Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung von Strafgeld und Prozeßkosten
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0866
Wismar F 79 (W F 3 n. 79)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
11.01.1727-14.02.1727
Kläger: (2) Fiskal des Tribunals
Beklagter: August Friedrich Pauli, Amtsschreiber zu Wismar
Fallbeschreibung: Bekl. ist zur Bezahlung von 100 Rtlr Strafe wegen Anweisung zum Abkündigen eines fremden Münzplakats in der Kirche von Neukloster verurteilt worden (Nr. 0865). Kl. fordert die Bezahlung der Strafe sowie der Prozeßkosten, das Tribunal moderiert die Kosten auf 12 Rtlr und fordert Bekl. zur sofortigen Bezahlung bzw. Kautionsstellung auf. Am 25.01. erbittet Bekl. Fristverlängerung zur Bezahlung, wird am 28.01. aber abgewiesen. Am 14.02.1727 notiert Registrator Dahlmann die Bezahlung der Gelder durch Bürgermeister Lembcke.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1727
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten (19 Rtlr 94 s) und Laufgebühren des Tribunalsboten (12 Mk. lüb. 2 s) in Prozeß Nr. 0865
Beklagter: August Friedrich Pauli, Amtsschreiber zu Wismar
Fallbeschreibung: Bekl. ist zur Bezahlung von 100 Rtlr Strafe wegen Anweisung zum Abkündigen eines fremden Münzplakats in der Kirche von Neukloster verurteilt worden (Nr. 0865). Kl. fordert die Bezahlung der Strafe sowie der Prozeßkosten, das Tribunal moderiert die Kosten auf 12 Rtlr und fordert Bekl. zur sofortigen Bezahlung bzw. Kautionsstellung auf. Am 25.01. erbittet Bekl. Fristverlängerung zur Bezahlung, wird am 28.01. aber abgewiesen. Am 14.02.1727 notiert Registrator Dahlmann die Bezahlung der Gelder durch Bürgermeister Lembcke.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1727
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten (19 Rtlr 94 s) und Laufgebühren des Tribunalsboten (12 Mk. lüb. 2 s) in Prozeß Nr. 0865
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ