Hengin Scheffer, wohnhaft zu Elz ('Elsse'), und seine Frau Elsgin verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des St. Lubentiusstifts in Dietkirchen zur Präsenz für 40 Gulden zu je 24 Weißpfennig Rädermünze, die diese ihnen bezahlt haben, 2 Gulden ewiger Pfenniggülte guter alter Limburger Währung, die sie jährlich dem Stift oder dessen Präsenzmeister aus einer Hand unverteilt am 21. Dezember ('uff sent Thomas dag des helgen aposteln') entrichten sollen, aus folgenden Gütern: 'item uff 3 m. landes in Elsser felde gelegen an der Wolffeskuten uff unserm genedigen hern von Trier und under den von Berpach. Item uff 3 sd. landes gelegen by dem Holgin an mynem hern von Trier. Item uff 1/2 m. landes gelegen hynset der Dreyspach uff unser lyeben frauwen von Hadamer. Item uff 1/2 m. landes gelegen oben yn der Dreyspach und stosset zu waltwege zu under unser lieben frauwen von Hadamer'. Sie haben diese Güter, die freies Eigen sind und nur den Zehnten geben und die unverteilt und unbelastet bleiben sollen, vor Enders Stude, Schultheiß zu Elz, sowie Heyntzgin von Drosten und Dyle Tzutzemer, Schöffen daselbst, und vor deren übrigen Mitgesellen, die Zeugnis ('urkondt') der Wahrheit empfangen haben, (aufgetragen). Bei Leistungsversäumnis soll das Stift die Gülte auf Kosten der Aussteller ein- oder zweimal durch Boten mündlich oder schriftlich einmahnen. Leisten sie dann nicht sogleich, so kann es die Güter mit aller Besserung, wie am Gericht zu Elz rechtsüblich, an sich nehmen, indem es dem Schultheißen sein Recht gibt und sich darin für die Hauptsumme, den Gültrückstand und den Schaden gerichtlich einsetzen läßt. Sie geloben, Jahr und Tag gute Währschaft zu leisten, wie in jenem Gericht rechtsüblich. - Siegel des Enders Stude von Herborn, Schultheiß zu Elz.