Lahner, Andreas (1837-1911) (Bestand)
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Rep. 70 NLT 7
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[1674] 1853 - 1905
Vorwort: 1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Die privaten Unterlagen des Domkapitulars Andreas Lahner (1837-1911) wurden aus dem im Erzbischöflichen Ordinariat gebildeten Personalakt im Zuge der Provenienzbereinigung entnommen und dem Bestand Nachlassteile zugeordnet.
Der knapp zwei Archivschachteln umfassende Bestand enthält wichtige Studienpapiere aus der Zeit Lahners am Germanicum in Rom, Ernennungsschreiben für kirchliche Ämter und Lehrstellen, Forschungsarbeiten zu den Bamberger Klöstern St. Klara, Heilig-Grab und Michaelsberg sowie eine umfassende Sammlung von Notizen und Exzerpten in lateinischer, italienischer, französischer, englischer und deutscher Sprache mit genauer Quellenangabe. Die Eintragungen dieser philosophisch-theologischen Betrachtungen zu bestimmten Stichwörtern und Begriffen hat Lahner immer mit einer Orts- und Datumsangabe abgeschlossen.
Neben diesen ausschließlich Lahner zuzuordnenden Unterlagen befinden sich auch noch Unterlagen mit fremder Handschrift im Nachlassteil. Die Aufzeichnungen zum Freimaurerwesen (Nr. 19-21) stammen wahrscheinlich von Domvikar Johann Wenzel (1843 - 1911; 1887-1898 Reichstagsabgeordneter); so befinden sich z.B. Papierbögen mit dem Papiersiegel des Reichstags und eine auf Johann Wenzel ausgeschriebene Quittung in der Materialsammlung. Andreas Lahner war Testamentsvollstrecker von Johann Wenzel und ist vielleicht auf diesem Wege zu den Aufzeichnungen gekommen. Das Literatur- und Quellenverzeichnis für fränkische Regesten (Nr. 18) könnte Lahner in seiner Funktion als Vorsitzender des Historischen Vereins Bamberg erhalten haben.
2. Zur Person
Andreas Lahner wurde am 21. Dezember 1837 in Lichtenfels geboren. Am 02. Juni 1860 wurde er zum Priester geweiht. Er war zunächst Kooperator in Banz und Kaplan in Erlangen. 1865 wurde er Kuratus im Bamberger Krankenhaus, 1867 Subregens im Priesterseminar. Seit 1869 war er Professor am Lyzeum in Bamberg, bevor er 1876 Pfarrer in Trunstadt und 1885 Kuratus in Bamberg St. Michael wurde. Zum 07. Oktober 1895 wurde er zum Domkapitular in Bamberg ernannt (u.a. Summus Custos). Andreas Lahner verstarb am 25. Juni 1911.
Neben den oben aufgeführten Ämtern hatte er noch folgende Ämter inne:
Vorstand der Taubstummenanstalt, Vorstand der St. Josephsanstalt, Vorstand der St. Elisabethenanstalt, Vorstand des Historischen Vereins Bamberg
4. Quellen- und Literaturhinweise
4.1. Quellenhinweise
AEB, Rep. 2
Darüber hinaus müssten auch die Bestände der Institutionen beachtet werden, in denen Lahner tätig war (s. 2. Zur Person)
4.2. Literaturhinweise
Josef Urban: Das Priesterseminar und die Bamberger Theologie im 19. Jahrhundert. In: Seminarum Ernestinum. 400 Jahre Priesterseminar Bamberg. Hrsg. v. Michael Hofmann u.a.. Bam-berg 1986, S. 183 ff.
Derselbe: Die Bamberger Kirche in Auseinandersetzung mit dem Ersten Vatikanischen Konzil. Bamberg 1982 (Berichte des Historischen Vereins Bamberg, Beiheft 15)
Friedrich Wachter: General-Personal-Schematismus der Erzdiözese Bamberg 1007-1907. Bamberg 1908.
5. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 7, Nr. ...
Die privaten Unterlagen des Domkapitulars Andreas Lahner (1837-1911) wurden aus dem im Erzbischöflichen Ordinariat gebildeten Personalakt im Zuge der Provenienzbereinigung entnommen und dem Bestand Nachlassteile zugeordnet.
Der knapp zwei Archivschachteln umfassende Bestand enthält wichtige Studienpapiere aus der Zeit Lahners am Germanicum in Rom, Ernennungsschreiben für kirchliche Ämter und Lehrstellen, Forschungsarbeiten zu den Bamberger Klöstern St. Klara, Heilig-Grab und Michaelsberg sowie eine umfassende Sammlung von Notizen und Exzerpten in lateinischer, italienischer, französischer, englischer und deutscher Sprache mit genauer Quellenangabe. Die Eintragungen dieser philosophisch-theologischen Betrachtungen zu bestimmten Stichwörtern und Begriffen hat Lahner immer mit einer Orts- und Datumsangabe abgeschlossen.
Neben diesen ausschließlich Lahner zuzuordnenden Unterlagen befinden sich auch noch Unterlagen mit fremder Handschrift im Nachlassteil. Die Aufzeichnungen zum Freimaurerwesen (Nr. 19-21) stammen wahrscheinlich von Domvikar Johann Wenzel (1843 - 1911; 1887-1898 Reichstagsabgeordneter); so befinden sich z.B. Papierbögen mit dem Papiersiegel des Reichstags und eine auf Johann Wenzel ausgeschriebene Quittung in der Materialsammlung. Andreas Lahner war Testamentsvollstrecker von Johann Wenzel und ist vielleicht auf diesem Wege zu den Aufzeichnungen gekommen. Das Literatur- und Quellenverzeichnis für fränkische Regesten (Nr. 18) könnte Lahner in seiner Funktion als Vorsitzender des Historischen Vereins Bamberg erhalten haben.
2. Zur Person
Andreas Lahner wurde am 21. Dezember 1837 in Lichtenfels geboren. Am 02. Juni 1860 wurde er zum Priester geweiht. Er war zunächst Kooperator in Banz und Kaplan in Erlangen. 1865 wurde er Kuratus im Bamberger Krankenhaus, 1867 Subregens im Priesterseminar. Seit 1869 war er Professor am Lyzeum in Bamberg, bevor er 1876 Pfarrer in Trunstadt und 1885 Kuratus in Bamberg St. Michael wurde. Zum 07. Oktober 1895 wurde er zum Domkapitular in Bamberg ernannt (u.a. Summus Custos). Andreas Lahner verstarb am 25. Juni 1911.
Neben den oben aufgeführten Ämtern hatte er noch folgende Ämter inne:
Vorstand der Taubstummenanstalt, Vorstand der St. Josephsanstalt, Vorstand der St. Elisabethenanstalt, Vorstand des Historischen Vereins Bamberg
4. Quellen- und Literaturhinweise
4.1. Quellenhinweise
AEB, Rep. 2
Darüber hinaus müssten auch die Bestände der Institutionen beachtet werden, in denen Lahner tätig war (s. 2. Zur Person)
4.2. Literaturhinweise
Josef Urban: Das Priesterseminar und die Bamberger Theologie im 19. Jahrhundert. In: Seminarum Ernestinum. 400 Jahre Priesterseminar Bamberg. Hrsg. v. Michael Hofmann u.a.. Bam-berg 1986, S. 183 ff.
Derselbe: Die Bamberger Kirche in Auseinandersetzung mit dem Ersten Vatikanischen Konzil. Bamberg 1982 (Berichte des Historischen Vereins Bamberg, Beiheft 15)
Friedrich Wachter: General-Personal-Schematismus der Erzdiözese Bamberg 1007-1907. Bamberg 1908.
5. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 7, Nr. ...
32 VEs
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ