Kagel: "Beethoven-Zimmer", "Acustica"
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A004_X_008
A004 Galerie Inge Baecker
Galerie Inge Baecker
Die Akte besteht aus zwei Teilen, die durch Fotografien zwei Werke Mauricio Kagels dokumentieren.
Der erste Teil enthält eine Photoserie von Aufnahmen während der Generalprobe zu dem Konzertauftritt von Mauricio Kagel in der Ausstellung "Sehen um zu Hören" in der Düsseldorfer Kunsthalle 17.-26.10.1975. In der Ausstellung und den Konzerten wurde die gegenseitige Beeinflussung und die Zusammenhänge von Musik, Bildender Kunst und Theater sichtbar gemacht. Die Instrumente von Mauritio Kagel sind gleichzeitig Aktionsrequisiten, Bühnenbestandteile, klangerzeugende Objekte und exotische Instrumente oder alltägliche Gebrauchsgegenstände. Kagels Musik besteht nicht aus traditionellen Tonfolgen, sondern aus gesammelten Gerätschaften, mit denen er Klänge und Töne erzeugt. Beispielsweise wird ein Montage-Schutzhelm als Trommel bearbeitet, ausgerissene Arme einer Schaufensterpuppe zupfen über eine Harfe, die zugleich von einem Zahnarztbohrer behandelt wird; eine singende Säge erzeugt schrammelnden Lärm und schließlich klappt eine Guillotine herunter und setzt der künstlerischen Aktion ein symbolisches Ende. Dennoch sieht sich Kagel in der Tradition von Bach, Mozart und Beethoven.
Zum 200. Geburtstag von Ludwig van Beethoven klebte er Fetzen von Beethoven-Notenblättern auf eine Wohnzimmerwohnungseinrichtung. Es wurde immer der Teil eines Notenblattes abgespielt, der gerade sichtbar war. Trotz der "scheinbaren" Disharmonie ergab sich eine "beethovenartige" Stimmung. Der zweite Teil enthält Kontaktabzüge u. a. des Fotografen Lothar Wollehs von der Rauminstallation "Musikzimmer" (auch "Beethoven-Zimmer" genannt), die er für seinen Film "Ludwig van" von 1970 anfertigte.
enthält Künstler:
Kagel, Mauricio; Bruck, Wilhelm; Ross, Theodor; Caskel, Christoph
Der erste Teil enthält eine Photoserie von Aufnahmen während der Generalprobe zu dem Konzertauftritt von Mauricio Kagel in der Ausstellung "Sehen um zu Hören" in der Düsseldorfer Kunsthalle 17.-26.10.1975. In der Ausstellung und den Konzerten wurde die gegenseitige Beeinflussung und die Zusammenhänge von Musik, Bildender Kunst und Theater sichtbar gemacht. Die Instrumente von Mauritio Kagel sind gleichzeitig Aktionsrequisiten, Bühnenbestandteile, klangerzeugende Objekte und exotische Instrumente oder alltägliche Gebrauchsgegenstände. Kagels Musik besteht nicht aus traditionellen Tonfolgen, sondern aus gesammelten Gerätschaften, mit denen er Klänge und Töne erzeugt. Beispielsweise wird ein Montage-Schutzhelm als Trommel bearbeitet, ausgerissene Arme einer Schaufensterpuppe zupfen über eine Harfe, die zugleich von einem Zahnarztbohrer behandelt wird; eine singende Säge erzeugt schrammelnden Lärm und schließlich klappt eine Guillotine herunter und setzt der künstlerischen Aktion ein symbolisches Ende. Dennoch sieht sich Kagel in der Tradition von Bach, Mozart und Beethoven.
Zum 200. Geburtstag von Ludwig van Beethoven klebte er Fetzen von Beethoven-Notenblättern auf eine Wohnzimmerwohnungseinrichtung. Es wurde immer der Teil eines Notenblattes abgespielt, der gerade sichtbar war. Trotz der "scheinbaren" Disharmonie ergab sich eine "beethovenartige" Stimmung. Der zweite Teil enthält Kontaktabzüge u. a. des Fotografen Lothar Wollehs von der Rauminstallation "Musikzimmer" (auch "Beethoven-Zimmer" genannt), die er für seinen Film "Ludwig van" von 1970 anfertigte.
enthält Künstler:
Kagel, Mauricio; Bruck, Wilhelm; Ross, Theodor; Caskel, Christoph
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
25.04.2025, 10:36 AM CEST