Provinzialverwaltung: Oberpräsidium der Provinz Hessen-Nassau (Bestand)
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150
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Provinzialverwaltung
1866-1937 (1945)
Enthält: a) Akten
b) Hoheitswesen, Verwaltungsorganisation (auch kommunale) und Landesplanung, Polizei, Militärwesen und Einwohnerwehren, Gesundheits- und Veterinärwesen, Sozial- und Fürsorgewesen, Kirchen, Bildungswesen, Kulturpflege, Finanzwesen, Verkehrswesen, gewerbliche Wirtschaft, Bewirtschaftung, Landwirtschaft
Bestandsgeschichte: Zwischen 1895 und 1943 kamen mehrere Aktenablieferungen in die Staatsarchive Marburg und Wiesbaden, die nach Wiesbaden gelangten Akten wurden aber 1948/49 nach Marburg überführt. Die Mehrzahl der Akten wurde jedoch bei den Aussonderungen als nicht archivwürdig vernichtet und die 1943 noch im Kasseler Amtsgebäude befindlichen Akten insbesondere der 1930er Jahre gingen bei dessen Zerstörung zugrunde. Wegen der rigorosen Kassationen und der Kriegsverluste bildet der erhaltene Bestand nur einen Torso der ursprünglichen Oberpräsidialregistratur. Bei der 1958-1963 vorgenommenen Verzeichnung wurden Vorakten kurhessischer Behörden (Innenministerium, Provinzialregierungen) und der nach 1933 mit dem Oberpräsidium vereinigten Behörden (Provinzialschulkollegium, Landeskulturamt, Landeshauptmann, Regierung Kassel) den entsprechenden Beständen zugeführt. Im Bestand belassen wurden dagegen die (wenigen) Akten der Übergangsadministration von 1866/67 und des Oberpräsidiums der Provinz Kurhessen von 1944/45.
Geschichte des Bestandsbildners: 1867 übernahm der neuernannte Oberpräsident mit Sitz in Kassel von den seit 1866 amtierenden Ziviladministratoren in Kassel (für Kurhessen) und Frankfurt (für Nassau und Frankfurt) die Leitung der neuen preußischen Provinz Hessen-Nassau. Unmittelbar zuständig war der Oberpräsident u.a. für die provinzial- und bezirksständische Selbstverwaltung, den Adel, die Kirchen, die Selbstverwaltung in der Wirtschaft, das Medizinalwesen, die Kulturpflege und den Eisenbahnbau, ansonsten war er vorgesetzte Instanz der Regierungspräsidien. 1929 wurde die Provinz um den bisherigen Freistaat Waldeck und 1932 um den vorher zur Rheinprovinz gehörenden Kreis Wetzlar vergrößert, verlor 1932 aber zugleich den Kreis Schaumburg an die Provinz Hannover. Im Dritten Reich wurde der Kompetenzbereich erheblich erweitert, was sich in der Gliederung in 8 Abteilungen spiegelte: I. Allgemeine Abteilung, II. Abteilung für Höheres Schulwesen, III. Landeskulturabteilung, IV. Bezirkswirtschaftsamt, V. Forst- und Holzwirtschaftsamt, VI. Provinzialernährungsamt, VII. Bevollmächtigter für den Nahverkehr, VIII. Fischereiamt. 1944 wurde die Provinz in die Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt, wobei letztere Frankfurt und die ehem. kurhessischen Kreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern erhielt. Die Regierungen wurden mit den Oberpräsidien vereinigt.
Findmittel: gedrucktes Findbuch von F. Schunder und E. Franz, 1963
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion des Findbuches)
b) Hoheitswesen, Verwaltungsorganisation (auch kommunale) und Landesplanung, Polizei, Militärwesen und Einwohnerwehren, Gesundheits- und Veterinärwesen, Sozial- und Fürsorgewesen, Kirchen, Bildungswesen, Kulturpflege, Finanzwesen, Verkehrswesen, gewerbliche Wirtschaft, Bewirtschaftung, Landwirtschaft
Bestandsgeschichte: Zwischen 1895 und 1943 kamen mehrere Aktenablieferungen in die Staatsarchive Marburg und Wiesbaden, die nach Wiesbaden gelangten Akten wurden aber 1948/49 nach Marburg überführt. Die Mehrzahl der Akten wurde jedoch bei den Aussonderungen als nicht archivwürdig vernichtet und die 1943 noch im Kasseler Amtsgebäude befindlichen Akten insbesondere der 1930er Jahre gingen bei dessen Zerstörung zugrunde. Wegen der rigorosen Kassationen und der Kriegsverluste bildet der erhaltene Bestand nur einen Torso der ursprünglichen Oberpräsidialregistratur. Bei der 1958-1963 vorgenommenen Verzeichnung wurden Vorakten kurhessischer Behörden (Innenministerium, Provinzialregierungen) und der nach 1933 mit dem Oberpräsidium vereinigten Behörden (Provinzialschulkollegium, Landeskulturamt, Landeshauptmann, Regierung Kassel) den entsprechenden Beständen zugeführt. Im Bestand belassen wurden dagegen die (wenigen) Akten der Übergangsadministration von 1866/67 und des Oberpräsidiums der Provinz Kurhessen von 1944/45.
Geschichte des Bestandsbildners: 1867 übernahm der neuernannte Oberpräsident mit Sitz in Kassel von den seit 1866 amtierenden Ziviladministratoren in Kassel (für Kurhessen) und Frankfurt (für Nassau und Frankfurt) die Leitung der neuen preußischen Provinz Hessen-Nassau. Unmittelbar zuständig war der Oberpräsident u.a. für die provinzial- und bezirksständische Selbstverwaltung, den Adel, die Kirchen, die Selbstverwaltung in der Wirtschaft, das Medizinalwesen, die Kulturpflege und den Eisenbahnbau, ansonsten war er vorgesetzte Instanz der Regierungspräsidien. 1929 wurde die Provinz um den bisherigen Freistaat Waldeck und 1932 um den vorher zur Rheinprovinz gehörenden Kreis Wetzlar vergrößert, verlor 1932 aber zugleich den Kreis Schaumburg an die Provinz Hannover. Im Dritten Reich wurde der Kompetenzbereich erheblich erweitert, was sich in der Gliederung in 8 Abteilungen spiegelte: I. Allgemeine Abteilung, II. Abteilung für Höheres Schulwesen, III. Landeskulturabteilung, IV. Bezirkswirtschaftsamt, V. Forst- und Holzwirtschaftsamt, VI. Provinzialernährungsamt, VII. Bevollmächtigter für den Nahverkehr, VIII. Fischereiamt. 1944 wurde die Provinz in die Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt, wobei letztere Frankfurt und die ehem. kurhessischen Kreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern erhielt. Die Regierungen wurden mit den Oberpräsidien vereinigt.
Findmittel: gedrucktes Findbuch von F. Schunder und E. Franz, 1963
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion des Findbuches)
52,50 MM
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Protokolle in Prot. II Kassel D; Nachakten im Bestand 401
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 8:12 AM CEST