Johannes Hope, Pfarrer der Pfarrkirche St. Vitus zu Schriesheim, Bürgermeister und Rat, Kirchengeschworene daselbst, und die Gemeinde zu Schriesheim bekunden, dass sie dem Ladenburger Bürger Peter Fisch (Fischen) und seiner Ehefrau Barbara eine ewige Gülte von 15 Malter Korn Heidelberger Maß um empfangene 150 Gulden verkauft haben. Der Verkauf zum Nutzen der Pfarrkirche ist mit Zustimmung Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz geschehen. Die Gülte ist an die Käufer, ihre Erben oder die Inhaber des Briefes jährlich zu Weihnachten nach Ladenburg, Weinheim oder Heidelberg auszurichten. Die Stadt verpflichtet sich bei Zahlungsversäumnis zum näher beschriebenen Einlager mit acht Bürgern, vier aus dem Rat und vier aus der Gemeinde, zu Ladenburg oder Heidelberg.
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Johannes Hope, Pfarrer der Pfarrkirche St. Vitus zu Schriesheim, Bürgermeister und Rat, Kirchengeschworene daselbst, und die Gemeinde zu Schriesheim bekunden, dass sie dem Ladenburger Bürger Peter Fisch (Fischen) und seiner Ehefrau Barbara eine ewige Gülte von 15 Malter Korn Heidelberger Maß um empfangene 150 Gulden verkauft haben. Der Verkauf zum Nutzen der Pfarrkirche ist mit Zustimmung Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz geschehen. Die Gülte ist an die Käufer, ihre Erben oder die Inhaber des Briefes jährlich zu Weihnachten nach Ladenburg, Weinheim oder Heidelberg auszurichten. Die Stadt verpflichtet sich bei Zahlungsversäumnis zum näher beschriebenen Einlager mit acht Bürgern, vier aus dem Rat und vier aus der Gemeinde, zu Ladenburg oder Heidelberg.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 814, 212
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam II (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1472 Januar 21 (off dinstag nach Fabiani und Sebastiani der heiligen merteler tage)
fol. 152r-153v [alt: 132r-133v]
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Johannes Hope, Pfarrer; Stadt Schriesheim
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Johannes Hope, Pfarrer; Stadt Schriesheim
Kopfregest: "Verwilligunge myns gnedigen herrn pfalczgrave das die von Schrießheim xv malter korngulte verkeuffen mogen".
Barbara; m. Peter Fisch zu Ladenburg, erw. 1472
Fisch, Peter; Bürger zu Ladenburg, erw. 1476
Hope, Johannes; Pfarrer zu St. Vitus zu Schriesheim, erw. 1472
Heidelberg HD
Ladenburg HD
Schriesheim HD
Weinheim HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:12 MESZ
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