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Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für
sich und seine Nachfolger, dass er Georg Budner (Jorg Budtner), Untertan
und Getreu...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben in unser statt Fulda sonnabents den eilfften Martii im sechtzehenhundert unndt sechsten jahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Georg Budner (Jorg Budtner), Untertan und Getreuer des Klosters in Rommerz (Rommerts), sowie dessen Ehefrau Anna und ihren Erben auf seine Bitten hin ein bei Rommerz gelegenes Gut verleihen hat. Zu diesem Gut gehören Haus, Hof, Scheune und weiteres Zubehör. Dazu zählen insgesamt neun verschiedene Äcker, außerdem sieben Wiesenstücke. Schon der Vater von Georg Budner hatte dieses Gut durch Erbkauf an sich gebracht und seinem Sohn vererbt. Das Kloster belehnt Georg Budner, seine Ehefrau und ihre Erben mit diesem Gut samt allem Zubehör und allen Rechten nach fuldischem Lehnsrecht. Georg Budner wird angewiesen, das ihm verliehene Gut weder aufzuteilen noch zu verkaufen. Als Zins für dieses Lehen erhält das Kloster jährlich an Michaelis [September 29] drei Gulden, der Gulden gerechnet zu 44 Böhmischen [Groschen], außerdem vier Maß Hafer, eine Meste (matzen) Hafer, vier Hähne und drei Hühner. Auf dieses Lehen verpflichtet sich Georg Budner mit dem Handeid; er wird überdies zur Treue angehalten und muss Steuern, das Besthaupt und Handlohn entrichten. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Friedrichs. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Johann Friedrich]
In der Urkunde mehrere Unterstreichungen, vermutlich von späterer Hand.
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.