Hans Sessler aus Ansbach, wegen verschiedener strafbarer Handlungen auf Veranlassung der Räte zu Stuttgart gef., jedoch angesichts der lang erlittenen Gefängnishaft des strengen Rechts enthoben, schwört U. H. Sessler war gesättigt am So n. Ursula des Jahres 1535 (24. Okt.) mit anderen reisigen Knechten, die er zuvor rebellisch gemacht hatte, fluchend und schreiend vor das Haus von Conrad Heller gezogen, wo überwiegend die herzoglichen Räte speisten. Der Grund für dieses Vorgehen war die Kündigung des Essens um ... Pf für ihn und andere reisige Knechte durch Symon Koch, B. und Wirt zu Stuttgart. Vor dem Haus des C. Heller hatte der A. gedroht und sein Schwert oder Wehr "gestörtzt" sowie seinen Spießgesellen zugeschrien: "Her, Her, mir nach! Wir wollen mit den Räten fressen; ihnen das Fressen nehmen und ich will anrichten, Koch und Keller sein, auch die Schüssel zum Kern nehmen". Darauf ließen Potentiana Tenntzel, die Witwe des Kanzleischreibers Peter Tenntzel, und die Tochter des C. Heller aus Furcht vor Schlimmerem durch einen Knecht das Haus schließen. Der A. schmähte nun die beiden Frauen derart, daß ihn seine Gesellen zum Weggehen drängten. Jedoch sein ungebührliches Verhalten trieb ihn wieder nach dem Haus des S. Koch zurück und nur seinen Gesellen war es zu verdanken, daß er sein boshaftes Vorhaben nicht in die Tat umsetzen konnte, wodurch ein Auflauf entstanden wäre.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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