Nachlass Otto Wacker (1899-1940): Badischer Kultusminister (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Wacker, Otto
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Nachlässe >> Politische Nachlässe >> Wacker, Otto
Inhalt und Bewertung
Zusammenstellung über Einberufung, Dienstverhältnis und Ausscheiden aus dem Reichserziehungsministerium; Hinterbliebenenversorgung
Vorbemerkung: Otto Wacker wurde am 6. August 1899 in Offenburg geboren. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg und dem Studium in Karlsruhe (Architektur) und Freiburg (Philosophie, Literatur- und Kunstgeschichte, Germanistik) wurde er 1927 in Freiburg mit einer literaturgeschichtlichen Arbeit über Johann Fischart zum Dr. phil. promoviert. Zu dieser Zeit gehörte er bereits der NSDAP an und übernahm die hauptamtliche Schriftleitung von deren Organ "Der Führer". In dieser Eigenschaft wurde er wegen seiner starken Polemik gegen Andersdenkende in mehreren Strafverfahren v.a. wegen Beleidigung belangt (s. v.a. GLA 309 Nr. 1112, 1124, 1171-1173). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde er Badischer Kultus- und auch Justizminister. Kultusminister blieb er bis zu seinem Tod, Justizminister bis zur Verreichlichung der Justizverwaltungen der Länder mit Ablauf des Jahres 1934. Im Jahr 1937 wurde er zusätzlich Abteilungsleiter im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, aus dem er 1939 wieder ausschied. Otto Wacker starb am 14. Februar 1940 in Karlsruhe. Der kleine Nachlass Otto Wacker gelangte im Januar 2016 als Schenkung seiner Schwiegertochter ins Generallandesarchiv. Der überwiegende Teil der Unterlagen ist nach Wackers Tod entstanden und betrifft die Versorgung seiner Hinterbliebenen, was den Wert des Nachlasses nicht mindert: die Unterlagen dokumentieren in herausragender Weise das schwierige Erbe des "Dritten Reichs". Karlsruhe, im Februar 2016 Dr. Martin Stingl
Zusammenstellung über Einberufung, Dienstverhältnis und Ausscheiden aus dem Reichserziehungsministerium; Hinterbliebenenversorgung
Vorbemerkung: Otto Wacker wurde am 6. August 1899 in Offenburg geboren. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg und dem Studium in Karlsruhe (Architektur) und Freiburg (Philosophie, Literatur- und Kunstgeschichte, Germanistik) wurde er 1927 in Freiburg mit einer literaturgeschichtlichen Arbeit über Johann Fischart zum Dr. phil. promoviert. Zu dieser Zeit gehörte er bereits der NSDAP an und übernahm die hauptamtliche Schriftleitung von deren Organ "Der Führer". In dieser Eigenschaft wurde er wegen seiner starken Polemik gegen Andersdenkende in mehreren Strafverfahren v.a. wegen Beleidigung belangt (s. v.a. GLA 309 Nr. 1112, 1124, 1171-1173). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde er Badischer Kultus- und auch Justizminister. Kultusminister blieb er bis zu seinem Tod, Justizminister bis zur Verreichlichung der Justizverwaltungen der Länder mit Ablauf des Jahres 1934. Im Jahr 1937 wurde er zusätzlich Abteilungsleiter im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, aus dem er 1939 wieder ausschied. Otto Wacker starb am 14. Februar 1940 in Karlsruhe. Der kleine Nachlass Otto Wacker gelangte im Januar 2016 als Schenkung seiner Schwiegertochter ins Generallandesarchiv. Der überwiegende Teil der Unterlagen ist nach Wackers Tod entstanden und betrifft die Versorgung seiner Hinterbliebenen, was den Wert des Nachlasses nicht mindert: die Unterlagen dokumentieren in herausragender Weise das schwierige Erbe des "Dritten Reichs". Karlsruhe, im Februar 2016 Dr. Martin Stingl
7 Archivalieneinheiten
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ