Notariatsinstrument einer Protestation, in dem Notar Johann von Raesfeld bezeugt, dass vor ihm Heidenreich Droste, Amtmann zu Ahaus und Horstmar, Hermann von Velen, fürstlich-münsterischer Hofmarschall und Lic. Johann Schade als Abgeordnete und Bevollmächtigte des Bischof von Münster, der münsterischen Stände, des Kapitels und der Stadt Münster erschienen und angaben, dass Erbmarschall Gerhard Morrien und der Rat der Stadt Münster ihnen einen versiegelten Brief überreicht hätten, den ihnen Hermann von Mortzhausen zustellte und aus dem hervorgehe, dass Herzog Erich von Braunschweig-Lüneburg das Haus und die Herrschaft Werdt (Werth) für den König von Spanien auf Befehl des Ferdinando Àlvarez, Herzog von Alba, durch spanisches Kriegsvolk eingenommen und verwüstet habe. Da das Haus und der Flecken Werth ein stift-münsterisches Lehen sei, werde gegen dessen Eroberung protestiert und der Herzog von Alba gebeten, seine spanischen Truppen abzuziehen. Zeugen: Johann von Rhede, alter Bürgermeister, Wilhelm Ovelinnck, jetziger Bürgermeister, Henrich Smißken, Schöffe und Rentmeister zu Bocholt. Notariatsinstrument
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Notariatsinstrument einer Protestation, in dem Notar Johann von Raesfeld bezeugt, dass vor ihm Heidenreich Droste, Amtmann zu Ahaus und Horstmar, Hermann von Velen, fürstlich-münsterischer Hofmarschall und Lic. Johann Schade als Abgeordnete und Bevollmächtigte des Bischof von Münster, der münsterischen Stände, des Kapitels und der Stadt Münster erschienen und angaben, dass Erbmarschall Gerhard Morrien und der Rat der Stadt Münster ihnen einen versiegelten Brief überreicht hätten, den ihnen Hermann von Mortzhausen zustellte und aus dem hervorgehe, dass Herzog Erich von Braunschweig-Lüneburg das Haus und die Herrschaft Werdt (Werth) für den König von Spanien auf Befehl des Ferdinando Àlvarez, Herzog von Alba, durch spanisches Kriegsvolk eingenommen und verwüstet habe. Da das Haus und der Flecken Werth ein stift-münsterisches Lehen sei, werde gegen dessen Eroberung protestiert und der Herzog von Alba gebeten, seine spanischen Truppen abzuziehen. Zeugen: Johann von Rhede, alter Bürgermeister, Wilhelm Ovelinnck, jetziger Bürgermeister, Henrich Smißken, Schöffe und Rentmeister zu Bocholt. Notariatsinstrument
Fürstentum Münster Lehen 107 Nr. 1
B 022u Fürstbistum Münster, Lehnskammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Lehnskammer - Urkunden
1572 Dezember 12
Pergament
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Münster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Lehnskammer (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Lehnskammer / Urkunden (Bestand)