Urk. 75
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Urk. 75
Stadtarchiv Geseke, Urkunden
Stadtarchiv Geseke, Urkunden >> 3. Urkunden des gemeinen Armenfonds >> 3.2 Stiftungen: Stiftung Rissing von 1568, Rumpsche Armenstiftung von 1579, Lapmansche Armenstiftung von 1595
1579 November 6 (am freitag nach dem fest Omnium sanctorum)
Archivale
Beschreibung: Vor dem Rat zu Geseke errichtet Bürgermeister Johann Rump eine ewige Armenspende aus einer auf die Stadt Geseke lautenden Verschreibung von 100 Goldgulden.Vor Peter Herbolt d. Ä., substituierten Bürgermeister, und dem Rat zu Geseke errichteten Johan Rump, regierender Bürgermeister, und seine Ehefrau Ursula [Laut Rückvermerk: Ursula Rissen] für die allgemeinen Armen binnen Geseke aus einer auf die Stadt Geseke lautenden Verschreibung über 100 Goldgulden Hauptsumme und 4 Goldgulden Zinsen eine ewige Spende, die in der Petrikirche an die Armen ausgezahlt werden soll und zwar für jeden Armen einen Wecken (ein wegge) von 2 Pfennigen oder, wenn diese wegen Teuerung nicht mehr gebacken werden, von 3 Pfennigen; die Austeilung, die sich zunächst die Eheleute vorbehalten, soll nach ihrem Tode vom Kirchspiel der Petrikirche vorgenommen werden. Der Älteste aus beider Eheleute Geschlecht soll jährlich bei der Austeilung einen Wecken für 6 Pfennige haben. Bei etwaiger Ablösung soll die Hauptsumme für denselben Zweck wieder angelegt werden. Unterschriften: Martinus Institorius secretarius et scriba communis juratus Gesicanus, manu propria subscripsit. Urschr. (dt.), Pergament
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:02 MEZ