Ratsältere, Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm bekennen: Vor dem versammelten Rat erscheinen der Ulmer Bürger und Schützenwirt [wohl das abgegangene und nicht sicher lokalisierbare Büchsenschützenhaus, wohl am rechten Donauufer gegenüber der Insel] Christoph Gottlieb Schuler als Bräutigam und die Ulmer Bürgerin Luise Friederike geborene Markhardt, Witwe des Christoph Friedrich Stierlen, als Braut. Begleitet werden sie von dem Dreikönigwirt [abgegangene Wirtschaft Dreikönig, Dreiköniggasse 10] Martin Kießling und dem Kreuzwirt [ehemalige Wirtschaft Zum Goldenen Kreuz, Herdbruckerstraße 9] Johann Melchior Pfister als Pfleger der Braut und ihres Sohnes aus erster Ehe Johann Jakob sowie dem Vorgesetzten der Krämerzunft Georg Wichsler und dem Buchhalter Christian Hohl als Pfleger des Bräutigams. Die Brautleute haben dem Rat einen zwischen ihnen am 10. Juni 1784 geschlossenen Ehevertrag [vgl. A Urkunden Heiratsverträge 658] vorgelegt und um dessen Bestätigung gebeten, da der Sohn der Braut noch minderjährig ist und somit unter der Pflegschaft des Rats steht. Nach Prüfung des Vertrags entscheidet der Rat, dass dieser gemäß den Bestimmungen des Ulmer Stadtrechts geschlossen wurde und eine ausreichende Versorgung für den Sohn der Braut aus erster Ehe vorsieht. Daher kann er unter dem Stadtgerichtssiegel ausgefertigt werden und erlangt dann Rechtskraft.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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