Schreiben des Verwalters Johann Geißmann aus Hirschbach an die Herrschaft in Nürnberg
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E 49/II Nr. 2236
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
01.11.1737 - 17.04.1738
Enthält:
1737 November 1: Schreiben des Verwalters Johann Geißmann aus Hirschbach an Hieronymus Wilhelm Ebner in Nürnberg.
Man erwartet die baldige Ankunft des Adressaten.
Befehlsgemäß hat ein Zieglersgeselle von Krumbach die Bodenbeschaffenheit untersucht und festgestellt, dass die Erde in der Maurieth zum Ziegelbrennen am Besten geeignet sei. Der Lämmermann hat ein Säcklein dieser Erde zur Probe mitgenommen. Die geplante Ziegelhütte könnte bei dem Zunderhaufen in der Nähe der Hammerwiese eingerichtet werden.
Anbei Parsdörfer Äpfel und eine Zunge.
1737 Dezember 19: Geißmann an Ebner, wie vor.
Wünscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
PS: Der Stoffelmüller bietet nur 40 Gulden für das Strassenäckerlein. Bitte um Direktiven.
1738 Februar 12: Schreiben des Verwalters Johann Geißmann aus Hirschbach an Sekretär (Lukas) Dorn in Nürnberg.
Der junge Vogt zu Hauseck hat sich mit einer Bauerstochter von Schmidtstadt verlobt und will in Hirschbach getraut werden. Der Pfarrer von Eschenbach (Gottfried Wolf) weigert sich jedoch, deswegen nach Hirschbach zu kommen, wiewohl es dergleichen Fälle schon öfter gegeben hatte.
Überbringer dieses Schreibens, Peter Rößel, möchte gerne den Turm der Fechters Kettel beziehen. Er würde jährlich 5 Gulden zahlen. Als Botin ist sie allerdings weitgehend überflüssig, da hier zwei Reftrager die Post besorgen, bzw. die Post auch mit den Papierfuhren geht, sodass sie kaum zwei- oder dreimal im Jahr selbständig unterwegs war. Man könnte ihr schon deswegen kündigen, weil sie in dem Ruf steht, sich der Unzucht hinzugeben.
Vor 8 Tagen hat Hans Polster die die obere Wohnung im Schulhaus für 110 Gulden erworben, wie auch schon etliche Tagwerk Felder verkauft worden sind.
1738 April 17: Geißmann an Ebner in Nürnberg.
Bitte, trotz Erwerbs des hiesigen Gutes die Schulmeister- und Verwalterstelle bei Schreiber fortbestehen zu lassen.
Die Felder im Ameislohe und im Belzgarten würde Schreiber gerne erwerben.
1737 November 1: Schreiben des Verwalters Johann Geißmann aus Hirschbach an Hieronymus Wilhelm Ebner in Nürnberg.
Man erwartet die baldige Ankunft des Adressaten.
Befehlsgemäß hat ein Zieglersgeselle von Krumbach die Bodenbeschaffenheit untersucht und festgestellt, dass die Erde in der Maurieth zum Ziegelbrennen am Besten geeignet sei. Der Lämmermann hat ein Säcklein dieser Erde zur Probe mitgenommen. Die geplante Ziegelhütte könnte bei dem Zunderhaufen in der Nähe der Hammerwiese eingerichtet werden.
Anbei Parsdörfer Äpfel und eine Zunge.
1737 Dezember 19: Geißmann an Ebner, wie vor.
Wünscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
PS: Der Stoffelmüller bietet nur 40 Gulden für das Strassenäckerlein. Bitte um Direktiven.
1738 Februar 12: Schreiben des Verwalters Johann Geißmann aus Hirschbach an Sekretär (Lukas) Dorn in Nürnberg.
Der junge Vogt zu Hauseck hat sich mit einer Bauerstochter von Schmidtstadt verlobt und will in Hirschbach getraut werden. Der Pfarrer von Eschenbach (Gottfried Wolf) weigert sich jedoch, deswegen nach Hirschbach zu kommen, wiewohl es dergleichen Fälle schon öfter gegeben hatte.
Überbringer dieses Schreibens, Peter Rößel, möchte gerne den Turm der Fechters Kettel beziehen. Er würde jährlich 5 Gulden zahlen. Als Botin ist sie allerdings weitgehend überflüssig, da hier zwei Reftrager die Post besorgen, bzw. die Post auch mit den Papierfuhren geht, sodass sie kaum zwei- oder dreimal im Jahr selbständig unterwegs war. Man könnte ihr schon deswegen kündigen, weil sie in dem Ruf steht, sich der Unzucht hinzugeben.
Vor 8 Tagen hat Hans Polster die die obere Wohnung im Schulhaus für 110 Gulden erworben, wie auch schon etliche Tagwerk Felder verkauft worden sind.
1738 April 17: Geißmann an Ebner in Nürnberg.
Bitte, trotz Erwerbs des hiesigen Gutes die Schulmeister- und Verwalterstelle bei Schreiber fortbestehen zu lassen.
Die Felder im Ameislohe und im Belzgarten würde Schreiber gerne erwerben.
Archivale
Indexbegriff Person: Dorn, Lukas
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Fechter, Katharina (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Geißmann, Johann
Indexbegriff Person: Lämmermann, N
Indexbegriff Person: Polster, Hans (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Rösel, Peter (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Wolf, Gottfried
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Fechter, Katharina (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Geißmann, Johann
Indexbegriff Person: Lämmermann, N
Indexbegriff Person: Polster, Hans (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Rösel, Peter (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Wolf, Gottfried
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Eschenbach
Hauseck
Hirschbach
Hirschbach, Ameslohe
Hirschbach, Belzgarten
Hirschbach, Hammerwiese
Hirschbach, Kirche
Hirschbach, Maurieth
Hirschbach, Schloss - Mauerturm
Hirschbach, Schulhaus
Hirschbach, Staffelmühle (Stoffelmühle)
Hirschbach, Straßäckerlein
Krumbach
Schmidtstadt
Verwalter Hirschbach
Reiseplan
Zieglersgeselle
Bodenuntersuchung
Flurname
Ziegelei Projekt
Zunderhaufen
Bodenprobe
Barsdorfer Äpfel
Äpfel siehe auch Barsdorfer Äpfel
Zunge
Weihnachtswünsche
Neujahrswünsche
Müller, Hirschbach
Feldverkauf
Sekretär, Ebnerischer
Vogt, Hauseck
Verlobung
Pfarrer, Eschenbach
Trauung verweigert
Mietgesuch
Turmwohnung
Botin Hirschbach
Reftrager
Papierfuhren
Unzucht
Schulhaus
Wohungserwerb
Gutserwerb
Gesuch
Schulmeister, Hirschbach
Kaufinteresse
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 1:01 PM CEST
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