Meisenheim (Bestand)
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4KG 003B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 003B Meisenheim
Bestandsbeschreibung: In Meisenheim etablierte sich bereits in den 1520er Jahren der evangelische Glaube. 1588 wurde die Stadt, Sitz eines pfalzzweibrückischen Oberamtes, reformiert. Zur Verwaltung des Vermögens der aufgelösten Abtei Disibodenberg wurde in Meisenheim eine Kirchenschaffnei eingerichtet. In den Kriegen des 17. Jahrhunderts blieb die Stadt von Zerstörungen verschont, was die ausgezeichnete Überlieferungslage erklärt. 1684 etablierte sich eine lutherische Gemeinde. 1836 erfolgte die Union. Der Bestand umfasst hauptsächlich Schriftgut des 17. bis 18. Jahrhunderts. Inhalt des Alten Archivs u.a.: Pfarrkompetenzen, Verwaltung des Almosens, Zensurprotokoll (1653-1661), Lateinschule Meisenheim (1693-1881), Jahresrechnungen der Schlosskirche (1502-1567), Rechnung über verkaufte und verteilte Messgewänder (1535). In Meisenheim etablierte sich bereits in den 1520er Jahren der evangelische Glaube. 1588 wurde die Stadt, Sitz eines pfalzzweibrückischen Oberamtes, reformiert. Zur Verwaltung des Vermögens der aufgelösten Abtei Disibodenberg wurde in Meisenheim eine Kirchenschaffnei eingerichtet. In den Kriegen des 17. Jahrhunderts blieb die Stadt von Zerstörungen verschont, was die ausgezeichnete Überlieferungslage erklärt. 1684 etablierte sich eine lutherische Gemeinde. 1836 erfolgte die Union. Das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Meisenheim wurde vom Archivordnerlehrgang bei seiner Tagung im Herzog-Wolfgang-Haus im Oktober 1974 geordnet. Es war in einer Seitenkammer der Schlosskirche untergebracht und über den Boden verteilt. Das alte wertvollere Archivgut hatte Superintendent Adams in seiner Wohnung verwahrt, es war von Pfarrer Weber um 1950 geordnet worden. Dieses sogenannte Alte Archiv ist in seiner Gliederung übernommen worden. Walter Schmidt hat Unebenheiten ausgeglichen und Ungeschicklichkeiten beseitigt. Dieser Teilbestand umfasst hauptsächlich Schriftgut des 17. bis 18. Jahrhunderts, u.a. Pfarrkompetenzen, Verwaltung des Almosens, Zensurprotokoll (1653-1661), Lateinschule Meisenheim (1693-1881), Jahresrechnungen der Schlosskirche (1502-1567), Rechnung über verkaufte und verteilte Messgewän-der (1535). Das Neue Archiv, das vom Lehrgang ausgezeichnet wurde, hat 1977 Dr. Dietrich Meyer durchgesehen und danach das Repertorium erstellt. Die 20 Urkunden sind im Sommer 1976 von Dr. Rudolf Brandts im Einvernehmen mit Walter Schmidt in der Archivberatungsstelle Rheinland in Köln-Deutz aufgenommen worden. Der gesamte Bestand umfasst 572 Verzeichnungseinheiten, die in 161 Archivkartons verpackt sind. 2022 wurde er um einzelne Schriftstücke, die zuvor dem Bestand 5WV 022B Kirchenschaffnei Meisenheim zugeordnet waren, ergänzt. Literatur: Rosenkranz, Evangelisches Rheinland, Bd. 1, S. 436-438. Ergänzende Bestände: 1OB 008 (Ortsakten Meisenheim); 5WV 022B (Kirchen-schaffnei Meisenheim)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ