Nachlass Dr. Wilhelm Schöneck, Regierungspräsident in Stuttgart (1902-1974) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 703
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nachlässe (ohne Deposita)
1945-1967
Überlieferungsgeschichte
Wilhelm Schöneck (1902-1974) ließ sich nach Tätigkeit als Justitiar 1934 in Stuttgart als Rechtsanwalt nieder. 1941 wurde er zum Polizeipräsidium Stuttgart notdienstverpflichtet. Nach dem Krieg war er im Innenministerium Württemberg-Baden, zuletzt als Leiter der Kommunalabteilung, und als Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart tätig. 1952-1967 war er der erste Regierungspräsident des neugeschaffenen Regierungsbezirks Nordwürttemberg. Wilhelm Schöneck gehörte als Parteimitglied der SPD an.
Der 1971 und 1976 eingekommene Bestand enthält Schriftgut aus Schönecks Dienstzeit als Leiter der Preisüberwachungsstelle des Polizeipräsidiums Stuttgart (betr. Schwarzhandel), als Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart, als Direktor bzw. Ministerialrat im Innenministerium Württemberg-Baden (betr. Wiedergutmachung) und als Regierungspräsident (betr. den Sitz des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg und die geplante Auflösung des Landkreises Künzelsau), ferner Presseartikel und private Unterlagen.
Vorbemerkung: Der im Folgenden verzeichnete Nachlass des ersten Regierungspräsidenten von Nordwürttemberg, Dr. Wilhelm Schöneck, wurde z.T. (Bü 1-11) im Januar 1971 von seinem Amtsnachfolger, Regierungspräsident Römer, z.T. (Bü 12-13) im Juli 1976 von Frau Hela Schöneck dem Staatsarchiv Ludwigsburg zur Verwahrung und Verzeichnung übergeben. Dr. jur. Wilhelm Schöneck, geb. am 11.10.1902 in Ulm, war nach dem Jurastudium in Tübingen und Ablegung der 2. Justizprüfung zunächst als Justitiar bei Versicherungen tätig und ließ sich 1934 in Stuttgart als Rechtsanwalt nieder. 1941 wurde er zum Polizeipräsidium Stuttgart notdienstverpflichtet. Nach dem Zusammenbruch wurde er am 15.6.1945 in das württ.-bad. Innenministerium berufen, dem er als Direktor bzw. Ministerialrat bis 1952, zuletzt als Leiter der Kommunalabteilung angehörte. Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg wurde Dr. Schöneck am 29.9.1952 zum Regierungspräsidenten des neugeschaffenen Regierungsbezirks Nordwürttemberg ernannt, den er bis Ende 1967 leitete. Er verstarb am 22.1.1974 in Stuttgart. Die in dem Nachlass verzeichneten Schriftstücke entstanden während der Dienstzeit Dr. Schönecks als Leiter der Preisüberwachungsstelle des Polizeipräsidiums Stuttgart (bis Juli 1945), Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart (1947-1948), Direktor bzw. Ministerialrat im Innenministerium Württemberg-Baden (bis 1952) und als Regierungspräsident von Nordwürttemberg (1952-1967). Neben seiner dienstlichen Tätigkeit zeigen sie insbesondere seine lebhafte Anteilnahme an der demokratischen Neuordnung und dem Neuaufbau der Verwaltung in der Bundesrepublik Deutschland, die er - als engagiertes Mitglied der SPD - auch durch seine Pressearbeit mitbeeinflusste. Der vorliegende Bestand wurde z.T. (Bü 1-11) im Frühjahr 1971 von der Archivinspektoranwärterin E. Hunerlach unter Leitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Seiler, z.T. (Bü 12-13) vom Unterzeichneten geordnet und verzeichnet. Er umfasst jetzt 13 Bü = 0,2 lfd. m. Ludwigsburg, August 1976 Gez. Dr. Schmierer
Wilhelm Schöneck (1902-1974) ließ sich nach Tätigkeit als Justitiar 1934 in Stuttgart als Rechtsanwalt nieder. 1941 wurde er zum Polizeipräsidium Stuttgart notdienstverpflichtet. Nach dem Krieg war er im Innenministerium Württemberg-Baden, zuletzt als Leiter der Kommunalabteilung, und als Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart tätig. 1952-1967 war er der erste Regierungspräsident des neugeschaffenen Regierungsbezirks Nordwürttemberg. Wilhelm Schöneck gehörte als Parteimitglied der SPD an.
Der 1971 und 1976 eingekommene Bestand enthält Schriftgut aus Schönecks Dienstzeit als Leiter der Preisüberwachungsstelle des Polizeipräsidiums Stuttgart (betr. Schwarzhandel), als Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart, als Direktor bzw. Ministerialrat im Innenministerium Württemberg-Baden (betr. Wiedergutmachung) und als Regierungspräsident (betr. den Sitz des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg und die geplante Auflösung des Landkreises Künzelsau), ferner Presseartikel und private Unterlagen.
Vorbemerkung: Der im Folgenden verzeichnete Nachlass des ersten Regierungspräsidenten von Nordwürttemberg, Dr. Wilhelm Schöneck, wurde z.T. (Bü 1-11) im Januar 1971 von seinem Amtsnachfolger, Regierungspräsident Römer, z.T. (Bü 12-13) im Juli 1976 von Frau Hela Schöneck dem Staatsarchiv Ludwigsburg zur Verwahrung und Verzeichnung übergeben. Dr. jur. Wilhelm Schöneck, geb. am 11.10.1902 in Ulm, war nach dem Jurastudium in Tübingen und Ablegung der 2. Justizprüfung zunächst als Justitiar bei Versicherungen tätig und ließ sich 1934 in Stuttgart als Rechtsanwalt nieder. 1941 wurde er zum Polizeipräsidium Stuttgart notdienstverpflichtet. Nach dem Zusammenbruch wurde er am 15.6.1945 in das württ.-bad. Innenministerium berufen, dem er als Direktor bzw. Ministerialrat bis 1952, zuletzt als Leiter der Kommunalabteilung angehörte. Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg wurde Dr. Schöneck am 29.9.1952 zum Regierungspräsidenten des neugeschaffenen Regierungsbezirks Nordwürttemberg ernannt, den er bis Ende 1967 leitete. Er verstarb am 22.1.1974 in Stuttgart. Die in dem Nachlass verzeichneten Schriftstücke entstanden während der Dienstzeit Dr. Schönecks als Leiter der Preisüberwachungsstelle des Polizeipräsidiums Stuttgart (bis Juli 1945), Vorsitzender der Berufungskammer III Stuttgart (1947-1948), Direktor bzw. Ministerialrat im Innenministerium Württemberg-Baden (bis 1952) und als Regierungspräsident von Nordwürttemberg (1952-1967). Neben seiner dienstlichen Tätigkeit zeigen sie insbesondere seine lebhafte Anteilnahme an der demokratischen Neuordnung und dem Neuaufbau der Verwaltung in der Bundesrepublik Deutschland, die er - als engagiertes Mitglied der SPD - auch durch seine Pressearbeit mitbeeinflusste. Der vorliegende Bestand wurde z.T. (Bü 1-11) im Frühjahr 1971 von der Archivinspektoranwärterin E. Hunerlach unter Leitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Seiler, z.T. (Bü 12-13) vom Unterzeichneten geordnet und verzeichnet. Er umfasst jetzt 13 Bü = 0,2 lfd. m. Ludwigsburg, August 1976 Gez. Dr. Schmierer
13 Büschel (0,3 lfd. m)
Bestand
Schöneck, Wilhelm
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ