Jörg Schall aus Michelau im Amt Schorndorf [Kr. Waiblingen], wegen mehrerer Wildfrevel im Schorndorfer und Reichenberger Forst zuerst zu Schorndorf, sodann zu Stuttgart gef., jedoch auf Fürbitten des strengen Rechts entledigt und wieder freigelassen, gelobt eidlich, der Herrschaft eine Geldstrafe von 20 lb h - die sich allerdings infolge seiner um 5 Wochen verlängerten Haft um 4 ß täglich auf 13 lb h ermäßigt - und seine Gefängniskosten zu bezahlen, sich allen Waidwerks zu enthalten, auf den württembergischen Forst und Wildbann sein Augenmerk zu richten und alle des Wildfrevels Verdächtigen unverzüglich dem Forstmeister, den Forstknechten oder Amtleuten anzuzeigen, über seine persönliche Befragung und andere Vorgänge im Gefängnis zu schweigen, auch seine Mitgesellen nicht zu warnen und endlich 100 fl Bürgschaft zu leisten und schwört U. Schall hatte in der verflossenen Zeit (während des spanischen Krieges, vor 9 Jahren, im vergangenen Jahr nach dem Hagel, um Weihnachten, im Frühjahr des laufenden Jahres) teils allein, teils zusammen mit Jakob Hos aus Steinenberg, auch Jörg Groß aus Klaffenbach, Hirsche, Bachen, Frischlinge u.a. Hochwild im Hochbronnenhau, bei der Steinbruck, im untern Hau, am Kindtsprung bei Necklinsberg (Reichenberger Forst), im Rentzenbühl, im Spitalhau, im Brandt und auf dem Hofstetter Äckerlein bei Waldenstein geschossen. Er hatte ferner von Haubenclos aus Steinenberg Wildbret von einem Schwein angenommen. Bürgen: Thomas Schall, Lienhard Schall, Thomas Sigwartt, Hans Sigwart, Hans Mörlin, alle aus Michelau, Nikolaus Schal aus Oberndorf [G. Rudersberg], Matthäus Mayer aus Untersteinenberg, Leonhard Schielin aus Hebsack, Hans Golch aus Oberurbach, Hans Gassenmeyer und Hans Schenberger aus Lippoldsweiler [Kr. Backnang].

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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