweites Problem: nach neuesten Zahlen des Deutschen Rettungsdienstes trafen in Bundesdurchschnitt 95 Prozent der Notfallärzte erst nach rund 25 Minuten ein. 2001 waren es 22 Minuten. Dass es heute drei Minute länger dauert, bis der Arzt beim Patienten ist, führt der Bundesverband der Notärzte (BAND) auf Einsparungen im Gesundheitswesen zurück.
Was ist zu tun?
Die im Land zuständige Ministerin sieht das Problem. Mit besserer Bezahlung der Notärzte, Kooperation mit Arztpraxen und klarer Einsatz-Organisation will Sozialministerin Monika Stolz (CDU) gegensteuern. In LÄNDERSACHE wird sie ihren Maßnahmen-Katalog zusammen mit Ärzten und AOK-Vertretern diskutieren.
0:20:00; 0'20
Audio-Visuelle Medien
Brötel, Achim; Jurist, Politiker, 1963-
Brown, Allan
Dirks, Burkhard
Lanig, Urban
Lunkenheimer, Ulrich
Oberglock, Ingrid
Romen, Werner
Schwing, Eva-Maria
Schwing, Friedrich
Thimm, Guido
Willfahrt, Walter
Bad Wildbad CW
Creglingen TBB
Neckar-Odenwald-Kreis MOS Landkreis
Arzt; Landarzt
Arzt; Notarzt
Patient
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:25 PM CET
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