Sammlung Alfred Nawrath, Bremer Stadtbild 1947/48 (Bestand)
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10.B FS 27
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 8.-13. Sammlungen >> 8.1. Archivische Sammlungen >> 8.1.3. Bildarchiv >> Fotosammlungen
1947-1948
Enthält: 220 Glasnegative mit Abzügen im Format 13x18 cm von Gebäuden in Bremen 1947/1948
Geschichte des Bestandsbildners: Es handelt sich um Dr. phil. Alfred Nawrath, geboren am 21. Juli 1890 in Karge (Kreis Bomst, polnisch Kargowa), gestorben am 14. Dezember 1970 in Las Palmas (Spanien). Nach Studium und Promotion in Breslau 1914 wurde er 1918 zunächst Hilfslehrer, dann Studienrat am Alten Gymnasium; dort wurde er im März 1933 als Oberstudienrat beurlaubt, dann entlassen. Die nächsten Jahre war er ohne feste Anstellung. Am 3. August 1945 wird er auf Veranlassung der amerikanischen Militärregierung zum Oberregierungsrat ernannt. Ihm wird die Leitung der Behörde für Kunst und Wissenschaft, die dem Geschäftsbereich des Senators für Schulen und Erziehung eingegliedert wird, übertragen. Die Militärregierung bestätigt ihn am 29. September 1945 in seinem Amt als Intendant der bremischen Theater. Am 22. Januar 1946 wird Nawrath dann unter Entbindung vom Amte des Leiters der Behörde für Kunst und Wissenschaft zum Direktor des Städtischen Museums für Natur-, Völker- und Handelskunde (Übersee-Museum) ernannt. Dieses Amt muss er bereits am 23. Juni 1947 niederlegen. Seine Leidenschaft war seit den 1920er Jahren das Reisen, besonders ethnologische Forschungsreisen nach Asien, auf Grundlage derer er mehrere Bücher veröffentlichte. Nawrath war Mitglied in der Royal Photographic Society (F.R.P.S.). Er blieb unverheiratet und kinderlos. Erben konnten bisher keine ermittelt werden.
21. August 2015
33-1, Löffler-Holte
Bestandsgeschichte: Erworben von Herrn Heinz Haußner, Bremerhaven, am 11. Mai 2015. Die Bilderserie umfasst 220 Glasnegative im Format 13 x 18 cm und zeigt das zerstörte Bremen in den Jahren 1947/1948. Der Urheber war zunächst unbekannt, konnte aber im August 2015 ermittelt werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Es handelt sich um Dr. phil. Alfred Nawrath, geboren am 21. Juli 1890 in Karge (Kreis Bomst, polnisch Kargowa), gestorben am 14. Dezember 1970 in Las Palmas (Spanien). Nach Studium und Promotion in Breslau 1914 wurde er 1918 zunächst Hilfslehrer, dann Studienrat am Alten Gymnasium; dort wurde er im März 1933 als Oberstudienrat beurlaubt, dann entlassen. Die nächsten Jahre war er ohne feste Anstellung. Am 3. August 1945 wird er auf Veranlassung der amerikanischen Militärregierung zum Oberregierungsrat ernannt. Ihm wird die Leitung der Behörde für Kunst und Wissenschaft, die dem Geschäftsbereich des Senators für Schulen und Erziehung eingegliedert wird, übertragen. Die Militärregierung bestätigt ihn am 29. September 1945 in seinem Amt als Intendant der bremischen Theater. Am 22. Januar 1946 wird Nawrath dann unter Entbindung vom Amte des Leiters der Behörde für Kunst und Wissenschaft zum Direktor des Städtischen Museums für Natur-, Völker- und Handelskunde (Übersee-Museum) ernannt. Dieses Amt muss er bereits am 23. Juni 1947 niederlegen. Seine Leidenschaft war seit den 1920er Jahren das Reisen, besonders ethnologische Forschungsreisen nach Asien, auf Grundlage derer er mehrere Bücher veröffentlichte. Nawrath war Mitglied in der Royal Photographic Society (F.R.P.S.). Er blieb unverheiratet und kinderlos. Erben konnten bisher keine ermittelt werden.
21. August 2015
33-1, Löffler-Holte
Bestandsgeschichte: Erworben von Herrn Heinz Haußner, Bremerhaven, am 11. Mai 2015. Die Bilderserie umfasst 220 Glasnegative im Format 13 x 18 cm und zeigt das zerstörte Bremen in den Jahren 1947/1948. Der Urheber war zunächst unbekannt, konnte aber im August 2015 ermittelt werden.
ca. 0,2 m (220 Aufnahmen)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ