Bezirksamt Meersburg (Bestand)
Show full title
Abt. Staatsarchiv Freiburg, B 722a/1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> Baden 1806-1945: Untere Behörden, untere Sonderbehörden >> Geschäftsbereich Ministerium des Innern >> Bezirksämter, Landratsämter
(1650 - 1805) 1806 - 1857 (1858 - 1951)
Behördengeschichte: Die territoriale Neuordnung Deutschlands durch Napoleon brachte der vormaligen Markgrafschaft Baden zwischen 1803 und 1810 fast eine Verdoppelung ihres Staatsgebiets sowie im Jahr 1803 die Erhebung zum Kurfürstentum und im Jahr 1806 zum Großherzogtum. Dies machte eine Neugliederung und Vereinheitlichung der Verwaltungsstrukturen des administrativ heterogenen Staatswesens erforderlich. Die zwischen 1806 und 1809 erlassenen Organisationsedikte gliederten das Großherzogtum Baden in 66 landesherrliche und 53 standesherrliche Ämter. Die standesherrlichen Ämter wurden bis 1849 aufgehoben oder in landesherrliche umgewandelt. Durch Zusammenlegungen und Aufhebungen im Lauf des 19. und 20. Jahrhundert wurde die Zahl der badischen Bezirksämter deutlich reduziert. Ursprünglich waren die Bezirksämter rein staatliche Behörden und als solche in erster Linie für die allgemeine Staatsverwaltung und für die staatliche Aufsicht über das Handeln der kommunalen Verwaltungen in ihrem jeweiligen Amtsbezirk zuständig, hatten aber auch Aufgaben der Polizei und - bis zum Aufbau einer eigenen Gerichtsorganisation im Jahr 1857 - der Justiz, insbesondere der Zivilgerichtsbarkeit, wahrzunehmen. Die 1809 eingerichteten Bezirksämter, Meersburg war seit 1807 Obervogteiamt, wurden zehn Kreisen zugeteilt, als deren Exekutivorgan die Kreisdirektorien fungierten. Das Amt Meersburg gehörte zum Seekreis. 1824 wurde das Bezirksamt Heiligenberg gebildet und folgende Orte aus dem Bezirksamt Meersburg dort eingegliedert: Homberg, Immenstaad, Kluftern, Riedheim, Roggenbeuren, Untersiggingen und Unteruhldingen. Dieses wurde jedoch 1849 schon wieder aufgelöst und die Gemeinden (mit Ausnahme von Homberg [Pfullendorf], Roggenbeuren, Untersiggingen und Unteruhldingen [Salem]) wieder dem Bezirksamt Meersburg zugeschlagen. Die Verwaltungsreform des Jahres 1832 ersetzte die mittlerweile verbliebenen sechs Kreisdirektorien als Mittelbehörden durch die Kreisregierungen von vier Kreisen, das Amt Meersburg blieb beim Seekreis. 1864 wurden die vier Kreise aufgelöst und die Bezirksämter unmittelbar dem Innenministerium unterstellt. Zugleich wurde das Großherzogtum in elf Kreisverbände als kommunale Selbstverwaltungskörperschaften ohne staatliche Aufgaben eingeteilt. Das Bezirksamt Meersburg war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgehoben. 1857 ging es im Bezirksamt Überlingen auf. Heute gehören die Gemeinden des ehemaligen Bezirksamtes Meersburg zum Bodenseekreis (mit Ausnahme von Adelsreute [Ravensburg]).
Bestandsgeschichte: Vor Beginn der Verzeichnungsarbeiten enthielt der Bestand Bezirksamtes Meersburg B 722a/1 nur eine Akte entsprechender Provenienz aus dem Fürstlich Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen. Der Bestand wurde im September 2014 durch Edgar Hellwig erweitert durch Akten, die bei der Neuverzeichnung der Bestände Bezirksamt/Landratsamt Überlingen B 747/1, /2, /3, /5, /6, /8 und G 27/3, /4 und /12 dort als Fremdprovenienzen mit der Endprovenienz Bezirksamt Meersburg separiert worden waren. 2015 wurde dem Bestand durch Annika Scheumann eine weitere Akte hinzugefügt. Nun, 2017, kam noch eine Akte aus dem Bestand B 729/5 Bezirksamt Pfullendorf hinzu. Hinweise für die Benutzung: Konkordanzen in der Druckversion des Findbuchs zu B 722a/1 weisen alle Vorsignaturen der einzelnen Akten aus. Unter Vorsignatur 1 findet sich dabei jeweils die zuletzt im Staatsarchiv Freiburg verwendete Signatur, unter Vorsignatur 2 die ehemals im Generallandesarchiv Karlsruhe verwendete Signatur und unter Vorsignatur 3 findet sich die vorletzte im Staatsarchiv Freiburg verwendete Signatur. Der Bestand B 722a/1 umfasst nach seiner Neuverzeichnung 373 Faszikel und misst 2,8 lfd.m. Freiburg, November 2017 Anja Schellinger
Bestandsgeschichte: Vor Beginn der Verzeichnungsarbeiten enthielt der Bestand Bezirksamtes Meersburg B 722a/1 nur eine Akte entsprechender Provenienz aus dem Fürstlich Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen. Der Bestand wurde im September 2014 durch Edgar Hellwig erweitert durch Akten, die bei der Neuverzeichnung der Bestände Bezirksamt/Landratsamt Überlingen B 747/1, /2, /3, /5, /6, /8 und G 27/3, /4 und /12 dort als Fremdprovenienzen mit der Endprovenienz Bezirksamt Meersburg separiert worden waren. 2015 wurde dem Bestand durch Annika Scheumann eine weitere Akte hinzugefügt. Nun, 2017, kam noch eine Akte aus dem Bestand B 729/5 Bezirksamt Pfullendorf hinzu. Hinweise für die Benutzung: Konkordanzen in der Druckversion des Findbuchs zu B 722a/1 weisen alle Vorsignaturen der einzelnen Akten aus. Unter Vorsignatur 1 findet sich dabei jeweils die zuletzt im Staatsarchiv Freiburg verwendete Signatur, unter Vorsignatur 2 die ehemals im Generallandesarchiv Karlsruhe verwendete Signatur und unter Vorsignatur 3 findet sich die vorletzte im Staatsarchiv Freiburg verwendete Signatur. Der Bestand B 722a/1 umfasst nach seiner Neuverzeichnung 373 Faszikel und misst 2,8 lfd.m. Freiburg, November 2017 Anja Schellinger
Nr. 1-373
Bestand
Baitenhausen : Meersburg FN; Bürgerwehr
Meersburg FN; Bezirksamt
Bezirksamt Meersburg
Bürgerwehr Baitenhausen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:41 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik)
- Baden 1806-1945: Untere Behörden, untere Sonderbehörden (Archival tectonics)
- Geschäftsbereich Ministerium des Innern (Archival tectonics)
- Bezirksämter, Landratsämter (Archival tectonics)
- Bezirksamt Meersburg (Archival holding)