Paul Heinrich Gallenkampff, Dr. jur. utr. und Offizial des Geistlichen Hofgerichts zu Münster, bekundet, er habe in der Konkurssache des Johann Caspar Renneboem am 5. Dezember 1743 dem Richter Linden zu Rheine das Mandat erteilt, jeweils die Hälfte der Güter Nagelsmann und Sundermann im Kirchspiel Riesenbeck zu versteigern. Bei der Versteigerung am 17. Dezember 1743 seien diese Güter an den Amtmann Heidtberg gefallen, der im Auftrage der Äbtissin zu Gravenhorst Margareta Elisabeth von Moltke handelte. Der Verkaufspreis betrug 1470 Reichstaler. Diese Summe wurde beim Gericht zu Bevergern hinterlegt, und zwar 1379 Reichstaler, 8 Schillinge 8 Pfennige an barem Geld sowie 90 Reichstaler 19 Schillinge 10 Pfennige für die zu entrichtenden Versteigerungs- und sonstigen Gebühren. Der Offizial erklärt damit die Ansprüche der Gläubiger für erledigt und legt ihnen Stillschweigen auf. Geschehen zu Münster.
Vollständigen Titel anzeigen
Paul Heinrich Gallenkampff, Dr. jur. utr. und Offizial des Geistlichen Hofgerichts zu Münster, bekundet, er habe in der Konkurssache des Johann Caspar Renneboem am 5. Dezember 1743 dem Richter Linden zu Rheine das Mandat erteilt, jeweils die Hälfte der Güter Nagelsmann und Sundermann im Kirchspiel Riesenbeck zu versteigern. Bei der Versteigerung am 17. Dezember 1743 seien diese Güter an den Amtmann Heidtberg gefallen, der im Auftrage der Äbtissin zu Gravenhorst Margareta Elisabeth von Moltke handelte. Der Verkaufspreis betrug 1470 Reichstaler. Diese Summe wurde beim Gericht zu Bevergern hinterlegt, und zwar 1379 Reichstaler, 8 Schillinge 8 Pfennige an barem Geld sowie 90 Reichstaler 19 Schillinge 10 Pfennige für die zu entrichtenden Versteigerungs- und sonstigen Gebühren. Der Offizial erklärt damit die Ansprüche der Gläubiger für erledigt und legt ihnen Stillschweigen auf. Geschehen zu Münster.
B 210u, 309
B 210u Kloster Gravenhorst - Urkunden
Kloster Gravenhorst - Urkunden >> 6. 1701 bis 1793
1744 Januar 24
Vermerke: Ausf., Perg., Siegel des Offizials (gut erhalten) anhängend
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:19 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst / Urkunden (Bestand)
- 6. 1701 bis 1793 (Gliederung)