Gause, Fritz (Bestand)
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XX. HA, Nl Gause, F.
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Laufzeit: 1944 - 1973
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1893 - 1973
Fritz Gause (* Königsberg 4. 8. 1893, + Essen 24. 12. 1973) besuchte in seiner Geburtsstadt Königsberg die Schule, das berühmte Friedrichskollegium, und die Universität, wobei das Studium an der Albertina durch seine Teilnahme am I. Weltkrieg unterbrochen wurde. Nach seiner Promotion 1921 mit einer Dissertation über "Die Landgerichte des Ordenslandes Preußen" ging er zunächst in den Schuldienst und wirkte bis 1938 als Studienrat am Goethe-Oberlyzeum in Königsberg. Seine historischen Studien setzte er daneben fort und veröffentlichte etwa unter Auswertung von im Staatsarchiv Königsberg verwahrten Erlebnisberichten eine zeitgeschichtliche Untersuchung über "Die Russen in Ostpreußen 1914/14" (1931). Seine wissenschaftlichen Forschungen führten schließlich dazu, daß er 1938 zum Direktor des Stadtarchivs und des Stadtgeschichtlichen Museums in Königsberg berufen wurde. Gleichzeitig beauftragte ihn der Oberbürgermeister von Königsberg damit, seine bisherigen stadtgeschichtlichen Arbeiten zu einer umfassenden Stadtgeschichte Königsbergs auszuweiten.
Nach dem II. Weltkrieg, an dem er wiederum als Soldat teilnahm, und nach seiner Entlassung aus polnischer Kriegsgefangenschaft 1947 fand Gause in Essen eine neue Heimat. Bis zu seiner Pensionierung 1959 war er hier wieder als Oberstudienrat im Schuldienst tätig. In zahlreichen Gremien und Organisationen wissenschaftlicher und politischer Natur bemühte er sich darum, die historischen Schicksale des deutschen Ostens im allgemeinen Bewußtsein lebendig zu erhalten. Er arbeitete in den Organisationen der Landsmannschaft mit, hatte den Vorsitz der Königsberger Stadtvertretung inne und pflegte die Verbindung zu Königsbergs Patenstadt Duisburg. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen 1968 den Professorentitel.
Mit großer Intensität widmete sich Gause nach 1945 seinen weitgespannten historischen Forschungen. Vorrangig behandelte er dabei Themen der ostpreußischen Landesgeschichte vom 13. bis zum 20. Jahrhundert. Im Rahmen der Historischen Kommission für ost- und westpreußischen Landesforschung, zu deren Gründungsmitgliedern er zählte, leitete er zusammen mit Kurt Forstreuter zwei Gemeinschaftswerke, er setzte das von Christian Krollmann begründete biographische Nachschlagewerk "Altpreußische Biographie" fort, wie er überhaupt zahlreiche biographische Artikel verfaßt hat, und und gab als Mitteilungsblatt der Kommission die Zeitschrift "Preußenland" heraus. Seine Interessen gingen aber weit über seine engere Heimat hinaus, indem er sich auf Grund der Erfahrungen des II. Weltkrieges auch der lange Zeit von guter Nachbarschaft geprägten Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn, insbesondere zu Polen, annahm. Sein zuerst 1952 erschienenes Werk "Deutsch-slawische Schicksalsgemeinschaft" gehört in diesen Zusammenhang. Im Zentrum seiner Forschungen stand jedoch seine Heimatstadt Königsberg, der er innerlich immer verbunden blieb. Neben zahlreichen Einzelstudien gelang ihm nach langjährigen Vorarbeiten der Abschluß einer umfassenden Stadtgeschichte, "Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen", in drei Bänden 1965-1971 erschienen. "Mit diesem Werk hat Gause seiner Vaterstadt und sich selbst ein Denkmal gesetzt, aere perennius" (K. Forstreuter).
Der im Geheimen Staatsarchiv vorhandene Nachlaß von Fritz Gause stammt ausschließlich aus der Zeit nach 1945, Unterlagen aus der Zeit vor der Vertreibung sind nicht erhalten. Wenn auch bereits die 1950er Jahre gut dokumentiert sind, so liegt das Schwergewicht der Überlieferung doch auf der Zeit seit etwa 1960 bis zu seinem Tod 1973. Die Nachlaßmaterialien sind vornehmlich in Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Forschungen Gauses enthalten: Materialsammlungen zu wissenschaftlichen Themen, flüchtige und ausgereifte Ausarbeitungen von Vorträgen, Aufsätzen und selbständigen Publikationen und, in breitem Maße, dazugehörige Korrespondenz aus sämtlichen Interessenfeldern Gauses. Seine Mitarbeit in wissenschaftlichen Gremien, in Vereinigungen des landsmannschaftlichen Bereiches, in Zeitungen und Rundfunk sind ebenso gut bezeugt. Unter den Unterlagen, die Gauses gelehrte Tätigkeit nach 1945 in umfassender Weise widerspiegeln, verdienen die Vorgänge über Königsberg besondere Hervorhebung. Die Korrespondenz, die Gause von 1953 bis 1973 mit einer Vielzahl von Partnern über die Geschichte Königsbergs geführt hat, ist in einer Serie von 12 Ordnern vollständig überliefert und enthält viele Auskünfte und Informationen gerade zur jüngeren Geschichte Königsbergs, die sicherlich nicht alle in Gauses Stadtgeschichte eingegangen sind. Für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit Königsberg ist darin wegen der Archivalienverluste des 20. Jahrhunderts eine wertvolle Materialsammlung zu sehen.
Die Ordnung des Nachlasses orientiert sich in ihren einzelnen Gruppen zunächst an eher formalen Gesichtspunkten. Die Unterlagen zu wissenschaftlichen Vorhaben (I) sind geschieden worden von den Materialien, die Gauses Kontakte zu verschiedenartigsten Institutionen betreffen (II), und von Aktivitäten publizistischen Charakters (III). Innerhalb der wissenschaftlichen Arbeiten sind Manuskripte und Korrespondenzen danach getrennt worden, ob sie zu Veröffentlichungen in Form von Büchern oder Aufsätzen geführt haben (I 1) oder ob sie offensichtlich nur als reine Materialsammlungen, Rohskizzen und unveröffentlichen Vortragsmanuskripte zu bewerten sind (I 2). Die Untergruppe der selbständigen Publikationen und Aufsätze innerhalb der wissenschaftlichen Arbeiten ist wegen ihres Umfanges nach sachlichen Schwerpunkten weiter untergliedert worden. In der schmalen Gruppe Rezensionen und Korrespondenz (IV) ist ein Restbestand derartiger Unterlagen zusammengefaßt, der sich in die ersten drei Gruppen nicht einordnen ließ.
Zu den Fremdprovenienzen gehören Schriftgut von Arthur Mentz und Albrechts Philipps (Leuchtenbergbund), die bei diesen beiden Personen und nicht bei Gause selber organisch erwachsen sind und die Gause vermutlich von diesen bloß übernommen hat. Einige Korrespondenzen aus dem Nachlaß von Bruno Schumacher, die dessen Witwe Gause überlasen hatte, sind provenienzgemäß dem Nachlaß Schumachers im Geheimen Staatsarchiv (XX. HA Rep. 300 Schumacher) hinzugefügt worden.
Der Nachlaß Gause ist im Jahre 1974 vom Staatlichen Archivlager in Göttingen übernommen worden und mit dessen Hauptbeständen 1979 ins Geheime Staatsarchiv gelangt. Er ist im Jahre 1990 von dem Praktikanten Ralf Lusiardi und vom Unterzeichnenden etwa je zur Hälfte des Umfanges verzeichnet worden, die endgültig Anordnung des Stoffes hat anschließend letzterer vorgenommen.
Die Archivalien sind zu bestellen unter der Signatur: XX. HA Nl Gause, Nr. ...
Bestandsumfang: 128 Nrr. (2,3 lfm).
Laufzeit: 1944-1973.
Literatur:
Eine von Paul Buhl besorgte Bibliographie der Arbeiten Gauses bis 1968 findet sich in der ihm gewidmeten Festschrift zum 75. Geburtstag "Acta Prussica. Abhandlungen zur Geschichte Ost- und Westpreußens" (Beihefte zum Jahrbuch der Albertus-Universität Königsberg/Pr., XXIX), Würzburg 1968, S. 350-357. Eine autobiographische Darstellung Gauses enthält das Werk "Denk ich an Ostpreußen. Erinnerungen aus neun Jahrzehnten", hg. v. Martin A. Borrmann u. Otto Dikreiter, München 1969, Bd. 1, S. 27ff.
Ulrich Albinus, Professor Dr. Fritz Gause +, in: Ostdeutsche Familienkunde Bd. 7, 22. Jg. 1974, S. 17-18. - Kurt Forstreuter, Nachruf für Fritz Gause, in: Preußenland 12, 1974, S. 30. - Ders., in: Altpreußische Biographie, Bd. IV, 1. Lieferung, Marburg 1984, S. 1099-1100. - Weitere Nachrufe sind zusammengestellt bei Ernst Wermke, Bibliographie der Geschichte von Ost- und Westpreußen für die Jahre 1971-1974, Marburg/Lahn 1978, S. 167, Nr. 3230-3235.
Berlin, den 26. Februar 1992
(Dr. Klaus Neitmann)
- Archivoberrat -
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Nl Gause, F.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1893 - 1973
Fritz Gause (* Königsberg 4. 8. 1893, + Essen 24. 12. 1973) besuchte in seiner Geburtsstadt Königsberg die Schule, das berühmte Friedrichskollegium, und die Universität, wobei das Studium an der Albertina durch seine Teilnahme am I. Weltkrieg unterbrochen wurde. Nach seiner Promotion 1921 mit einer Dissertation über "Die Landgerichte des Ordenslandes Preußen" ging er zunächst in den Schuldienst und wirkte bis 1938 als Studienrat am Goethe-Oberlyzeum in Königsberg. Seine historischen Studien setzte er daneben fort und veröffentlichte etwa unter Auswertung von im Staatsarchiv Königsberg verwahrten Erlebnisberichten eine zeitgeschichtliche Untersuchung über "Die Russen in Ostpreußen 1914/14" (1931). Seine wissenschaftlichen Forschungen führten schließlich dazu, daß er 1938 zum Direktor des Stadtarchivs und des Stadtgeschichtlichen Museums in Königsberg berufen wurde. Gleichzeitig beauftragte ihn der Oberbürgermeister von Königsberg damit, seine bisherigen stadtgeschichtlichen Arbeiten zu einer umfassenden Stadtgeschichte Königsbergs auszuweiten.
Nach dem II. Weltkrieg, an dem er wiederum als Soldat teilnahm, und nach seiner Entlassung aus polnischer Kriegsgefangenschaft 1947 fand Gause in Essen eine neue Heimat. Bis zu seiner Pensionierung 1959 war er hier wieder als Oberstudienrat im Schuldienst tätig. In zahlreichen Gremien und Organisationen wissenschaftlicher und politischer Natur bemühte er sich darum, die historischen Schicksale des deutschen Ostens im allgemeinen Bewußtsein lebendig zu erhalten. Er arbeitete in den Organisationen der Landsmannschaft mit, hatte den Vorsitz der Königsberger Stadtvertretung inne und pflegte die Verbindung zu Königsbergs Patenstadt Duisburg. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen 1968 den Professorentitel.
Mit großer Intensität widmete sich Gause nach 1945 seinen weitgespannten historischen Forschungen. Vorrangig behandelte er dabei Themen der ostpreußischen Landesgeschichte vom 13. bis zum 20. Jahrhundert. Im Rahmen der Historischen Kommission für ost- und westpreußischen Landesforschung, zu deren Gründungsmitgliedern er zählte, leitete er zusammen mit Kurt Forstreuter zwei Gemeinschaftswerke, er setzte das von Christian Krollmann begründete biographische Nachschlagewerk "Altpreußische Biographie" fort, wie er überhaupt zahlreiche biographische Artikel verfaßt hat, und und gab als Mitteilungsblatt der Kommission die Zeitschrift "Preußenland" heraus. Seine Interessen gingen aber weit über seine engere Heimat hinaus, indem er sich auf Grund der Erfahrungen des II. Weltkrieges auch der lange Zeit von guter Nachbarschaft geprägten Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn, insbesondere zu Polen, annahm. Sein zuerst 1952 erschienenes Werk "Deutsch-slawische Schicksalsgemeinschaft" gehört in diesen Zusammenhang. Im Zentrum seiner Forschungen stand jedoch seine Heimatstadt Königsberg, der er innerlich immer verbunden blieb. Neben zahlreichen Einzelstudien gelang ihm nach langjährigen Vorarbeiten der Abschluß einer umfassenden Stadtgeschichte, "Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen", in drei Bänden 1965-1971 erschienen. "Mit diesem Werk hat Gause seiner Vaterstadt und sich selbst ein Denkmal gesetzt, aere perennius" (K. Forstreuter).
Der im Geheimen Staatsarchiv vorhandene Nachlaß von Fritz Gause stammt ausschließlich aus der Zeit nach 1945, Unterlagen aus der Zeit vor der Vertreibung sind nicht erhalten. Wenn auch bereits die 1950er Jahre gut dokumentiert sind, so liegt das Schwergewicht der Überlieferung doch auf der Zeit seit etwa 1960 bis zu seinem Tod 1973. Die Nachlaßmaterialien sind vornehmlich in Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Forschungen Gauses enthalten: Materialsammlungen zu wissenschaftlichen Themen, flüchtige und ausgereifte Ausarbeitungen von Vorträgen, Aufsätzen und selbständigen Publikationen und, in breitem Maße, dazugehörige Korrespondenz aus sämtlichen Interessenfeldern Gauses. Seine Mitarbeit in wissenschaftlichen Gremien, in Vereinigungen des landsmannschaftlichen Bereiches, in Zeitungen und Rundfunk sind ebenso gut bezeugt. Unter den Unterlagen, die Gauses gelehrte Tätigkeit nach 1945 in umfassender Weise widerspiegeln, verdienen die Vorgänge über Königsberg besondere Hervorhebung. Die Korrespondenz, die Gause von 1953 bis 1973 mit einer Vielzahl von Partnern über die Geschichte Königsbergs geführt hat, ist in einer Serie von 12 Ordnern vollständig überliefert und enthält viele Auskünfte und Informationen gerade zur jüngeren Geschichte Königsbergs, die sicherlich nicht alle in Gauses Stadtgeschichte eingegangen sind. Für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit Königsberg ist darin wegen der Archivalienverluste des 20. Jahrhunderts eine wertvolle Materialsammlung zu sehen.
Die Ordnung des Nachlasses orientiert sich in ihren einzelnen Gruppen zunächst an eher formalen Gesichtspunkten. Die Unterlagen zu wissenschaftlichen Vorhaben (I) sind geschieden worden von den Materialien, die Gauses Kontakte zu verschiedenartigsten Institutionen betreffen (II), und von Aktivitäten publizistischen Charakters (III). Innerhalb der wissenschaftlichen Arbeiten sind Manuskripte und Korrespondenzen danach getrennt worden, ob sie zu Veröffentlichungen in Form von Büchern oder Aufsätzen geführt haben (I 1) oder ob sie offensichtlich nur als reine Materialsammlungen, Rohskizzen und unveröffentlichen Vortragsmanuskripte zu bewerten sind (I 2). Die Untergruppe der selbständigen Publikationen und Aufsätze innerhalb der wissenschaftlichen Arbeiten ist wegen ihres Umfanges nach sachlichen Schwerpunkten weiter untergliedert worden. In der schmalen Gruppe Rezensionen und Korrespondenz (IV) ist ein Restbestand derartiger Unterlagen zusammengefaßt, der sich in die ersten drei Gruppen nicht einordnen ließ.
Zu den Fremdprovenienzen gehören Schriftgut von Arthur Mentz und Albrechts Philipps (Leuchtenbergbund), die bei diesen beiden Personen und nicht bei Gause selber organisch erwachsen sind und die Gause vermutlich von diesen bloß übernommen hat. Einige Korrespondenzen aus dem Nachlaß von Bruno Schumacher, die dessen Witwe Gause überlasen hatte, sind provenienzgemäß dem Nachlaß Schumachers im Geheimen Staatsarchiv (XX. HA Rep. 300 Schumacher) hinzugefügt worden.
Der Nachlaß Gause ist im Jahre 1974 vom Staatlichen Archivlager in Göttingen übernommen worden und mit dessen Hauptbeständen 1979 ins Geheime Staatsarchiv gelangt. Er ist im Jahre 1990 von dem Praktikanten Ralf Lusiardi und vom Unterzeichnenden etwa je zur Hälfte des Umfanges verzeichnet worden, die endgültig Anordnung des Stoffes hat anschließend letzterer vorgenommen.
Die Archivalien sind zu bestellen unter der Signatur: XX. HA Nl Gause, Nr. ...
Bestandsumfang: 128 Nrr. (2,3 lfm).
Laufzeit: 1944-1973.
Literatur:
Eine von Paul Buhl besorgte Bibliographie der Arbeiten Gauses bis 1968 findet sich in der ihm gewidmeten Festschrift zum 75. Geburtstag "Acta Prussica. Abhandlungen zur Geschichte Ost- und Westpreußens" (Beihefte zum Jahrbuch der Albertus-Universität Königsberg/Pr., XXIX), Würzburg 1968, S. 350-357. Eine autobiographische Darstellung Gauses enthält das Werk "Denk ich an Ostpreußen. Erinnerungen aus neun Jahrzehnten", hg. v. Martin A. Borrmann u. Otto Dikreiter, München 1969, Bd. 1, S. 27ff.
Ulrich Albinus, Professor Dr. Fritz Gause +, in: Ostdeutsche Familienkunde Bd. 7, 22. Jg. 1974, S. 17-18. - Kurt Forstreuter, Nachruf für Fritz Gause, in: Preußenland 12, 1974, S. 30. - Ders., in: Altpreußische Biographie, Bd. IV, 1. Lieferung, Marburg 1984, S. 1099-1100. - Weitere Nachrufe sind zusammengestellt bei Ernst Wermke, Bibliographie der Geschichte von Ost- und Westpreußen für die Jahre 1971-1974, Marburg/Lahn 1978, S. 167, Nr. 3230-3235.
Berlin, den 26. Februar 1992
(Dr. Klaus Neitmann)
- Archivoberrat -
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Nl Gause, F.
Umfang: 2,3 lfm (129 VE); Angaben zum Umfang: 2,3 lfm (129 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ