Politische und dienstliche Nachlässe: Georg Wilhelm Sante (Bestand)
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1150
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Bestände nichtstaatlicher Herkunft >> Familienarchive und Nachlässe >> Politische und dienstliche Nachlässe
1891-1977
Enthält: Die breit gestreute Tätigkeit Santes auf dem Gebiet der Wissenschaftsorganisation in lokalem, nationalem und internationalem Rahmen spiegelt der Nachlass wider. Dabei enthält der Bestand nicht nur die Akten aus Santes eigener Amtszeit, sondern in vielen Fällen auch die seiner Amtsvorgänger bzw. der verschiedenen Kommissionen und Vereine. Um auch diese Akten zugänglich zu machen, wurden sie in die Verzeichnung einbezogen. Einen weiteren Schwerpunkt von Santes Schaffen, der sich in dem Nachlass niederschlägt, bildeten die Herausgabe umfangreicher Sammelwerke und Gemeinschaftsarbeiten, darunter namentlich der Saar-Atlas, der Territorien-Ploetz und das Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Band Hessen.
Der Bestand enthält Materialien zur Tätigkeit im Saargebiet 1929-1935 und als Archivschutzbeauftragter in Belgien und Nordfrankreich im 2. Weltkrieg; Wissenschaftsorganisation in lokalem, nationalem und internationalem Rahmen; Verein deutscher Archivare, Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und landeskundlichen Institute, Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine (Akten aus der Tätigkeit als Vorsitzender, zum Teil mit Vorakten); Handakten zum Archivdienst in Wiesbaden.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde noch von Sante selbst in mehreren Ablieferungen an das Hauptstaatsarchiv abgegeben. Die Ordnung stammt im Wesentlichen von ihm.
Geschichte des Bestandsbildners: Prof. Dr. Georg Wilhelm Sante (geboren am 3. Oktober 1896 - verstorben am 11. März 1984), zuletzt Leiter des Hessischen Hauptstaatsarchivs in Wiesbaden bis zu seiner Pensionierung 1961. Er besuchte das Gymnasium in Elberfeld, studierte in Münster, München und Bonn, begann seine berufliche Tätigkeit als wissenschaftlicher Archivar im Jahr 1928 am gleichen Archiv. Bereits ein Jahr später, 1929, wurde er von dem Generaldirektor der preußischen Staatsarchive in Berlin an das Stadtarchiv Saarbrücken abgeordnet. Seine eigentliche Aufgabe dort war es, in dem vom Völkerbund verwalteten Saargebiet das Archivwesen und die wissenschaftliche Forschung seitens der preußischen Archivverwaltung zu koordinieren. Nach der Rückgliederung des Saargebietes 1935 kehrte Sante nach Wiesbaden zurück. Im Zweiten Weltkrieg war er vorwiegend als Referent für den Archivschutz beim Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich tätig. Nach dem Ende des Krieges kam er erneut nach Wiesbaden und übernahm dort, an dem nunmehr hessischen Staatsarchiv im Jahr 1947 die Leitung. Daneben versah er ab 1948 im hessischen Kultusministerium das Amt eines Referenten für das hessische Bibliotheks- und Archivwesen. 1961 ging Sante in Pension.
Findmittel: Findbuch von Hartmut Heinemann, 1985
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bearbeiter: Hartmut Heinemann, 1985
Der Bestand enthält Materialien zur Tätigkeit im Saargebiet 1929-1935 und als Archivschutzbeauftragter in Belgien und Nordfrankreich im 2. Weltkrieg; Wissenschaftsorganisation in lokalem, nationalem und internationalem Rahmen; Verein deutscher Archivare, Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und landeskundlichen Institute, Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine (Akten aus der Tätigkeit als Vorsitzender, zum Teil mit Vorakten); Handakten zum Archivdienst in Wiesbaden.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde noch von Sante selbst in mehreren Ablieferungen an das Hauptstaatsarchiv abgegeben. Die Ordnung stammt im Wesentlichen von ihm.
Geschichte des Bestandsbildners: Prof. Dr. Georg Wilhelm Sante (geboren am 3. Oktober 1896 - verstorben am 11. März 1984), zuletzt Leiter des Hessischen Hauptstaatsarchivs in Wiesbaden bis zu seiner Pensionierung 1961. Er besuchte das Gymnasium in Elberfeld, studierte in Münster, München und Bonn, begann seine berufliche Tätigkeit als wissenschaftlicher Archivar im Jahr 1928 am gleichen Archiv. Bereits ein Jahr später, 1929, wurde er von dem Generaldirektor der preußischen Staatsarchive in Berlin an das Stadtarchiv Saarbrücken abgeordnet. Seine eigentliche Aufgabe dort war es, in dem vom Völkerbund verwalteten Saargebiet das Archivwesen und die wissenschaftliche Forschung seitens der preußischen Archivverwaltung zu koordinieren. Nach der Rückgliederung des Saargebietes 1935 kehrte Sante nach Wiesbaden zurück. Im Zweiten Weltkrieg war er vorwiegend als Referent für den Archivschutz beim Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich tätig. Nach dem Ende des Krieges kam er erneut nach Wiesbaden und übernahm dort, an dem nunmehr hessischen Staatsarchiv im Jahr 1947 die Leitung. Daneben versah er ab 1948 im hessischen Kultusministerium das Amt eines Referenten für das hessische Bibliotheks- und Archivwesen. 1961 ging Sante in Pension.
Findmittel: Findbuch von Hartmut Heinemann, 1985
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bearbeiter: Hartmut Heinemann, 1985
11,0 lfm (314 Nummern)
Bestand
Literatur: Nachruf von F. Geisthardt, in: 'Nassauische Annalen', 95, 1984, S. 460.
Literatur: Nachruf von W.-H. Struck, in: 'Der Archivar', 37, 1984, Sp. 175-180.
Literatur: Nachruf von W.-H. Struck, in: 'Der Archivar', 37, 1984, Sp. 175-180.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ