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Karten und Pläne (Bestand)
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Kurzbeschreibung: Luftbildkarten ab ca. 1955, Deutsche Grundkarte, Karten Kreis Soest und Kreis Lippstadt, Straßenkarten, Landschaftspläne, Flächennutzungspläne, Pläne zum Kreishausbau Lippstadt (1969) und Kreishauserweiterungsbau Soest (1982), Pläne Villa Plange (auch Möbelentwürfe).
Vorwort: Der Bestand "K 1 - Karten und Pläne" wurde erst 2010 im Kreisarchiv verzeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Karten und Pläne unverzeichnet im Magazin und im Sammlungsbereich des Kreisarchivs.
Der Bestand umfasst über 4500 Karten und Pläne, ist nicht abgeschlossen, sondern erhält noch laufend Zuwachs. Er beinhaltet Karten und Pläne aus der Zeit 1901 - 2008, der überwiegende Teil jedoch ab 1945, 9 Karten sind aus der Zeit 1692 - 1892, bei 35 Karten und Plänen konnten keine Angaben zur Datierung gemacht werden, bzw. die Datierung konnte auch aus anderen Quellen des Kreisarchivs nicht ermittelt werden. Bei den Stadt- und Ortsplänen wurde als Hilfe zur Datierung der Online-Katalog der Deutschen Nationalbibliothek hinzugezogen, da viele Pläne auch in der Nationalbibliothek vorhanden und erfasst sind.
Bei Plänen zu kreiseigenen Gebäude wurden bereits verzeichnete Akten im Endarchiv und Akten im Zwischenarchiv zur Ermittlung der Datierung eingesehen. Es sind u.a. Karten und Pläne zu den kreiseigenen Gebäuden, aus dem Bereich Vermessungs- und Katasterwesen, Wasserwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, allgemeine Planungsgrundlagen und Verkehr vorhanden. Hinzu kommen Kreiskarten, Stadt- und Ortspläne, Wander- und Freizeitkarten sowie allgemeine Territorialkarten zu Deutschland und Westfalen.
Der größte Teil der Karten und Pläne sind die Luftbildpläne und die Deutsche Grundkarte, aus der Provenienz des Katasteramtes des Kreises Soest, welche als Auftragsangelegenheit nach Weisung des Landesvermessungsamtes dort bearbeitet wurden. Die Pläne und Zeichnungen zu den kreiseigenen Gebäuden stammen aus der Provenienz des jeweiligen Kreisbauamtes, viele wurden vom Kreisbauamt selbst angefertigt, einige andere von Architekten. Die Karten und Pläne aus den anderen Bereichen wie z.B. Wasserwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Verkehr, allgemeine Planungsgrundlagen, Neugliederung sind größtenteils aus amtlicher Provenienz (Kreisverwaltungen), es sind jedoch hierunter auch Karten und Pläne aus anderen Provenienzen zu finden, bei einigen wenigen Karten und Plänen lässt sich die Provenienz gar nicht mehr ermitteln. Die Baupläne und Zeichnungen zum kreiseigenen Gebäude Villa Plange (früher Wohnhaus Familie Plange) sind aus der Herkunft der Familie Plange selbst und wurden größtenteils vom Architekten Bruno Paul, Berlin, entworfen.
Im Frühjahr 2010 wurden die Karten und Pläne von Archivarin Iris Zwitzers gesichtet und anschließend ein Bewertungskonzept erstellt. Das Bewertungskonzept wurde von Kreisarchivarin Beatrix Pusch durchgesehen und anschließend für die weitere Bearbeitung freigegeben. Dann wurde eine Eingabemaske für das Programm Augias Archiv erstellt. Die Karten und Pläne wurden anschließend anhand des Bewertungskonzeptes bewertet und in das EDV-Programm Augias Archiv eingegeben. Die Luftbildkarten und die Deutsche Grundkarte wurden von Kira Knappkötter, Auszubildende für den Beruf Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv verzeichnet. Nach Verzeichnung der Karten und Pläne erfolgte die Erstellung der Klassifikation zusammen mit Kreisarchivarin Beatrix Pusch und die Klassifizierung der Karten und Pläne. Bei der Titelaufnahme der Karten und Pläne wurden die bereits vorhandenen Angaben übernommen, die Titelaufnahme orientierte sich an die Veröffentlichung von Johannes Papritz "Die Kartentitelaufnahme im Archiv", welche in der Fachwelt heute auch noch Anwendung findet.
Bei der Verzeichnung wurden Nummerblöcke gebildet, Nummern 1 - 1895, 4000 - 4313 sind die Luftbildpläne und die Deutsche Grundkarte, die Nummern ab 2101 - sind Karten und Pläne aus den anderen Themengebieten, die in die Stahlschränke im Sammlungsbereich eingelagert wurden und die Nummern ab 10000 sind Karten und Pläne im Großformat, welche separat im Sammlungsbereich lagern.
Vernichtet wurden insgesamt 409 Karten und Pläne, darunter vor allem Flächennutzungs- und Bebauungspläne der Städte und Gemeinden, Karten und Pläne, welche allgemeine Strukturdaten beinhalten sowie mehrfach vorhandene Kreiskarten, Heimatkarten, Freizeitkarten, sonstige Einzelfälle und Pläne, deren Informationen sich nicht deuten bzw. erschließen ließen.
Der Bestand steht grundsätzlich für die Benutzung offen, gesperrt sind jedoch noch viele amtliche Vermessungs- und Katasterkarten (Luftbildkarten, Deutsche Grundkarte) und wenige einzelne Karten, u.a. zu den kreiseigenen Hochbauten, aus dem Bereich Landschaftsplanung und Kultur- und Wasserbau.
Einige Karten und Pläne wurden bei der Aktenverzeichnung aus den jeweiligen Akten entnommen und in den Bestand K 1 - Karten und Pläne eingegliedert. Der Name des Bestandes, in welchem die Akte verzeichnet wurde und die entsprechende Nummer wurden in das Feld "Verweis" eingetragen.
Literatur:
Papritz, Johannes: Die Kartentitelaufnahme im Archiv. 3. Aufl. Marburg, 1977 (Veröffentlichungen der Archivschule Marburg - Institut für Archivwissenschaft; 3).
Wolfsberger, Christian: Eingabemaske zur Verzeichnung von (analogen) Karten (und Plänen) in Midosa-Online. Projektbericht über die Transferphase im Rahmen der Ausbildung für den höheren Archivdienst. 2002, Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.