Lippische Landtagsprotokolle (Bestand)
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L 9
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.3. Landstände, Landtag
1533-1805
Landtagsprotokolle und Schriftwechsel (Einladungen etc.) 1533-1805 (67).
Bestandsgeschichte: Von Knoch 1785-1798 zusammengestellter und von Clausing bis 1805 fortgeführter Bestand, der die landesherrliche Überlieferung darstellt (jüngere Protokolle vgl. L 10)
Form und Inhalt: Die Ursprünge des lippischen Landtags reichen bis ins Mittelalter zurück. Von seiner politischen Funktion zeugen kontinuierlich allerdings erst die seit Beginn des 16. Jahrhunderts überlieferten Landtagsakten und -protokolle (Strecke, Einleitung zum Ausstellungskatalog). In dieser Zeit begannen die beiden Kurien von Ritterschaft und Städten sich als Landstände zu institutionalisieren (die Geistlichkeit bildete in Lippe mangels vorhandener Korporationen keinen eigenen Stand).
Das Ende des 17. und die erste Hälfte des 18. Jh. standen unter dem Vorzeichen des sich immer mehr durchsetzenden Absolutismus mit Auseinandersetzungen zwischen Landesherr und Ständen, deren Einfluss allmählich zurückgedrängt wurde. Zu Beginn des 19. Jh. schwelte ein Verfassungsstreit, aus dem schließlich eine bereits bei ihrem Inkrafttreten 1836 veraltete landständische Verfassung hervorging (Kittel, S. 206).
Die vorliegende Protokollserie umfasst die landesherrliche Überlieferung der Landtagsverhandlungen; sie wurde 1785-1798 durch den lippischen Archivrat Knoch zusammengestellt und bis 1805 durch den Regierungs- und Lehnssekretär Clausing ergänzt. Darüber liegt eine ausführliche Verzeichnung mit Index vor, die noch immer als Findmittel dient und die Digitalisate der Knochschen Repertorien zu den Landtagsprotokollen liegen in den VZE 9999-1003 vor.
Die ständische, v.a. ritterschaftliche, später parlamentarisch-demokratische Überlieferung bis 1933 und noch einmal 1946/47, das eigentliche Landtagsarchiv, bildet den Bestand L 10 und wurde 1985 verzeichnet. Die hierzu erstellten Indices können auch zur Erschließung des Bestandes L 9 herangezogen werden.
Im März 2009
gez. Arno Schwinger
Bestandsgeschichte: Von Knoch 1785-1798 zusammengestellter und von Clausing bis 1805 fortgeführter Bestand, der die landesherrliche Überlieferung darstellt (jüngere Protokolle vgl. L 10)
Form und Inhalt: Die Ursprünge des lippischen Landtags reichen bis ins Mittelalter zurück. Von seiner politischen Funktion zeugen kontinuierlich allerdings erst die seit Beginn des 16. Jahrhunderts überlieferten Landtagsakten und -protokolle (Strecke, Einleitung zum Ausstellungskatalog). In dieser Zeit begannen die beiden Kurien von Ritterschaft und Städten sich als Landstände zu institutionalisieren (die Geistlichkeit bildete in Lippe mangels vorhandener Korporationen keinen eigenen Stand).
Das Ende des 17. und die erste Hälfte des 18. Jh. standen unter dem Vorzeichen des sich immer mehr durchsetzenden Absolutismus mit Auseinandersetzungen zwischen Landesherr und Ständen, deren Einfluss allmählich zurückgedrängt wurde. Zu Beginn des 19. Jh. schwelte ein Verfassungsstreit, aus dem schließlich eine bereits bei ihrem Inkrafttreten 1836 veraltete landständische Verfassung hervorging (Kittel, S. 206).
Die vorliegende Protokollserie umfasst die landesherrliche Überlieferung der Landtagsverhandlungen; sie wurde 1785-1798 durch den lippischen Archivrat Knoch zusammengestellt und bis 1805 durch den Regierungs- und Lehnssekretär Clausing ergänzt. Darüber liegt eine ausführliche Verzeichnung mit Index vor, die noch immer als Findmittel dient und die Digitalisate der Knochschen Repertorien zu den Landtagsprotokollen liegen in den VZE 9999-1003 vor.
Die ständische, v.a. ritterschaftliche, später parlamentarisch-demokratische Überlieferung bis 1933 und noch einmal 1946/47, das eigentliche Landtagsarchiv, bildet den Bestand L 10 und wurde 1985 verzeichnet. Die hierzu erstellten Indices können auch zur Erschließung des Bestandes L 9 herangezogen werden.
Im März 2009
gez. Arno Schwinger
67 Amtsbücher 1533-1805. - Findbuch: L 9.
Bestand
German
Strecke, Reinhart (Bearb.), Der lippische Landtag. Eine parlamentarische Tradition in Nordrhein-Westfalen, Detmold 1984 (Ausstellungskataloge staatlicher Archive, Heft 19); Strecke, Reinhart, Vigilantibus iura sunt scripta. Vom Ritterkasten zum Archiv des Lippischen Landtages, in: Lippische Mitteilungen 53 (1984), S. 279-289.
Der lippische Landtag. Eine parlamentarische Tradition in Nordrhein-Westfalen. (Ausstellung des NW Staatsarchivs Detmold. Verantwortlich: Reinhart Strecke). Detmold: Selbstverlag des StA 1984.
Reinhart Strecke, Vigilantibus iura sunt scripta. Vom Ritterkasten zum Archiv des Lippischen Landtages, in: Lipp. Mitt. 53 (1984), S. 279-289.
Joachim Heidemann, Die Grafschaft Lippe zur Zeit des beginnenden Absolutismus (1652-1697). Verfassung - Verwaltung - Auswärtige Beziehungen, in: Lippische Mitteilungen 30 (1961), S. 15-76.
Johannes Arndt, Das Fürstentum Lippe im Zeitalter der französischen Revolution. Münster 1990 (mschr.), S. 62-80 u.a.
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe. 2. Aufl., Köln 1978, S. 143-146, 203 ff. et passim.
Der lippische Landtag. Eine parlamentarische Tradition in Nordrhein-Westfalen. (Ausstellung des NW Staatsarchivs Detmold. Verantwortlich: Reinhart Strecke). Detmold: Selbstverlag des StA 1984.
Reinhart Strecke, Vigilantibus iura sunt scripta. Vom Ritterkasten zum Archiv des Lippischen Landtages, in: Lipp. Mitt. 53 (1984), S. 279-289.
Joachim Heidemann, Die Grafschaft Lippe zur Zeit des beginnenden Absolutismus (1652-1697). Verfassung - Verwaltung - Auswärtige Beziehungen, in: Lippische Mitteilungen 30 (1961), S. 15-76.
Johannes Arndt, Das Fürstentum Lippe im Zeitalter der französischen Revolution. Münster 1990 (mschr.), S. 62-80 u.a.
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe. 2. Aufl., Köln 1978, S. 143-146, 203 ff. et passim.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
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