Supplicationis Auseinandersetzung um Bauten auf benachbartem Grundstück
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(1) 1531
Wismar J 25 (W J 1 n. 25)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 10. 1. Kläger J
(1738) 06.06.1738-26.03.1740
Kläger: (2) Landrentmeister und Lizentinspektor Jentzen
Beklagter: Dr. Anton Christoph Gröning, Fiskal am Tribunal
Fallbeschreibung: Bekl. hat entgegen anderer Abmachungen ein Hinterhaus an seinem Haus errichtet, von dem bei Regen Wasser auf das kgl. Lizenthaus fällt und dieses langsam zerstört. Bekl. hat zwar mehrfach versprochen, dies abstellen zu lassen und für alle eventuellen Schäden aufzukommen, kommt dem aber nicht nach, weshalb Kl. am 15.06.1739 ein entsprechendes Mandat erbittet. Am 19.06.1739 verpflichtet das Tribunal Bekl. dazu, die Regenrinne entsprechend zu verlegen oder sein Hinterhaus soweit abzureißen, daß kein Regenwasser auf das Lizenthaus gelangen kann. Am 08.08.1739 berichtet Protonotar Lillienström von der ihm aufgetragenen Kommission aus dem vorhergehenden Jahr, am 07.09. bittet Kl. erneut darum, das benachbarte Hintergebäude soweit abreißen zu lassen, daß es nicht über dem Lizenthaus liege. Das Tribunal fordert Bekl. am 23.02.1740 zur Erwiderung auf. Am 22.03. bittet dieser um Fristverlängerung, die er am 26.03.1740 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1738-1740
Prozessbeilagen: (7) Kommissionsprotokoll des Protonotars Carl Claudius von Lillienström vom 18.9.1738, von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Besichtigungsprotokolle des Baus durch Johann Bücker und Nicolaus Zieger, Maurergesellen sowie Jacob Beck, Handlanger, vom 15.09.1738 sowie durch Stadtmaurermeister Johann Erhardt, Stadtzimmermeister Hinrich Kruse, Maurergeselle Johann Bücker und Zimmerergesell Philip Randau vom 04.08.1738; detaillierte Verschreibung Grönings für den Bau des Hinterhauses vom 14.05.1738; Verpflichtung Grönings, für alle Schäden aus dem Tropfenfall aufzukommen vom 02.06.1738; Tribunalsbescheid vom 06.06.1738; Memorial Jentzens, was bei der Veränderung der Rinnenführung zu beachten sei vom 20.09.1738; von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommenes Besichtigungsprotokoll vom 12.02.1739
Beklagter: Dr. Anton Christoph Gröning, Fiskal am Tribunal
Fallbeschreibung: Bekl. hat entgegen anderer Abmachungen ein Hinterhaus an seinem Haus errichtet, von dem bei Regen Wasser auf das kgl. Lizenthaus fällt und dieses langsam zerstört. Bekl. hat zwar mehrfach versprochen, dies abstellen zu lassen und für alle eventuellen Schäden aufzukommen, kommt dem aber nicht nach, weshalb Kl. am 15.06.1739 ein entsprechendes Mandat erbittet. Am 19.06.1739 verpflichtet das Tribunal Bekl. dazu, die Regenrinne entsprechend zu verlegen oder sein Hinterhaus soweit abzureißen, daß kein Regenwasser auf das Lizenthaus gelangen kann. Am 08.08.1739 berichtet Protonotar Lillienström von der ihm aufgetragenen Kommission aus dem vorhergehenden Jahr, am 07.09. bittet Kl. erneut darum, das benachbarte Hintergebäude soweit abreißen zu lassen, daß es nicht über dem Lizenthaus liege. Das Tribunal fordert Bekl. am 23.02.1740 zur Erwiderung auf. Am 22.03. bittet dieser um Fristverlängerung, die er am 26.03.1740 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1738-1740
Prozessbeilagen: (7) Kommissionsprotokoll des Protonotars Carl Claudius von Lillienström vom 18.9.1738, von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Besichtigungsprotokolle des Baus durch Johann Bücker und Nicolaus Zieger, Maurergesellen sowie Jacob Beck, Handlanger, vom 15.09.1738 sowie durch Stadtmaurermeister Johann Erhardt, Stadtzimmermeister Hinrich Kruse, Maurergeselle Johann Bücker und Zimmerergesell Philip Randau vom 04.08.1738; detaillierte Verschreibung Grönings für den Bau des Hinterhauses vom 14.05.1738; Verpflichtung Grönings, für alle Schäden aus dem Tropfenfall aufzukommen vom 02.06.1738; Tribunalsbescheid vom 06.06.1738; Memorial Jentzens, was bei der Veränderung der Rinnenführung zu beachten sei vom 20.09.1738; von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommenes Besichtigungsprotokoll vom 12.02.1739
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET