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Forstamt Leonberg (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Forstämter, Hüttenwerke, Salinen und Gestüt >> Forstämter
(1471-) 1489-1807, 1832, 1848
Überlieferungsgeschichte
Der Leonberger Forstbezirk gab 1772 zwei Huten an den neugebildeten Ludwigsburger ab, erhielt aber dafür vom Böblinger Forst die drei Stuttgarter Huten und wurde daraufhin auch als "Forstamt Leonberg und Stuttgart" bezeichnet.
Inhalt und Bewertung
Der Leonberger Forstbezirk gab 1772 zwei Huten an den neu gebilddeten Ludwigsburgere Forstbezrik ab, erhielt aber dafür vom Böblinger Forst die drei Stuttgarter Huten und wurde daraufhin auch als "Forstamt Leonberg und Stuttgart" bezeichnet.
1. Vorbemerkung von 1954: Nach den Forschungen Viktor Ernsts (Oberamtsbeschreibung Leonberg, 2. Aufl., Bd. 1, S. 337 ff.) (1) wurde der Leonberger Forst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, vor etwa 1450 gebildet. In den Württ. Regesten wird ein Forstmeister zu Leonberg erstmals für das Jahr 1461 urkundlich genannt. (2) Die weitere Geschichte des Forsts ist in der Oberamtsbeschreibung Leonberg dargestellt. Die wichtigste Veränderung in der neueren Geschichte des Forsts war die Bildung des Ludwigsburger Forsts, der unter Herzog Karl Eugen aus dem Leonberger Forst herausgeschnitten wurde. Im Jahre 1758 wurde erstmals ein besonderer Forstmeister für die Jagdangelegenheiten von Ludwigsburg und Umgebung ernannt, doch behielt der Leonberger Forstmeister die forstlichen Funktionen zunächst noch für den Ludwigsburger Bezirk. Als Entschädigung erhielt der Leonberger Forst damals die Hut Warmbronn-Magstadt (vom Böblinger Forst) zugeteilt. Als 1722 der Ludwigsburger Forst endgültig und vollständig vom Leonberger Forst gelöst wurde, bekam letzterer als Entschädigung vom Böblinger Forst die 3 Huten des vormaligen Stuttgarter Forsts, mußte aber dafür die Hut Warmbronn-Magstadt an den Böblinger Forst zurückgeben. (3) Das Forstamt Leonberg, das bis zum Ende der Herzogszeit bestand und zuletzt "Forstamt Leonberg und Stuttgart" hieß (Staatshandbuch von 1804) (4) umfasste gewöhnlich 11-12 Huten. Der Bestand A 557 (Akten des altwürtt. Forstamts Leonberg) umfasst 274 Büschel in 2,5 lfd. m. Weitere Archivalien gleicher Provenienz befinden sich in den Selekten: A 299 (Weltliche Forstlagerbücher) im Hauptstaatsarchiv, (5) A 302 (Ältere Rechnungen) im Staatsarchiv Ludwigsburg, (6) A 305 (Befehls- und Berichtskonzeptbücher) im Staatsarchiv Ludwigsburg. (7) Amtsprotokolle des Forstamts Leonberg liegen im Selekt A 308 (Amtsprotokolle der altwürtt. Forstämter) (8) bis jetzt nicht vor. (9) Ludwigsburg, 3. Mai 1954 Dr. W. Grube Anmerkungen 1 Beschreibung des Oberamts Leonberg, 2. Bearbeitung, Stuttgart 1930, S. 337 ff. 2 A 602 Württembergische Regesten Nr. 14059. 3 Beschreibung des Oberamts Leonberg, 2. Bearbeitung, Stuttgart 1930, S. 339. 4 Churfürstlich Würtembergisches Adreß-Buch auf das Jahr 1804, Stuttgart [1804], S. 355. 5 Jetzt H 107 Forstlagerbücher im Hauptstaatsarchiv. 6 Jetzt A 302 Weltliche Ämterrechnungen im Hauptstaatsarchiv. 7 Jetzt A 305 Reskripten - und Berichtsbücher der Forstämter im Hauptstaatsarchiv. Die Betreffe "Forst, Wald und Jagd" finden sich außerdem bei folgenden Beständen des Hauptstaatsarchivs: A 8 Kabinett: Herzog Karl Eugen; A 16 Kabinett: Hof- und Finanzverwaltung; A 59 Forstsachen; A 202 Geheimer Rat: Akten; A 211 Oberrat: Allgemeine Akten ("Generalakten"); A 227 Oberrat: Forst, Wald und Jagd; A 248 - A 249 Rentkammer: General- und Spezialakten; A 282 Kirchenrat: Verschlossene Registratur; A 284 Kirchenrat: Ämterregistratur; A 286a Kirchenrat: Holzberichte; A 551 - A 551 Si Forstamt Altensteig; A 552 Forstamt Blaubeuren; A 553 Forstamt Böblingen; A 554 - A 554 Si Forstamt Freudenstadt; A 555 Forstamt Heidenheim; A 556 Forstamt Kirchheim unter Teck; A 558 Forstamt Ludwigsburg; A 559 Forstamt Neuenbürg; A 560 Forstamt Neuenstadt; A 561 Forstamt Reichenberg; A 562 Forstamt Schorndorf (Engelberg); A 563 Forstamt Stromberg; A 564 Forstamt Stuttgart; A 565 Forstamt Tübingen; A 565 a - A 565 a Si Forstamt Urach; (vgl. die Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv (A-Bestände), 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999). Forstkarten werden im Bestand N 3 verwahrt. 8 Signatur und Titel des Bestandes lauten jetzt: A 307 Amtsprotokolle der Forstämter (im Hauptstaatsarchiv). 9 Zur württembergischen Forstgeschichte allgemein vgl. jetzt Rudolf Kieß, Die Rolle der Forste n im Aufbau des württembergischen Territoriums bis ins 16. Jahrhundert, Stuttgart 1958; Dorothea Hauff, Zur Geschichte der Forstgesetzgebung und Forstorganisation des Herzogtums Württemberg im 16. Jahrhundert, Stuttgart 1977, und Wilfried Ott, Die Entwicklung der Forstorganisation in Württemberg seit 1803, Stuttgart 1979.
2. Vorbemerkung von 2005: Im Rahmen des Retrokonversionsprojektes und im Zuge der Rückstandsbearbeitung wurde das vorliegende Repertorium A 557 Forstamt Leonberg im Dezember 2004 und Januar 2005 großteils durch die Anwärterin Sandy Apelt und zum kleineren Teil durch die Unterzeichnete unter Anwendung des Computerprogramms Midosa 95 neu aufgenommen. Die Unterzeichnete hat dabei zusätzlich die Vorbemerkung von 1954 durch die Anmerkungen Nr. 1-9 ergänzt. Der Bestand A 557 umfaßte vor der Neuaufnahme 278 Büschel (Bü 1-274 sowie Bü 8 a, Bü 13 a, Bü 14 a und Bü 17 a) und außerdem 0,3 lfd. m unverzeichnete Akten. Letztere wurden verzeichnet und vor der Neuaufnahme eingefügt; sie waren bereits 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg übergeben worden und seither unverzeichnet. Der ganze Bestand wurde im Zuge der Neubearbeitung umnumeriert. Vgl. die Konkordanz am Ende dieses Repertoriums. Er umfaßt jetzt 309 Büschel; sein Umfang beträgt nach der Verpackung in Archivboxen nun ca. 4,5 lfd. m. An Literatur wurde bei der Neuaufnahme herangezogen: Otto v. Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, Bd. 1-2, Stuttgart 1889-1916; Hermann Fischer, SchwäbischesWörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936; Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974. Bei der Nutzung des Bestandes A 557 sollte auch Bestand A 564 Forstamt Stuttgart beigezogen werden (vgl. die Beständeübersicht des Altwürttembergischen Archivs, S. 227). Das seitherige Findbuch von K. Fr. Eisele wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im Februar 2005 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Aufl. Auflage
Bd. Band
Bem. Bemerkung
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
ebd. ebenda
gen. genannt
Jh. Jahrhundert
lfd.m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Si Sigmaringen
StAL Staatsarchiv Ludwigsburg
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
u.a. unter anderem
unverz. unverzeichnet
v.a. vor allem
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.