Kaiser Ludwig erlaubt aufgrund der Dienste der Deutschordensbrüder für ihn und das Reich und der Bitte seines lieben heimlichers Heinrich von Zipplingen, Landkomturs zu Franken, den Brüdern des Deutsch[ordens]hauses zu Nürnberg, ihr Dorf Obereschenbach zur Stadt zu erheben und mit Stein- und Holzwerken sowie Graben zu befestigen, gewährt ihnen dort einen Markt an allen Montagen, spricht ihnen Galgen, Stock und Gerichtsrechte über Leib und Gut zu, überträgt dem Komtur zu Nürnberg und dem Pfleger zu Eschenbach den genannten Gerichtsbann, stattet das Gericht zu Eschenbach und alle dort Ansässigen mit allen Rechten und Freiheiten von Gericht und seiner Stadt Weißenburg, Diözese Eichstätt, aus und untersagt allen Fürsten, Grafen, Freien, Rittern, Knechten, Bürgern, armen und reichen, die Empfänger darin zu beeinträchtigen.
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Kaiser Ludwig erlaubt aufgrund der Dienste der Deutschordensbrüder für ihn und das Reich und der Bitte seines lieben heimlichers Heinrich von Zipplingen, Landkomturs zu Franken, den Brüdern des Deutsch[ordens]hauses zu Nürnberg, ihr Dorf Obereschenbach zur Stadt zu erheben und mit Stein- und Holzwerken sowie Graben zu befestigen, gewährt ihnen dort einen Markt an allen Montagen, spricht ihnen Galgen, Stock und Gerichtsrechte über Leib und Gut zu, überträgt dem Komtur zu Nürnberg und dem Pfleger zu Eschenbach den genannten Gerichtsbann, stattet das Gericht zu Eschenbach und alle dort Ansässigen mit allen Rechten und Freiheiten von Gericht und seiner Stadt Weißenburg, Diözese Eichstätt, aus und untersagt allen Fürsten, Grafen, Freien, Rittern, Knechten, Bürgern, armen und reichen, die Empfänger darin zu beeinträchtigen.
Ritterorden, Urkunden 3040
BayHStA, Kaiser-Ludwig-Selekt Nr. 529
Zusatzklassifikation: Privileg
Ritterorden, Urkunden
Ritterorden, Urkunden >> Ritterorden, Urkunden >> 5. Kommende bzw. Amt Eschenbach
1332 Dezember 18
Urkunden
ger
Ausstellungsort: Nürnberg
Originaldatierung: Geben [...] ze Nurnberg an dem vreitag vor sant Thomas tag 1332
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausf., dt., Perg.; 1 Siegel (Kaisersiegel mit Rücksiegel; Posse 1 Tf. 51,1/2) an roten Seidenfäden anhängend.
Originaldatierung: Geben [...] ze Nurnberg an dem vreitag vor sant Thomas tag 1332
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausf., dt., Perg.; 1 Siegel (Kaisersiegel mit Rücksiegel; Posse 1 Tf. 51,1/2) an roten Seidenfäden anhängend.
Zur Urkunde vgl. Schrötter, Georg: Das Deutschordenshaus in Nürnberg 1209-1500. In: FS Hermann Grauert, 1910, S. 56-69, hier S. 60. Das Regest nach: Regesten Kaiser Ludwigs des Bayern (1314-1347). Nach Archiven und Bibliotheken geordnet. H. 3: Die Urkunden aus Klöstern und Stiftsarchiven im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und in der Bayerischen Staatsbibliothek München, bearb. von Michael Menzel, Köln u.a. 1995, Nr. 304.
Ludwig IV. "der Bayer" (Kaiser)
Zipplingen, Heinrich v. (DO-Bruder, Komtur zu Ellingen)
Nürnberg, Ausstellungsort
Nürnberg, Kommende
Wolframs-Eschenbach (Lkr. Ansbach)
Weißenburg i. Bay. (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen), Stadtrecht
Marktrecht
Gerichtsrecht
Befestigungrecht
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:53 MESZ
Hierarchie
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