Quittung (Reutlinger Kapitel)
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0494
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 1 b Quittungen von Klöstern, Pflegen, Universität
1540 November 27
Regest: Georg Kaiser, dieser Zeit Kaplan zu der Schere, Michel Bierer, Pfarrherr zu Kirchentellinsfurt, und Jörg Bofay, Pfarrherr zu Betzingen, Reutlinger Kapitels Decan, Camerer und Verwalter, bekennen, daß auf ihr bittliches Ansinnen Bürgermeister und Rat des heiligen Reichs Stadt Reutlingen eine beschlossene Lad, darin ein Brief, Rodel und Register, 17 Pfund, 8 Schilling, 6 Heller jährl. Zins ausweisend, und dazu 40 Gulden an Barschaft, dem Reutlinger Kapitel zugehörig, in Behaltnis (= Verwahrung) zu Getreumanns Handen angenommen haben, dasselbe getreulich, als wär' es ihr eigen, zu bewahren und nur ihnen selbst gegen Überantwortung des Legbriefs wieder herauszugeben. Sollten die drei obgemeldeten Pfarrer Todes abgehen, ehe sie die Lade wieder an sich genommen hätten, dann sollen die von Reutlingen ihren Nachkommen, Dekan und Camerer Reutlinger Kapitels verpflichtet sein. Doch wenn denen zu Reutlingen inzwischen Geld, Lade und Brief ohne ihren Willen gestohlen, durch Wetter, Feuer, Wasser, Feind oder in ander Weg entfremdet oder sonst merklichen Schaden nehmen würde, so sollen sie zu keinem Schadenersatz verpflichtet sein.
Archivale
Siegel (Erhaltung): Siegelabdruck vorhanden
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel der Reutlinger Kapitels
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel der Reutlinger Kapitels
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ