Der Süßbäcker Anton Nusser und der Schneider Konrad Sauer, beide Bürger zu Ulm und ehemalige Pfleger der Witwe des Schuhmachers und Ulmer Bürgers Christoph Schuchmaier Ursula geborene Seidler, bekennen: Auf die Bitte ihres Pfleglings und auf ihre Bitte hat der Rat der Stadt Ulm am 1. April beschlossen, Ursula Seidler mit ihrem Besitz in das Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] aufzunehmen. Nun haben sie bisher für ihren Pflegling zwei Jahrzinsen eingezogen und verwaltet. Es handelt sich dabei um 5 rheinische Gulden, die von Haus und Hofstatt des Scheidenmachers Ulrich Fetsch in Ulm beim Peterskasten [abgegangener Brunnen, Bereich westlich vor Frauenstraße 2], das derzeit der Garnsieder Balthasar ("Baltas") Koch bewohnt, gefallen und um 1 Gulden, der von der Selde des Valentin Hochstätter in Neuhausen [Gde. Holzheim/Lkr. Neu-Ulm], die derzeit Johann Biecheler von Neuhausen bewirtschaftet, zu entrichten ist. Aufgrund des erwähnten Ratsbeschlusses haben sie das Recht zum Einzug und zu Verwaltung dieser Zinsen den Pflegern Albrecht Baldinger und Matthäus Hofherr sowie dem Hofmeister Lamprecht Baumgarter des Heiliggeistspitals übergeben.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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