Gymnasium Adolfinum Bückeburg (Bestand)
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NLA BU, L 171
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Akten >> 1.2 Fachbehörden >> 1.2.6 Kirche und Schule
1601-1989
Bestandsgeschichte: Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg ließ 1614 in seiner neuen Residenz Bückeburg eine Lateinschule errichten, die nach Ernsts Tod (1622) an Bedeutung verlor. Erst als unter Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1748-1777) der Mathematiker und Philosoph Thomas Abbt 1766 als Patronus scholarum eine Schulordnung für die Gymnasien in Bückeburg und Stadthagen erließ, stieg das Niveau der Schule deutlich an. 1771 folgte ihm Johann Gottfried Herder im Amt. Unter Graf Philipp Ernst (1777-1787) und seinen Nachfolgern wurde die Modernisierung fortgesetzt. 1845 wurden Bürgerschule und Gymnasium organisatorisch getrennt. Das Gymnasium, das bis dahin dem Konsistorium unterstanden hatte, wurde 1873 der Aufsicht des preußischen Provinzialschulrats in Hannover unterstellt. 1876 erhielt die Schule ein neues Gebäude in der Ulmenallee. Seither wird die Schule nach dem Bauherrn, dem Fürsten Adolf Georg, "Gymnasium Adolfinum" genannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde neben dem humanistischen Zweig ein Realgymnasium eingerichtet; 1931 endete das klassische humanistische Gymnasium mit Latein als erster Fremdsprache. Die Stadthäger Schüler mussten in Bückeburg ihre Reifeprüfung ablegen, bis die Stadthäger Schule 1938 Vollanstalt wurde. Seit Ende der 20er Jahre nahm das Gymnasium auch Mädchen auf. 1947 wurde die Marienschule (benannt nach der Fürstin Maria zu Schaumburg-Lippe), die seit 1806 bestand, mit dem Adolfinum zusammengelegt. 1975 wurde das neue Gebäude an den Hofwiesen bezogen. Schulträger war bis 1974 das Land, seither der Landkreis. - Der ältere Teil der Schulbibliothek ist in der Dienstbibliothek des Niedersächsischen Landesarchivs-Standort Bückeburg unter der Signatur "Gym Büc" aufgestellt . Der Bestand trug früher die Bestandssignatur Dep. 31. Die Archivierung erfolgt nach den Vorgaben des Runderlasses des Niedersächsischen Kultusministeriums vom
Bestandsgeschichte: 28.2.1996.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestandsgeschichte: 28.2.1996.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:33 MESZ