Rede von Wilhelm Rehm auf der zweiten Gautagung der "Deutschen Christen" in Marbach am Neckar
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/004 A110008/118
_Nr. 20/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/004 Landeskirchliches Archiv Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg)
Landeskirchliches Archiv Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) >> Oberkirchenrat
12. Mai 1935
Rede von Wilhelm Rehm, Pfarrer und Landesleiter Württemberg der "Deutschen Christen", auf der zweiten Gautagung der "Deutschen Christen" in Marbach am Neckar:
"Partei- und Kampfgenossen und Genossinnen zum zweiten Mal habe ich die Deutschen Christen Württembergs in diesem Jahre hierher nach Marbach der Gedenkstätte des schwäbischen Freiheitdichters Schiller zur großen Gautagung zusammengerufen... noch mehr solche Gautagungen wir abhalten werden (Bravorufe), denn dass was einst unserem Schiller gefehlt hat, einer kommenden Zukunft den Durchbruch zu erkämpfen in Nation und Volk, das befehlt auch uns Deutschen Christen, die wir aus dem nationalsozialistischen Erlebnis aufgebrochen sind, um dem neuen Werben in Volk und Recht, dem Erwachen unserer deutschen Volksseele auch einen Durchbruch zu verschaffen. Dort wo bis zum heutigen Tage, die Gestrigen und Ewiggestrigen noch ihre Herrschaft ausüben und glauben in diesem Raum des Kirchentums noch eine Domäne, noch ein Bollwerk für die erhalten zu können in Deutschland, die mit dem neuen Geist und mit dem neuen Leben sich nicht befreunden zu können...
in unserer germanischen Rasse...
...einsetzen Mann für Mann für die neue Kirche, die gebaut werden muss, für die neue Kirche, die nicht neben dem Volk steht, sondern die unserem Volk Herz, Seele, Heimat und Gewissen ist, für diese neue Kirche, in der das Evangelium, das ewige Wort Gottes, so verkündigt wird, wie es der deutsche Volksgenosse unserer Zeit verstehen kann, in der das Evangelium so gepredigt wird und in der, das ganze kirchliche Leben so gestaltet wird, dass es nicht blos Dienst zur Selbsterhaltung einer Priesterarostokratie und eines klerikalen Kirchentums, das eine Herrschaft im Staate und über dem Staate aufrichten will....
wir kämpfen weiter dagegen, dass ausgerechnet diese Bekenntniskreise über das deutsche Volk in aller Welt diese furchtbare kulturelle Erniedrigung bringen, dass sie im deutschen Protestantismus nun ausgerechnet wiederum mittelalterliche römische Methoden einführen und selbst dieses kirchliche Leben des deutschen Protestantismus verkatholisieren... wir wollen endlich die Kirche schaffen, die Luther uns Deutschen in der Reformation schenken wollte (Bravorufe)....
dass der Kastengeist und der Klassengeist überwunden wird...
denn wenn die Kirche des alten Systems ihre Pflicht und Schuldigkeit am deutschen Volk getan hätte, dann wäre das deutsche Volk niemals die Beute des Antichristentums und des Bolschewismus in dem Maße zusammen (Bravorufe und Beifallklatschen)...
denn Gott, der unserem Volk diese große und herrliche Zeit geschenkt hat, der will nicht, dass dieses Volk das er durch den Dienst und Kampf des Gefreiten Adolf Hitlers einigen ließ durch die Pfarrer und Pfaffen verschweinert wird (Bravorufe und Beifallklatschen)... Kirche und Volk zusammenstehen... [Schluss der Ansprache: Zuschauer rufen "Heil"]
[Aufnahme enthält kurze Unterbrechungen von 0:03:45 - 0:04:07, 0:05:50 - 0:06:05, 0:09:40 - 0:09:53]
"Partei- und Kampfgenossen und Genossinnen zum zweiten Mal habe ich die Deutschen Christen Württembergs in diesem Jahre hierher nach Marbach der Gedenkstätte des schwäbischen Freiheitdichters Schiller zur großen Gautagung zusammengerufen... noch mehr solche Gautagungen wir abhalten werden (Bravorufe), denn dass was einst unserem Schiller gefehlt hat, einer kommenden Zukunft den Durchbruch zu erkämpfen in Nation und Volk, das befehlt auch uns Deutschen Christen, die wir aus dem nationalsozialistischen Erlebnis aufgebrochen sind, um dem neuen Werben in Volk und Recht, dem Erwachen unserer deutschen Volksseele auch einen Durchbruch zu verschaffen. Dort wo bis zum heutigen Tage, die Gestrigen und Ewiggestrigen noch ihre Herrschaft ausüben und glauben in diesem Raum des Kirchentums noch eine Domäne, noch ein Bollwerk für die erhalten zu können in Deutschland, die mit dem neuen Geist und mit dem neuen Leben sich nicht befreunden zu können...
in unserer germanischen Rasse...
...einsetzen Mann für Mann für die neue Kirche, die gebaut werden muss, für die neue Kirche, die nicht neben dem Volk steht, sondern die unserem Volk Herz, Seele, Heimat und Gewissen ist, für diese neue Kirche, in der das Evangelium, das ewige Wort Gottes, so verkündigt wird, wie es der deutsche Volksgenosse unserer Zeit verstehen kann, in der das Evangelium so gepredigt wird und in der, das ganze kirchliche Leben so gestaltet wird, dass es nicht blos Dienst zur Selbsterhaltung einer Priesterarostokratie und eines klerikalen Kirchentums, das eine Herrschaft im Staate und über dem Staate aufrichten will....
wir kämpfen weiter dagegen, dass ausgerechnet diese Bekenntniskreise über das deutsche Volk in aller Welt diese furchtbare kulturelle Erniedrigung bringen, dass sie im deutschen Protestantismus nun ausgerechnet wiederum mittelalterliche römische Methoden einführen und selbst dieses kirchliche Leben des deutschen Protestantismus verkatholisieren... wir wollen endlich die Kirche schaffen, die Luther uns Deutschen in der Reformation schenken wollte (Bravorufe)....
dass der Kastengeist und der Klassengeist überwunden wird...
denn wenn die Kirche des alten Systems ihre Pflicht und Schuldigkeit am deutschen Volk getan hätte, dann wäre das deutsche Volk niemals die Beute des Antichristentums und des Bolschewismus in dem Maße zusammen (Bravorufe und Beifallklatschen)...
denn Gott, der unserem Volk diese große und herrliche Zeit geschenkt hat, der will nicht, dass dieses Volk das er durch den Dienst und Kampf des Gefreiten Adolf Hitlers einigen ließ durch die Pfarrer und Pfaffen verschweinert wird (Bravorufe und Beifallklatschen)... Kirche und Volk zusammenstehen... [Schluss der Ansprache: Zuschauer rufen "Heil"]
[Aufnahme enthält kurze Unterbrechungen von 0:03:45 - 0:04:07, 0:05:50 - 0:06:05, 0:09:40 - 0:09:53]
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Landeskirchliches Archiv Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg)
Bild-/Tonträger: Kopie von Tonband
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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