König Philipp von Spanien als Herzog von Brabant fordert den Prämonstratenser Dr. theol. Thomas Ham auf, das Kloster St. Gerlach in Ruhe zu lassen. König Philipp von Spanien als Herzog von Brabant an den obersten Türwärter von Brabant oder Obermaas: Herr Jakob Panhuys, Abt von Steinfeld, und Herr Jan Portsen, Propst von St. Gerlach (Ghierlach) im Land Valkenburg (Valckenborch) , haben um folgendes gebeten: Der Steinfelder Abt Gotthard von Kessel war vom Generalkapitel mit der Visitation und Reform des Klosters St. Gerlach beauftragt worden. Die Jungfrauen hatten die Reform auch angenommen, und Heinrich Ellens war Propst geworden, nach ihm Heinrich Waner, danach Gielis Bruyne und danach Jan Poertzen. Dieser reformierte Zustand blieb, bis er vor etwa einem halben Jahr gestört wurde: Thomas Ham, Dr. theol., OPraem., aus Frankreich schrieb den Jungfrauen nämlich, dass sie ihr Kloster verlassen und ihre Freunde besuchen dürften, was doch gegen ihre Gelübde ist. Die Supplikanten bitten nun um Briefe gegen Thomas Ham, der die Disziplin des Klosters zu untergraben suche, wie sie am 1. September 1522 von seinem Vorgänger [vgl. Urkunde Nr. 195] ausgestellt wurden. Thomas Ham wird aufgefordert, das Kloster in Ruhe zu lassen.