Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass Johann Lehenner etliche Verschreibungen und Rechenschaften über 6.000 Gulden auf dem Erzstift Köln und ein Testament des verstorbenen Ritters Martin Rüschner (Ruschner), die dessen Bruder Hans Rüschner und seinen Erben zustehen, aufgrund von Entschädigung und Schulden (als sins erkanten und besatzten lidlons und schulde) innegehabt hatte. Der Pfalzgraf, der solcherlei Verschreibungen zu seinen Händen forderte, ist mit Johann Lehenner gütlich dahin übereingekommen, dass er ihm einen Teil der einzubringenden Schulden oder 200 Gulden im Voraus reichen wird. Dagegen hat Johann ihm die Verschreibungen und Gerechtigkeiten überantwortet, die auf einem Chirograph (kerffzettel) beschrieben sind. Kurfürst Philipp verspricht, Johann oder seinen Erben die zugesprochenen 200 Gulden zum nächsten Michaelistag [29.09.] zu reichen und andernfalls die Schriftstücke zurückzugeben.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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