von Benitz (Paynitz, Hans Peinitz) (Schlesien)
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XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67
XX. HA, Adelsarchiv Adelsarchiv
Adelsarchiv >> 26 Unklassifiziert
1532 September 26
Enthält: fol. 20-21v:
Hans [von] Rechenberg, Ritter auf Freystadt, Schlawa und [Dt.] Wartenberg, königlich- [böhmischer] Kriegsrat, an Herzog Albrecht:
Bestätigt den Eingang des herzoglichen Schreibens [von 1532 August 15, Nr. X1155] mit der Bitte Albrechts, ihm häufig zu schreiben. Die Verwandten [von Gertrud Peinitz, geb. von Rechenberg] haben sich auf die ihnen vom Herzog übersandten Antworten an sie alle und an Hans von Rechenberg [Nr. X1153, X1155] in Sachen seines Schwagers Hans Peinitz entschlossen, den Herzog nochmals in einem Fürschreiben, das er mitsendet [Nr. X1123], um Gnade [für Peinitz] zu bitten, und haben vorläufig auf die Erwirkung königlicher und fürstlicher Fürschreiben, die sie aufgrund ihres Ansehens hätten erlangen können, verzichtet. Vor Abfertigung des Briefboten ist Hans Peinitz zu Hans von Rechenberg gekommen, der für sein durch die herzogliche Ungnade verursachtes Elend Mitleid empflindet; Verweis auf das beiliegende Schreiben von Hans Peinitz [Nr. X1122]. Es ist menschlich, natürlich und vernünftig, dass ein Mensch durch den Unfall eines anderen zum Mitleid bewegt wird und ihm hilft, [seine Situation] zum Besten zu wenden. Dies gebührt vor allem Christen, denen von ihrem Meister und Herrn [Jesus Christus] auferlegt wurde, Barmherzigkeit zu üben. Von Rechenberg appelliert daher an den Herzog, um seiner Freundschaft und Fürbitte willen seinen Schwager von dessen Verpflichtung (bestrickung) zu entbinden und ihm als sein gnädiger Fürst sein erkauftes Gut [Mensguth] gemäß seiner Verschreibung [von 1531 Juni 17, Nr. X1107] zu belassen. Bittet außerdem angesichts dessen, dass seine Verwandte (freundin) [Gertrud Peinitz] unter die Vormundschaft des Herzogs gestellt wurde und Albrecht ihr zugesichert hat, sie allenthalben gut zu versorgen, sie auch durch seine Genehmigung ihr Leibgedinge erhalten hat, darum, sie, die durch den Unfall ihres Mannes schwer mit Bekümmernis und Trübsal beladen ist, im ungestörten Besitz ihrer Güter zu lassen, um einen befürchteten, durch den Kummer verursachten Unfall [von Gertrud Peinitz] zu verhüten.
Am dornstage vor Remigii.
Ausfertigung in XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67, fol. 20-21v, 1 Bogen, folio, 22x29-29,5 cm, fol. 22v: Außenadresse, Betreff und Datumsvermerk. Mit dem Schreiben wurden die Supplk des Hans Peinitz von [1532 vor September 26] (X1122) und das Schreiben der Verwandten von Gertrud Peinitz, geb. von Rechenberg von 1532 September 4 (X1123) an Herzog Albrecht mitübersandt.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67.
Hans [von] Rechenberg, Ritter auf Freystadt, Schlawa und [Dt.] Wartenberg, königlich- [böhmischer] Kriegsrat, an Herzog Albrecht:
Bestätigt den Eingang des herzoglichen Schreibens [von 1532 August 15, Nr. X1155] mit der Bitte Albrechts, ihm häufig zu schreiben. Die Verwandten [von Gertrud Peinitz, geb. von Rechenberg] haben sich auf die ihnen vom Herzog übersandten Antworten an sie alle und an Hans von Rechenberg [Nr. X1153, X1155] in Sachen seines Schwagers Hans Peinitz entschlossen, den Herzog nochmals in einem Fürschreiben, das er mitsendet [Nr. X1123], um Gnade [für Peinitz] zu bitten, und haben vorläufig auf die Erwirkung königlicher und fürstlicher Fürschreiben, die sie aufgrund ihres Ansehens hätten erlangen können, verzichtet. Vor Abfertigung des Briefboten ist Hans Peinitz zu Hans von Rechenberg gekommen, der für sein durch die herzogliche Ungnade verursachtes Elend Mitleid empflindet; Verweis auf das beiliegende Schreiben von Hans Peinitz [Nr. X1122]. Es ist menschlich, natürlich und vernünftig, dass ein Mensch durch den Unfall eines anderen zum Mitleid bewegt wird und ihm hilft, [seine Situation] zum Besten zu wenden. Dies gebührt vor allem Christen, denen von ihrem Meister und Herrn [Jesus Christus] auferlegt wurde, Barmherzigkeit zu üben. Von Rechenberg appelliert daher an den Herzog, um seiner Freundschaft und Fürbitte willen seinen Schwager von dessen Verpflichtung (bestrickung) zu entbinden und ihm als sein gnädiger Fürst sein erkauftes Gut [Mensguth] gemäß seiner Verschreibung [von 1531 Juni 17, Nr. X1107] zu belassen. Bittet außerdem angesichts dessen, dass seine Verwandte (freundin) [Gertrud Peinitz] unter die Vormundschaft des Herzogs gestellt wurde und Albrecht ihr zugesichert hat, sie allenthalben gut zu versorgen, sie auch durch seine Genehmigung ihr Leibgedinge erhalten hat, darum, sie, die durch den Unfall ihres Mannes schwer mit Bekümmernis und Trübsal beladen ist, im ungestörten Besitz ihrer Güter zu lassen, um einen befürchteten, durch den Kummer verursachten Unfall [von Gertrud Peinitz] zu verhüten.
Am dornstage vor Remigii.
Ausfertigung in XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67, fol. 20-21v, 1 Bogen, folio, 22x29-29,5 cm, fol. 22v: Außenadresse, Betreff und Datumsvermerk. Mit dem Schreiben wurden die Supplk des Hans Peinitz von [1532 vor September 26] (X1122) und das Schreiben der Verwandten von Gertrud Peinitz, geb. von Rechenberg von 1532 September 4 (X1123) an Herzog Albrecht mitübersandt.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
2025-08-20T13:32:45+0200