Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er zwischen Wolf von Schaumberg (Schauwenberg) und Elisabeth (Elßbeten) von Berlichingen, mit Zustimmung ihrer Väter Veit von Schaumberg und Konrad von Berlichingen, Ritter, sowie weiterer Verwandter (guten frund) eine Ehe beredet hat. Konrad von Berlichingen soll seiner Tochter 1.000 Gulden zur Heimsteuer in barem Geld ausrichten, die Wolf ihr mit 1.000 Gulden widerlegen soll; daneben soll Wolf ihr eine Morgengabe von 350 Gulden reichen. Es folgen Bestimmungen u. a. zur Anlage des Wittums zu 5% Zins, zum Erbgang, zur Nutzung des Wittums, zum Wegzug der Margarethe nach etwaiger Wiederverheiratung, zur ihr dabei zustehenden Hälfte der Fahrhabe nebst Kleidung, Kleinodien und Schmuck, doch mit Ausnahme von Pfandschaften, Bargeld, Schulden und Heergewäte, wobei es mit dem Silbergeschirr "nach des lands zu Francken gewonheit und herkomen" gehalten werden soll, zum Witwensitz im Schloss zu Strössendorf (Stresendorff), zu weiteren Erbfällen sowie zum Verzicht der Margarethe auf ihr väterliches und mütterliches Erbe. Beide Parteien erhalten eine besiegelte Ausfertigung des Vertrags.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er zwischen Wolf von Schaumberg (Schauwenberg) und Elisabeth (Elßbeten) von Berlichingen, mit Zustimmung ihrer Väter Veit von Schaumberg und Konrad von Berlichingen, Ritter, sowie weiterer Verwandter (guten frund) eine Ehe beredet hat. Konrad von Berlichingen soll seiner Tochter 1.000 Gulden zur Heimsteuer in barem Geld ausrichten, die Wolf ihr mit 1.000 Gulden widerlegen soll; daneben soll Wolf ihr eine Morgengabe von 350 Gulden reichen. Es folgen Bestimmungen u. a. zur Anlage des Wittums zu 5% Zins, zum Erbgang, zur Nutzung des Wittums, zum Wegzug der Margarethe nach etwaiger Wiederverheiratung, zur ihr dabei zustehenden Hälfte der Fahrhabe nebst Kleidung, Kleinodien und Schmuck, doch mit Ausnahme von Pfandschaften, Bargeld, Schulden und Heergewäte, wobei es mit dem Silbergeschirr "nach des lands zu Francken gewonheit und herkomen" gehalten werden soll, zum Witwensitz im Schloss zu Strössendorf (Stresendorff), zu weiteren Erbfällen sowie zum Verzicht der Margarethe auf ihr väterliches und mütterliches Erbe. Beide Parteien erhalten eine besiegelte Ausfertigung des Vertrags.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 390
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1495 September 9 (uff mitwoch noch unser lieben frauwen tag nativitatis)
fol. 259v-261v [alt: 207v-209v]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Kopfregest: "Heyrats beredung zuischen Wolffen von Schauwenberg und Elßbethen von Berlichingen".
Berlichingen, Elisabeth von; m. Wolf von Schaumberg, erw. 1495
Schaumberg, Veit von; erw. 1495
Schaumberg, Wolf von; ux. Elisabeth von Berlichingen, -1529 (?)
Franken
Strössendorf : Altenkunstadt LIF
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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