Die Pfleger Georg Friedrich Harsdörfer und Johann Daniel Fingerlin sowie der Hofmeister Markus Rudolf Schrem des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] verleihen Jakob Reißer von Stetten [Gde. Achstetten/Lkr. Biberach ?] auf Lebenszeit einen Hof des Spitals in Gögglingen, den zuvor Johann Dilger bewirtschaftet hat. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 51 Jauchert Äcker, 17,5 Tagwerk Mähder und 4 Jauchert Wald. Er ist verpflichtet, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und darf nichts von seinen Zugehörungen verpfänden oder verkaufen. Aus dem zu dem Hof gehörenden Wald darf er nur Holz für den Eigenbedarf auf dem Hof holen. Trifft er auf jemanden, der dort Schaden anrichtet, dann soll er ihm ein Pfand abnehmen und dieses mit dem Namen des Gepfändeten den Pflegern und dem Hofmeister übergeben. Dem Spital hat er von dem Hof jährlich 17 Imi Roggen und 16 Imi Hafer Ulmer Maß, 3 Pfund und 12 Schilling Heller Heugeld, 4 Herbsthühner, 2 Fastnachtshühner und 100 Eier nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung und nach seinem Tod fällt der Hof an das Spital zurück. Wenn er den Hof vorzeitig verlässt und nach seinem Tod stehen diesem außerdem 3 Pfund und 12 Schilling Heller als Weglöse zu.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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