Kaiser Joseph II. (voller Titel) belehnt Anton (Damian Friedrich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie auf seine Bitte und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk von Stauffenberg mit dem Halsgericht und Blutbann in dem Dorf Rißtissen und seinen Zugehörungen, nachdem der bei der letzten Belehnung am 19. August 1766 ebenfalls belehnte Onkel Josef (Joseph Franz) Schenk Freiherr von Stauffenberg gestorben war. Die Belehnung erfolgt auf der Grundlage eines Teilungsrezesses zwischen den beiden Brüdern Johann Jakob Schenk und Wolfgang Friedrich Schenk von Stauffenberg, der bisherigen Lehenbriefe und einer von Kaiser Rudolf II. am 3. November 1609 der freien Reichsritterschaft in Schwaben erteilten Freiheit über die Belehnung aller Erben und künftigen Besitzer mit dem Blutbann. Die Obrigkeitsrechte des Kaisers, des Heiligen Reiches und die Rechte und Gerechtigkeiten anderer Rechteinhaber bleiben davon unbeeinträchtigt. Als Bevollmächtigter des Belehnten hat Ignaz Ferner von Fernau als Agent am kaiserlichen Hof das übliche Gelübde und den üblichen Eid geleistet, den der Belehnte auch seinen Amtleuten abnehmen soll, die die Blutgerichtsbarkeit ausüben werden. Der Belehnte wird verpflichtet, als unparteiischer Richter keinen Unterschied zwischen Armen und Reichen zu machen, sich nicht durch Geld, Gaben, Gunst, Furcht, Freundschaft, Feindschaft oder andere Dinge beeinflussen zu lassen, gerechtes Gericht und Recht zu beachten und wird daran erinnert, dass er sich am Jüngsten Gericht vor dem allmächtigen Gott zu verantworten hat und dem Kaiser und dem Heiligen Reich gehorsam und dienstbar sein soll.