Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz stiftet zur Ehren seiner Schutzherrin Maria eine Pfründe an der von seinen Vorgängern errichteten Kapelle St. Maria zur Lichtenklingen auf der Gemarkung des Dorfes Wald-Michelbach, wobei die Stiftung mit Zustimmung des Propstes des Prämonstratenser-Klosters Lorsch erfolgt ist und der Aussteller sich und seinen Erben das Patronatsrecht vorbehält. Es folgen genauere Bestimmungen zur Ordnung der Verhältnisse, zur Abgrenzung zu der Pfarrkirche Wald-Michelbach und der Feier von Messen. Mit Konsens des Bischofs Reinhard I. von Worms wird Nikolas Schwarzkopf auf die Pfründe bestallt. Es folgt eine Beschreibung der zur Pfründe zugehörigen Gefälle in den umliegenden Orten und ihrer Rechtsqualität, wobei als Zinser und Anrainer u. a. Angehörige der Adelsfamilien Hirschhorn, Schwende von Weinheim, Ulner von Dieburg, Forstmeister von Gelnhausen, Werberg und Bödigheim sowie das Kloster Schönau erwähnt werden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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