Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, für seinen Sohn Philipp und beider Erben, dass Hans von Talheim zu Germersheim seine Ehefrau Katharina, Tochter des Peter von Mühlhofen (+), im Beisein etlicher Verwandter (geborn frunde) mit 1.000 Gulden Zugeld, 800 Gulden Widerlage und 200 Gulden Morgengabe bewittumt hat. Die Summen wurden auf 50 Gulden Gülte auf dem pfalzgräflichen Zoll zu Germersheim von einer Verschreibung von 1.000 Gulden, auf Haus und Hofreite zu Germersheim, auf Gärten und Äcker in der dortigen Mark, auf 10 Morgen Acker auf der Bellheimer Heide, auf die Mühle zu Steinweiler und den Weingarten zu Pleisweiler (Blyßwiler) gelegt, wie eine Verschreibung vom 17.11.1456 (uff mitwochen nach sant Martins tag) ausweist. Der Aussteller bestätigt die Bewittumung, nimmt Katharina mit den genannten Güter in seinen und seiner Erben Schirm und versichert, sie und ihre Güter zu schirmen und rechtlich zu handhaben, wo ihr der Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen und seinen Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. Kurfürst Friedrich weist Ewald von Lichtenstein (Ewalt von Liechtenstein), derzeit Vogt zu Germersheim, und seine Amtleute und Untertanen um Beachtung an.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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