Klage auf Vollstreckung des abteigerichtlichen Urteils vom 27. Okt. 1666 in der Schuldforderungssache des Klägers ./. Johann Welter, Schöffen von Kornelimünster. Der Kläger hatte Johann Welter, seinem Vetter Paul Bucholtz und Nikolaus Bucholtz insgesamt 19893 Gulden geliehen, wovon die Hälfte allein auf Johann Welter entfiel. Johann Welter war verurteilt worden, seine Schuld binnen weniger Wochen zu begleichen. Der Kläger sollte 1667 als Ersatz in den Anteil seines Schuldners an einem Schwefel-, Alaun- und Vitriolbergwerk zu Eilendorf immittiert werden, was er jedoch ablehnt (sein Schuldner besaß nur Leibzuchtsrechte an diesem Bergwerk).
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Klage auf Vollstreckung des abteigerichtlichen Urteils vom 27. Okt. 1666 in der Schuldforderungssache des Klägers ./. Johann Welter, Schöffen von Kornelimünster. Der Kläger hatte Johann Welter, seinem Vetter Paul Bucholtz und Nikolaus Bucholtz insgesamt 19893 Gulden geliehen, wovon die Hälfte allein auf Johann Welter entfiel. Johann Welter war verurteilt worden, seine Schuld binnen weniger Wochen zu begleichen. Der Kläger sollte 1667 als Ersatz in den Anteil seines Schuldners an einem Schwefel-, Alaun- und Vitriolbergwerk zu Eilendorf immittiert werden, was er jedoch ablehnt (sein Schuldner besaß nur Leibzuchtsrechte an diesem Bergwerk).
AA 0627, 3675 - M 609/1661
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1667 - 1685 (1643 - 1672)
Enthaeltvermerke: Kläger: Martin Meeßen (Mees), Statthalter und Schöffe der Herrlichkeit Eilendorf (Kr. Aachen), und seine Gattin Agnes Brewer Beklagter: Isaak Hirtz von Landskron, Abt von Kornelimünster (Kr. Aachen), seit 1668 auch Johann Welter zu Kornelimünster Prokuratoren (Kl..): Lic. Johann Konrad Albrecht 1667 - Subst.: Dr. Plönnies Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walfraff [1661] 1667 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz - Lic. Johann Eichrodt 1668 - Subst.: Dr. Moritz Wilhelm von Gülchen Prozeßart: Mandati de exequendo cum clausula Instanzen: RKG 1667 - 1685 (1643 - 1672) Beweismittel: Auszug aus den Schatzbüchern der Abtei Kornelimünster über Johann Welter von 1643 - 1650 (Q 12). Beschreibung: 2 cm, 117 Bl., lose; Q 1 - 41.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:15 MESZ