Generalintendanz der Zivilliste, Nachträge aus Schloss Salem (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 56-1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Hofbehörden >> Generalintendanz der Civilliste
(1615 -) ca. 1830 - 1971
Überlieferung: Als Nachfolgebehörde der Hofdomänenintendanz, der Hoffinanzkasse und der Hofrechnungskontrollkammer wurde die Generalintendanz der Civilliste 1880 als wichtigste Hofbehörde und als vorgesetzte Stelle der meisten anderen Hofämter etabliert. Ihr Schriftgut wurde 1885 bis 1919 regelmäßig an das Generallandesarchiv abgegeben (heute Bestand GLA 56), danach von der Markgräflich Badischen Verwaltung 1965 unter Eigentumsvorbehalt hinterlegt (heute Bestand 69 Baden, Markgräfliche Verwaltung). 2012 hinterlegte das Haus Baden, wiederum unter Eigentumsvorbehalt, das in Salem verwahrte restliche Schriftgut (Bestand GLA 56-1).
Inhalt und Ordnung: Die Akten der Generalintendanz enthalten Quellen zur Geschichte des Hofes, zur Repräsentation der Dynastie in der Öffentlichkeit, zur Verwaltung des fürstlichen Vermögens, zur Kunstförderung und zur sozialen Tätigkeit des Hauses Baden. Einzelne Akten des Teilbestands GLA 56-1 reichen mit Vorprovenienzen bis ins 18. Jh. zurück, er hat seinen Schwerpunkt jedoch in den letzten Jahrzehnten der Monarchie und leitet zur nachmonarchischen Zeit über, in der vor allem die Vermögensverwaltung des letzten Großherzogs, Friedrich II. (gestorben 1928), und seiner Frau, Großherzogin Hilda (gestorben 1952), dokumentiert ist. Die Vermögensverwaltungen der Angehörigen des regierenden Hauses waren zwar im Grunde Dienststellen mit eigener Aktenführung, unterlagen aber so sehr der Aufsicht durch die Generalintendanz und hingen auch durch die biografischen Zäsuren so sehr zusammen, dass bei der Neuordnung auf die Formierung als einzelne Bestände verzichtet wurde; die Kontinuität dieser Verwaltungen lässt sich so leichter überblicken. Thematisch ist Bestand 56-1 so eng mit den anderen genannten Beständen verknüpft, dass sich eine eigene Charakterisierung erübrigt; vgl. dazu die Einführungen in die Bestände 56 und 69 Baden, Markgäfliche Verwaltung. Gerade wegen dieser Verzahnung wurde auch die badische, alphabetische Rubrikenordnung beibehalten, die die Verwaltung selbst gebraucht hat und die auch für die Parallelbestände gilt; nur Ableitungen innerhalb einer Rubrik wurden zur Übersichtlichkeit hinzugefügt. Wünschenswert erscheint langfristig ein virtuelles Gesamtinventar der drei Bestände, in dem die oft zufällig nach Laufzeit getrennten Teile zusammengeführt werden. Als geschlossener Überlieferungsblock sind in GLA 56-1 vor allem die "Gnadensachen" zu nennen, die umfangreich Einzelzuwendungen an Personen und Vereine dokumentieren.
Umfang: Der Bestand umfasst 4460 Nummern in ca. 75 lfd.m. Akten und ca. 30 Plänen. Karlsruhe, im November 2014 Konrad Krimm
Literatur: Hansmartin Schwarzmaier und Hiltburg Köckert (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 3, Haus- und Staatsarchiv sowie Hofbehörden (46-60), Stuttgart 1991 (Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 39/3)
Inhalt und Ordnung: Die Akten der Generalintendanz enthalten Quellen zur Geschichte des Hofes, zur Repräsentation der Dynastie in der Öffentlichkeit, zur Verwaltung des fürstlichen Vermögens, zur Kunstförderung und zur sozialen Tätigkeit des Hauses Baden. Einzelne Akten des Teilbestands GLA 56-1 reichen mit Vorprovenienzen bis ins 18. Jh. zurück, er hat seinen Schwerpunkt jedoch in den letzten Jahrzehnten der Monarchie und leitet zur nachmonarchischen Zeit über, in der vor allem die Vermögensverwaltung des letzten Großherzogs, Friedrich II. (gestorben 1928), und seiner Frau, Großherzogin Hilda (gestorben 1952), dokumentiert ist. Die Vermögensverwaltungen der Angehörigen des regierenden Hauses waren zwar im Grunde Dienststellen mit eigener Aktenführung, unterlagen aber so sehr der Aufsicht durch die Generalintendanz und hingen auch durch die biografischen Zäsuren so sehr zusammen, dass bei der Neuordnung auf die Formierung als einzelne Bestände verzichtet wurde; die Kontinuität dieser Verwaltungen lässt sich so leichter überblicken. Thematisch ist Bestand 56-1 so eng mit den anderen genannten Beständen verknüpft, dass sich eine eigene Charakterisierung erübrigt; vgl. dazu die Einführungen in die Bestände 56 und 69 Baden, Markgäfliche Verwaltung. Gerade wegen dieser Verzahnung wurde auch die badische, alphabetische Rubrikenordnung beibehalten, die die Verwaltung selbst gebraucht hat und die auch für die Parallelbestände gilt; nur Ableitungen innerhalb einer Rubrik wurden zur Übersichtlichkeit hinzugefügt. Wünschenswert erscheint langfristig ein virtuelles Gesamtinventar der drei Bestände, in dem die oft zufällig nach Laufzeit getrennten Teile zusammengeführt werden. Als geschlossener Überlieferungsblock sind in GLA 56-1 vor allem die "Gnadensachen" zu nennen, die umfangreich Einzelzuwendungen an Personen und Vereine dokumentieren.
Umfang: Der Bestand umfasst 4460 Nummern in ca. 75 lfd.m. Akten und ca. 30 Plänen. Karlsruhe, im November 2014 Konrad Krimm
Literatur: Hansmartin Schwarzmaier und Hiltburg Köckert (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 3, Haus- und Staatsarchiv sowie Hofbehörden (46-60), Stuttgart 1991 (Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 39/3)
4479 Akten (darin auch 35 Pläne)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ