Johann der Raemzser, Bürgermeister, Rudolf Hasenzagel, Schultheiss, Richter, Rat und Gemeinde von Esslingen verkaufen an Siegfried von Backnang, Bürger zu Esslingen, Gülten von 6 Pfund, 6 Schilling, 2 Heller, 16 Simri Öl Esslinger Maß und 95 Hühner von den in seinem Zinsbrief genannten Gütern zu Plochingen um 98 Pfund 19 Schilling 2 Heller, mit der Bestimmung, dass die Gülten nach seinem Tod an das Spital fallen zu folgenden Zwecken: Die Siechen sollen an vronvasten in den phfingesten 12 Schilling zu Fischen und 1 Schilling zu Pfeffer, an vronvasten in dem herbest ebensoviel, an vronvasten vor wihennahten 18 Schilling zu Fischen und 1 Schilling zu Pfeffer und an vronvasten nauch dem wissen sunnentage ebenso viel erhalten, ferner weist (beterminieret und bewiset) er ihnen in der Fastenzeit wöchentlich einmal 4 Simri Kernen und 1 Simri Öl Esslinger Maß zu Pfannkuchen (gebachen phfantkuchen) an; um 29. September (Michahels tag), wenn die Hühnergülten eingesammelt werden, sollen je zwei Sieche zusammen ein gesottenes oder gebratenes Huhn erhalten; für den Rest soll den Siechen Weißbrot, Wein und Fleisch oder Fisch am 21. Oktober (an der ailiphf tusent maegde tag), welche er seinem Herrn sel. Heinrich Kirchherrn zu Erbstetten (Erphstetten) und seiner Schwester Luitgard sel. als Jahrtag bestimmt, gereicht werden. Hierzu will er noch eine Gülte von 12 Schilling von seinen Gütern vermachen, bestimmt aber, wenn eine dieser Anordnungen nicht eingehalten werde, solle die betreffende Gülte der Stadt zum Mauerbau (an der stet ze Esselingen muren nutz in pene wis) zufallen; diese Urkunde soll dreifach ausgefertigt und ein Stück von ihm, eins von einem Bürger und eins von einem Handwerker (antwerk man), welche der Rat bestimmt, aufbewahrt werden, während der Spitalkaplan die Stiftung an allen oben genannten Tagen nach einer Abschrift verlesen und dafür je 6 Heller erhalten soll.