Baden-Württembergischer SPD-Landesvorsitzender Bühringer nimmt Kultusminister Hahn aufs Korn
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 D711012/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974
Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974 >> 1971 >> März
27.03.1971
(O-Ton) Heinz Bühringer, Landesvorsitzender der SPD von Baden-Württemberg: Keine gezielte politische Kampagne der SPD gegen Kultusminister Hahn / Bund-Länder-Kommission für integrierte Gesamtschule, Hahn dagegen / SPD unterstützt die Kommission: auch innerhalb einer Koalition eigene politische Vorstellung verteidigen / Hahn weicht auf Versuch als Mittel aus, wenn er etwas vor sich herschieben möchte: Eindruck der Experimentierfreudigkeit / Konkrete Ergebnisse aus anderen Bundesländern erkennt er nicht an / In der Koalition aufeinander angewiesen / Verwaltungsreform einschneidende Strukturänderung / Differenzen hinsichtlich Gesamtschule innerhalb der Koalition: Die CDU unterstellt der SPD nicht vorhandene Ideologien / (4'09)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Seit Beginn der Koalition hat die SPD dem Kultusminister den Kampf angesagt / Sie hat nach eigener Einschätzung keine Alternative zu ihm: Beschuss um so gezielter / SPD-Minister haben die Gesamtschulplanung in einer Sitzung für unrealistisch erklärt und gegen die CDU gestimmt / Ergebnisse in anderen Ländern eher negativ / Positives und Negatives sehen: Versuche in Weinheim ambivalent / Bei Einführung der Gesamtschule müssten etwa 2000 Schulen im Lande aufgelöst werden, auch größerer Bedarf an Lehrern, erhöhte Transportkosten / (3'15)
Akzentmusik (0'32)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Seit Beginn der Koalition hat die SPD dem Kultusminister den Kampf angesagt / Sie hat nach eigener Einschätzung keine Alternative zu ihm: Beschuss um so gezielter / SPD-Minister haben die Gesamtschulplanung in einer Sitzung für unrealistisch erklärt und gegen die CDU gestimmt / Ergebnisse in anderen Ländern eher negativ / Positives und Negatives sehen: Versuche in Weinheim ambivalent / Bei Einführung der Gesamtschule müssten etwa 2000 Schulen im Lande aufgelöst werden, auch größerer Bedarf an Lehrern, erhöhte Transportkosten / (3'15)
Akzentmusik (0'32)
0:10:00; 0'10
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Chronik Baden-Württemberg
Kaspar, Siegfried
Baden-Württemberg; Kultusminister
Bund-Länder-Verhältnis
Koalition
Lehrer: Lehrermangel
Reform
Schule: Integrierte Gesamtschule
Siebziger Jahre
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ