Vor Heinrich Marner von Ahrweiler, Notar und Kleriker der Diözese Köln, erschien Magdalena, geb. Gräfin zu Nassau-Wiesbaden und Idstein, Gräfin zu Manderscheid, Blankenheim, Virneburg und Roussy, Witwe des Joachim, Graf zu Manderscheid und Virneburg, und legte zwei Patente (vom 12./22. April) (Nrn. 785 und 786) vor, die sie in Gegenwart des Notars und der Zeugen Anton Hoedts, Gerichtsschreiber zu Ahrweiler, und Nikolaus Lebherz von Vianden eigenhändig unterschrieb, in Sachen der Erbfolge nach Dietrich Graf zu Manderscheid, Blankenheim, Virneburg und Wertheim, Herrn zu Schleiden, die ihr als Witwe seines (å) Bruders im Namen ihrer Kinder zusteht. Der Notar brachte die Patente am Folgetag in die Herrschaft Kerpen, und schlug sie nachmittags gegen 2 Uhr in Üxheim an der Kirchentüre an; noch am gleichen Tag gelangte er nach Dahlem in der Herrschaft Kronenburg und schlug gegen sechs Uhr zwei Patente an die Kirchentür. Am Folgetag schlug er zu Baasem in der Herrschaft Kronenburg die Patente an die Kirchentür und warb dort einen Boten namens Kirsten Mergen, welcher die Patente gegen Bezahlung an den Schultheißen zu Kronenburg, Johann Kramer, überlieferte. Der Notar reiste noch am gleichen Tag nach Blumenthal in der Herrschaft Schleiden und schlug die Patente zwischen 11 und 12 Uhr vormittags dort an der Kirchentür an, weiter warb er dort einen reifferscheidischen Untertanen an, der die Patente an den Vogt und Schultheißen zu Schleiden überlieferte. Der Notar stellte der Gräfin auf deren Wunsch hin ein Instrument über diese Zustellungen aus. - Zeugen: Wilhelm Reuter von Ahrweiler, Meister Peter Wever von Virneburg. Sr.: Ausst. Ausf. Perg. - Signet - Rv.