Bischof Ferdinand von Paderborn bestätigt den Jurisdiktionsvergleich zwischen dem Oberamtshaus Dringenberg und dem Stift Heerse (Neuenheerese). Die Landeshoheit, Ober- und Kriminalgerichtsbarkeit sowie das Freistuhlgericht in Neuen- und Altenheerse sowie Kühlsen stehen dem Landesherren zu, die Ungerichtsbarkeit innerhalb der Zäune der drei Orte dem Stift Heerse. Die strittige Untergerichtsbarkeit in der Feldmark der drei Orte, worüber schon zur Zeit des Kurfürsten Ferdinand von Köln, Bischofs von Paderborn, verhandelt wurde, wird von den Parteienvertretern Rat, Oberamtmann und Drost zu Dringenberg, Gottschalk von Niehausen, und dem Rentmeister Wilhelm Hersing von Seiten des Oberamts, der Äbtissin Claudia Seraphia, Gräfin von Wolkenstein,. der Pröpstin Hilborg Fuchs und der Dechantin Ursula Freifrau von Fürstenberg von Seiten des Stifts sowie des Offizials, Generalvikars und Dechanten zu Busdorf Dr. Hermann Herting, Dr. Friedrich Weltermanns, Syndikus des Domkapitels und Hofgerichtsassessor, auch Jodocus Everhardus Werneking, Pastor zu Heerse, sowie unter Vermittlung des Domdechanten Caspar Philipp von Ketteler, Simon Moritz von der Lippes und Franz Wilhelms Freiherrn von Fürstenberg, Deutschordensritter und Komtur zu Brakel, dahin entschieden, daß die Untergerichtsbarkeit in der Feldmark der drei Orte konkurrierend sein soll und die Strafgelder (Brüchten) aufgeteilt werden sollen. Die Appellationen werden festgelegt. SA des Ausstellers, des Domkapitels, der Äbtissin und des Stifts Neuenheerse, auch Unterschriftsankündigung. US des Fürstbischofs, des Domdechanten, der Äbtissin und der Dechantin